Umdeutung eines Reha-Antrags in einen Rentenantrag

von
Koulchen

Hallo,

ich habe zwei grundsätzliche Fragen zur Umdeutung von Reha-Anträgen in Rentenanträge:

1. Kann bereits der Antrag auf eine medizinische Reha in einen Rentenantrag umgedeutet werden oder erst der Antrag auf Leistungen zur Teilhabe?

2. Kann der entsprechende Antrag auch dann in einen Rentenantrag umgedeutet werden, wenn die rentenversicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind (in diesem Fall keine drei Jahre Versicherungspflicht innerhalb der letzten fünf Jahre)?

Ich hoffe, so weit wird es bei meinem Mann nicht kommen, wollte mich aber generell mal erkundigen, was die Krankenkasse veranlassen darf und was nicht.

Danke für die Antworten und viele Grüße
Koulchen

von
Grewe

1. Ja
2. Nein

von
Corletto

zu 1 :
Ja - der med. Rehaantrag kann schon in einen Rentenantrag umgedeutet werden.

zu 2 :
Wenn die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine EM-Rente nicht gegeben sind, kann und wird ein Rehaantrag nicht umgedeutet .

Ob überhaupt die versicherungssrechtlichen Voraussetzungen für eine med. Reha und/oder eine EM-Rente erfüllt sind, prüft die Rentenversicherung in der Regel ja als erstes.

von
Koulchen

Danke, Grewe und Corletto, für Ihre Antworten!

Viele Grüße
Koulchen

von
Schade

zu 2)
es könnte aber festgestellt werden, dass Erwerbsminderung vorliegt, was dazu führen kann, dass die Kasse einem voll erwerbsgeminderten kein KG mehr zahlt (und Rente kriegt er auch nicht, weil "3 in 5" nicht erfüllt ist....

von
Koulchen

Hallo Schade,

vielen Dank für die Ergänzung! Eine volle Erwerbsminderung ist zum Glück unwahrscheinlich; es dürfte eher auf die Umschulung auf eine sitzende Tätigkeit hinauslaufen.

Viele Grüße
Koulchen

Experten-Antwort

Wie bereits ausgeführt wurde, kann ein Antrag auf Reha-Maßnahmen in einen Rentenantrag umgedeutet werden, wenn keine Aussicht auf eine erfolgreiche Maßnahme besteht, bzw. wenn die tatsächlich durchgeführte Maßnahme die Arbeitsfähigkeit nicht wiederherstellen konnte. Vor der Umdeutung wird vom Rentenversicherungsträger geprüft, ob die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für einen Rentenanspruch erfüllt sind..

von
Koulchen

Kurze Rückfrage an den Experten: Es geht um die Arbeitsfähigkeit an sich, nicht um die spezifische Berufsfähigkeit, korrekt?

In einer sitzenden Tätigkeit wird mein Mann auf jeden Fall arbeiten können, allerdings nicht mehr als Maurer - dafür sind seine Knie definitiv viel zu kaputt.

Viele Grüße
Koulchen