Umgang mit Gutachterbenennung wegen Em-Rentenantrag

von
Minni

Hallo, liebe Experten
zwar hab ich mit der Suchfunktion schon einiges zu meinem "Problem" gefunden, könnte aber trotzdem noch Meinungen und Infos gebrauchen.
Ich beziehe seit 4 Jahren eine teilweise EM-Rente und seit ein paar Monaten läuft wegen fortschreitender Verschlechterung meines Gesundheitszustandes und auf Anraten meiner Behandler der Antrag auf Umwandlung in eine volle EM-Rente.
Nun soll ich für die weitere Bearbeitung/Entscheidung zu einer Gutachterin , bei der ich eben schon vor 4 Jahren gewesen bin und die mich für voll arbeitsfähig hielt .
Ablehnung des Antrags, Widerspruch, anderes Gutachten und Bewilligung der jetzigen teilw.Rente folgten.
Nun bin ich unsicher, ob es günstig ist , meinen Gesundheitszustand/meine Arbeitsfähigkeit noch einmal von dieser Ärtztin bewerten zu lassen.
Welche Möglichkeiten hätte ich sonst ?
Oder könnte ich darauf vertrauen, dass diese Gutachterin sachlich/objektiv damit umgehen kann, dass ich ihr Gutachten damals angefochten habe ?

Danke
minni

von
Knockles

Diese Gutachterin würde ich in jedem Falle wegen Befangenheit ablehnen !

Da kann - normalerweise jedenfalls -nichts positives für Sie bei so einer Begutachtung raus kommen.
Die Gutachterin hat ja das von ihr erstellte alte Gutachten vorliegen und wird sich danach zumindest orientieren.

Die Gutachterin müsste ja jetzt völlig konträr über Sie urteilen , als wie Sie es vor 4 Jahren noch getan hat.

Sie müsste sich also quasi selbst eine Fehleinschätzung ihrer Begutachtungvon vor 4 Jahren zugestehen.

Das macht die nie und nimmer....

Es ist auch relativ ungewöhnlich, das jemand
2 x zum selben Gutachter geschickt wird. Allerdings ist mir so ein Fall aus dem Bekanntenkreis auch bekannt.

Lehnen Sie die Gutachterin schriftlich bei der RV ab und verlangen Sie, das ein anderer Arzt zur Begutachtung benannt wird.

Das wird auch relativ problemlos möglich sein.

Nach allen Erfahrungen ist das in dem Fall die wohl beste und für alle Parteinen sauberste Lösung.

von
Realist

JEDE neue Begutachtung bedeutet "neues Spiel, neues Glück". Neben unwiderlegbaren objektiven Feststellungen gibt es auch noch subjektive Einschätzungen, die jeder Gutachter anders beurteilen kann, ohne deshalb etwas Falsches zu behaupten. Denn das Recht auf freie Meinungsäußerung gilt auch für sozialmedizinische Gutachter!

MfG

von
-_-

Schreiben Sie der Deutschen Rentenversicherung, dass Sie die Untersuchung bei dieser medizinischen Sachverständigen ablehnen und um Benennung eines anderen Gutachters bitten. Nur generell dürfen Sie eine Begutachtung nicht ablehnen.

Experten-Antwort

Hallo Minni,

es ist müßig darüber zu spekulieren, ob eine Gutachterin nicht in der Lage ist einen bestehenden Gesundheitszustand objektiv zu erfassen und möglicherweise auf ein vier Jahre altes Untersuchungsergebnis zurückgreifen könnte.

Wichtiger ist vielmehr, dass Sie mit der Wahl nicht einverstanden sind, weil Sie bereits eine negative Erfahrung mit ihr gemacht haben. Sie haben daher die Möglichkeit um einen anderen Gutachter/in zu bitten. Wie bereits im Verlauf der Diskussion angeraten, teilen Sie bitte der Deutschen Rentenversicherung mit, dass Sie einen anderen Gutachter wünschen.

von
Minni

Danke für die Meinungen und Infos.
Brief an Rentenversicherer mit dem Bescheid meiner Ablehnung ist seit gestern unterwegs.

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