Umschulung abgeschlossen, danach lange Zeit Krank.

von
Sandy

Ich habe vor 3 Jahre eine Umschulung erfolgreich abgeschlossen. Leider bin ich kurz nach Abschluss meiner Umschulung an einer schweren Depression erkrankt, welche ca. 2 Jahre andauerte. Bis heute habe ich keinen Job gefunden. Man sagte mir das meine Umschulung auf dem Arbeitsmarkt nun wertlos sei, da ich ohne Berufserfahrung 3 Jahre aus dem Beruf draußen bin. Wäre dieser Umstand ein Grund eine neue Umschulung zu bewilligen? Oder gibt es andere geeignete LTA Maßnahmen um wieder für den Arbeitsmarkt "fit" gemacht zu werden?

von
fragen

Das sinvollste wäre, wenn Sie sich an Ihren Reha-Fachberater wenden und Ihre Fragen mit ihm klären.

Hier im Forum lässt sich mit Ihren Angaben dazu wenig sagen. Die erste Frage wäre, ob Ihr Umschulungsberuf nach Ihrer Depression überhaupt noch passend ist. Dann kommt es auf den Umschulungsberuf an. Als Zierpflanzengärtnerin kann man sicher auch nach 3 Jahren Pause mit Schulungen/Praktika wieder einsteigen. Sollten Sie in den IT-Bereich umgeschult haben, kann eine komplett neue Umschulung sinnvoller und kostengünstiger sein als ein Wissensauffrischung.
Einen grundsätzlichen Anspruch auf eine neue Umschulung haben Sie aber nicht.

Experten-Antwort

Hallo Sandy,

bitte setzen Sie sich mit der Reha-Sachbearbeitung Ihres Rentenversicherungsträgers in Verbindung klären ab, ob und inwieweit erneut Leistungen der Teilhabe am Arbeitsleben für Sie in Betracht kommen.

von
Sozialdienstlerine

Wie so viele Fragen hier im Forum, gibt es keine eindeutige Antwort auf Ihre Frage(n).

Ich sehe (da lasse ich mich jedoch gerne eines Besseren belehren) keine Veranlassung, dass Sie sich nicht weiter für den Beruf, in welchen Sie umgeschult wurden, bewerben. Natürlich werden Sie voraussichtlich im Bewerbungsverfahren auf die Lücke im Lebenslauf seit der Beendigung der Umschulung angesprochen.

Einer neuen Umschulung stehe ich eher mit Vorbehalten gegenüber. Gibt es denn Gründe, weshalb Sie den Beruf, in welchen Sie umgeschult wurden, nicht mehr ausüben können? Wenn eine LTA, dann ggf. in Form einer Integrationsmaßnahme oder in Form eines Eingliederungszuschusses. Da müsste aber gründlich geprüft werden, ob die Voraussetzungen gegeben sind und was in Ihrem Fall "Sinn" macht.

Sie könnten zum/zu der Rehafachberater/-in, der/die Sie seinerzeit begleitete, Kontakt aufnehmen und um einen Termin zur Beratung zum weiteren Vorgehen bitten. Ohnehin würde diese Person bei einem erneuten LTA-Antrag eingebunden, um über Art und Umfang der Leistung zu entscheiden.

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