Umschulung

von
Gipsnacken

Ich habe mal eine frage an den Experten und zwar hab ich Anfang Januar einen Antrag auf berufliche Reha ( Umschulung ) gestellt. Innerhalb einer Woche hatte ich einen abschlägigen Bescheid von der DRV bekommen. Der ist zwar nicht wirklich begründet aber es gibt ja das rechtsmittel des Widerspruchs. Und nun fängt die Sache an Befremdlich zu werden. Die bitte meiner Rechtsvertretung die Akte zwecks einsichtsnahme kurzfristig zu übersenden ist nach 10 wochen noch nicht nachgekommen worden. Da ich mittlerweile 50 Jahre alt bin läuft mir nun langsam die zeit weg und durch die beabsichtlichte Verzögerung der DRV wird meine Arbeitunfähigkeit, weil ich in meinen Beruf nicht mehr weiter Arbeiten kann auf Kosten der Krankenkasse verlängert.

Meine Frage: Gibt es bei der DRV eine Anweisung Berufliche Reha für ältere Versicherte solange hinaus zu Zögern bis sich eine Umschulung nicht mehr lohnt ?

von
Elisabeth

Versuche deinen Rentensachbearbeiter zu kontaktieren. Wenn das nicht hilft, dann gehe zur Rentenberatungsstelle. Eine Richtlinie , die es erlaubt, dass , wer sich zuerst bewegt hat, verloren hat, gibt es nicht.

von
Klemens

Im ablehnenden Bescheid wird sicher eine Begründung gestanden haben. Wenn Sie dies nicht heraus lesen konnten, sollte dies eigentlich aber ihre "Rechtsvertretung" können...

Außerdemn sollte ihre "Rechtsvertretung" mal langsam Druck bei der RV machen, das die Akte kommt. Das hier bereits 10 Wochen tatenlos abgewartet wurde spricht auch nicht gerade für ihre " Rechtsvertretung " ...

Ansonsten denke ich, wird es sehr schwierig werden mit über 50 noch éine Umschulung genehmigt zu bekommen. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt in ihrem Alter und dann mit null Berufserfahrung in dem neuen Job sind ja nicht gerade rosig und die Umschulung dauert dann ja auch noch einige Jahre und jünger und gesünder werden Sie wohl auch nicht....

Außerdem sind Sie ja wie Sie schreiben jetzt schon gesundheitlich angeschlagen. Das ist für die Genehmigung einer Umschulung nun auch nicht gerade vorteilhaft.

Wahrscheinlich wurde ihr Antrag genau deshalb auch abgelehnt.

von
Gipsnacken

Hallo Klemens !

Sie mögen teilweise Recht haben, mit 50 Jahren einen Beruflichen neuanfang zu machen ist nicht leicht. Allerdings hab ich noch 16 Jahre Arbeitsleben vor mir, da könnte man aufgeben und Bu Rente in betracht ziehen. Das möchte ich aber nicht, Ich kann meinen Beruf nicht mehr ausüben ( Berufskraftfahrer) . Den 14 Stündigen Arbeitstag unter erheblichen Stress und Zeitdruck schaff ich nicht mehr. Das bedeutet nicht das ich einen anderen Beruf nicht mehr machen kann. Wie sagte Frau von der Leyen „ eine 60 Jährige Krankenschwester die Ihren Beruf nicht mehr machen kann, muss man eben auf einen Computerarbeitsplatz umschulen“

Naja. Und die sache mit den !0 Wochen für die Übersendung der Verwaltungsakte … man sollte davon ausgehen das Sachbearbeiter der DRV Recht und Gesetz verpflichtet sind….aber das wird da wohl nicht ganz so verbissen gesehen.

von
KSC

Vielleicht ist man ja bei der DRV der Ansicht, dass Sie als Fahrer weiterarbeiten könnten, wenn die Arbeitszeit am Tag nur 8 Stunden betrüge - dann wäre eine berufliche Reha nicht notwendig. Es gibt auch Fahrertätigkeiten mit diesen Arbeitszeiten.

Ich kennen eigentlich kaum einen Job bei dem man nicht "vor die Hunde geht" wenn man täglich 14 Stunden arbeitet.

von
Nix

Rufen Sie bitte Ihren Sachbearbeiter persönlich an und fragen Sie, weshalb das mit der Übersendung der Unterlagen so lange dauert.
Hier im Forum kann Ihnen hierzu keine verlässlichen Angaben machen.
Eine Verzögerung wegen Ihres Lebensalters schließelich kategorisch aus, da es hierfür keinen Grund gibt.
Vielfach ist man beim RV-Träger oft nicht gut organisiert oder es fehlen Kollegen, welche Ihre Anfrage schnell genug bearbeiten. Manchmal muß der Vorgang - wenn es um die Bekanntgabe medizinischer Unterlagen geht- dem Ärztlichen Dienst vorgelegt und um Stellungnahme gebeten werden, ob Gründe gegen die Herausgabe von Gutachten sprechen.

Das kann dann schonmal 2 bis 4 Wochen dauern, bis die Akte vom Ärztlichen Dienst zurück gekommen ist.
In aller Regel sollte aber nach spätestens 8 Wochen das Gutachten bei Ihnen im Briefkasten oder bei Ihrem behandelnden Arzt im Briefkasten liegen. Dort können Sie dann das Gutachten einsehen, wenn Sie es nicht selbst zugeschickt bekommen.

Viele Grüße
Nix

von
Axel11

Zitiert von: Nix

Rufen Sie bitte Ihren Sachbearbeiter persönlich an und fragen Sie, weshalb das mit der Übersendung der Unterlagen so lange dauert.
Hier im Forum kann Ihnen hierzu keine verlässlichen Angaben machen.
Eine Verzögerung wegen Ihres Lebensalters schließelich kategorisch aus, da es hierfür keinen Grund gibt.
Vielfach ist man beim RV-Träger oft nicht gut organisiert oder es fehlen Kollegen, welche Ihre Anfrage schnell genug bearbeiten. Manchmal muß der Vorgang - wenn es um die Bekanntgabe medizinischer Unterlagen geht- dem Ärztlichen Dienst vorgelegt und um Stellungnahme gebeten werden, ob Gründe gegen die Herausgabe von Gutachten sprechen.

Das kann dann schonmal 2 bis 4 Wochen dauern, bis die Akte vom Ärztlichen Dienst zurück gekommen ist.
In aller Regel sollte aber nach spätestens 8 Wochen das Gutachten bei Ihnen im Briefkasten oder bei Ihrem behandelnden Arzt im Briefkasten liegen. Dort können Sie dann das Gutachten einsehen, wenn Sie es nicht selbst zugeschickt bekommen.

Viele Grüße
Nix

Was für ein Gutachten ?

Es geht doch gar nicht um ein Gutachten , da gar keins erstellt wurde...

Experten-Antwort

Ganz klare Antwort: Nein! Eine derartige Anweisung gibt es definitiv nicht.

Nur als Hinweis: Der Widerspruch muss innerhalb einer Frist eingelegt werden. Das kann zunächst fristwahrend geschehen. Die Begründung kann nachgereicht werden. Wenn Sie eine Rechtsvertretung eingeschaltet haben, dürfte dieser bekannt sein, wie man das Verfahren beschleunigen kann. Im übrigen umfassen Leistungen zur Teilhabe nicht nur die klassische Umschulung. Der Leistungskatalog ist vielfältig.