Im September 2013 wurde eine Rehaantrag bei der Rentenversicherung gestellt. Diesem wurde stattgegeben und eine stationäre Reha durchgeführt. Die Klinik stellte in einem Gutachten fest, dass die Erwerbsfähigkeit nur unwesentlich, wahrscheinlich jedoch nicht wieder hergestellt werden kann. Die Krankenkasse wies, nachdem keine Reaktionen der Rentenversicherung erfolgte, im Juni 2014 auf die gesetzliche Verpflichtung zur Umdeutung des Rehaantrags in einen Rentenantrag hin, schränkte das Dispositionsrecht ein und erteilte die Auskunft, dass kein weiterer Handlungsbedarf besteht. Mehrfache telefonische Antragen an die Krankenkasse wurden nur in der Art beantwortet, als dass noch keine Antwort der Rentenversicherung vorliegt. Die nunmehr in Leistung gegangen Arbeitsagentur, die einen Erstattungsanspruch gegen die Rentenversicherung geltend machte, erhielt nun die Auskunft, dass keinerlei Unterlagen für einen Rentenantrag vorliegen. Es erging seitens der Rentenversicherung eine erneute Aufforderung zu einer Rehamaßnahme. Diese war von keiner Partei beantragt worden. Die übergeordnete Stelle der örtlichen Krankenkasse erteilte nunmehr die Auskunft, dass die Rentenversicherung bereits im August 2014 der Krankenkasse mitgeteilt hatte, dass für eine Umdeutung keine Veranlassung bestehe, man gehe entgegen der Auffassung der beauftragten Rehaklinik nicht von einer Erwerbsminderung aus.
Fraglich ist nun, wer zu der Ablehnung aus August 2014 die Mitteilungspflicht hatte und ob bei weiteren Nachweisen zur dauerhaften Erwerbsminderung das Antragsdatum aus September 2013 bestehen bleibt.