Umschulung mit 46jahren noch möglich?

von
owlbaer

Hallo,
ich hätte gerne gewusst ob ich mit 46 jahren noch eine umschulung machen kann.
komme gerade aus einer medezinischen reha und soll nun einen antrag auf eine umsachulung stellen um eventuell doch noch mal ans arbeiten zu kommen.

bin seit 2001 durch krankheit nicht mehr am arbeiten zwei frühere anträge wurden abgelehnt der eine wegen übergewicht der andere wegen alter(40).

nun frage ich mich ob sich irgendwas geändert hat so das sich die stellung eines antrages auch lohnt...

mfg owlbaer

von
KSC

Möglich ist vieles zumal im Gesetz keine Altersgrenzen verankert sind und ein heute 46 jähriger noch rund 20 Jahre arbeiten sollte.
Da stellt sich die Frage des "Lohnens" eigentlich nicht. Wenn Sie nach der Umschulung 15-20 Jahre arbeiten und Beiträge zahlen, hat sich das allemal gelohnt!

Aber: wenn Sie wirklich eine Umschulung meinen, also eine 2 jährige neue Ausbildung sehe ich das kritisch:
1) Sie arbeiten seit 10 Jahren nicht mehr - packt man da den Stress einer Ausbildung?
2) Sind Sie in der Lage sich die erforderliche Theorie anzueignen?
3)Was haben Sie in den letzten 10 Jahren aktiv unternommen?
Wenn es schon mal am Übergewicht gescheitert ist, wäre doch locker die Möglichkeit gewesen abzuspecken und es dann erneut zu versuchen.
4)Die Formulierung ich "soll" einen Antrag stellen irritiert mich. Wenn der Wunsch nicht von Ihnen kommt sondern durch Druck eines Leistungsträgers (AfA, Jobcenter, Krankenkasse?) sehe ich schwarz und gebe Ihnen keine Chance.
5) Haben Sie überhaupt ein konkretes Berufsziel das Sie anstreben? Wenn ja, was wurde in der Vergangenheit unternommen dieses Ziel zu realisieren?

von
owlbaer

also 2001 befund bandscheibenforfälle lws
medizinische reha mit befund nicht mehr für den erlernten beruf geeignet
antrag auf berufliche reha 2002 eignugstest zum it-systemelektroniker bestanden doch bei einem gewicht von 135kg lehnte die lva ab ich muss erst 30kg abnehmen dann bekomme ich die umschulung...
ende 2002 bis anfamg 2003 psychosomatische reha wegen essverhaltens störung nach 6 wochen 10kg weniger dann nochmal 5kg zuhause erneute anfrage bei der lva mit der antwort erst die 30 kg vorher läuft nichts.
2004 erneuter versuch auf eine berufliche reha mit der antwort der lva mit 40jahren gibt es keine umschulung mehr...
ich bin in ein tiefes loch gefallen und habe mich in meiner ecke verkrochen habe mich von meiner frau getrennt und meine beiden kinder alleine groß gezogen.
hatte letztes jahr ein höchst gewicht von 205kg und habe mir gesagt ich muss aus dem loch raus kommen habe mitlerweile 60kg abgespeckt und möchte nun wo meine kinder ins berufsleben einsteigen auch wieder was machen doch im erlernten beruf geht es nicht.... und als behinderter fühle ich mich nicht um in einer werkstatt mir einen platz zu besorgen um eine beschäftigung zu haben...
ich möchte für meine tätigkeit auch richtig entlohnt werden und nicht einen euro zu alg2 hinzu verdienen.
ich möchte gerne wieder arbeiten nur sehe ich keine chance ohne umschulung... ich habe sämtliche zeitarbeits firmen abgeklappert aber keiner stellt mich ein...
die problematik ist ich habe eine handwerkliche ausbildung und kann diese nicht weiter ausüben.. ich kann nur noch arbeiten im wechsel sitzen, stehen u. gehen darf nicht mehr schwer heben keine überkopf arbeiten keine zwangshaltungen keine maschinen bedienen was bleibt mir da noch im handwerklichen bereich wo ich ohne ausbildung arbeiten kann?

und um wieder arbeiten zu können wurde mir von der reha klinik geraten einen antrag auf umschulung zu stellen nur wieviel sinn wird es haben wenn es mir schon zweimal abgelehnt wurde?

und wie sind die aus sichten wieder selber für meinen lebensunterhalt sorgen zu können ohne umschulung?

von
Klemens

Interessant wäre in dem ganzen Zusammenhang noch zu wissen, wie Sie die Rehaklinik hinsichtlich ihrer Erwerbsfähigkeit konkret im Rehagutachten eingestuft hat.

In Anbetracht ihrer Schilderung denke ich wird es sehr schwer bis unmöglich sein , das ihnen die RV noch eine Umschulung genehmigt. Aber wenn Sie keinen Antrag stellen wenn Sie dies letztlich nie erfahren...

Vielleicht ist bei ihnen tatsächlich - alleine aus gesundheitlichen Gründen - eher eine EM-Rente angezeigt. Sie könnten dann z.b. bei einer vollen EM-Rente ja noch im Rahmen der erlaubten Hinzuverdienstgrenze 400 Euro verdienen.

Letztlich müssen und können Sie nur selbst entscheiden was Sie anstreben und eben einen entsprechenden Antrag ( Teilhabe am Arbeitsleben oder gleich EM-Antrag ) stellen.

von
owlbaer

ich wurde allgemein arbeitsfähig eingestufft aber für meinen erlernten beruf als arbeitsunfähig....

em rente hatte ich auch schonmal beantragt wurde abgelehnt....

ich hätte damals das nicht hinnehmen sollen sondern kämpfen aber hinterher ist man immer schlauer....

von Experte/in Experten-Antwort

Siehe Beitrag von "Klemens".