Umschulung sinnvoll?

von
Franziska99

Guten Tag!

Seit vielen Jahren habe ich Morbus Crohn, mehrfach wurden Teile des Dünndarmes entfernt und die diesbezgl. Prognose sieht eher schlecht aus, was für die Zukunft ein drohendes Kurzdarmsyndrom (und damit Behinderung) bedeuten könnte.

Weil meine Leistungsfähigkeit sukzessive gesunken ist und Therapien nicht befriedigend verlaufen (mein Leben besteht aus Arbeiten und Schlafen), hat mir mein Arzt zu einer Umschulung geraten, die ich im Nov. 2013 auch beantragt habe.

Ich bin in einer Einrichtung für geistig und körperlich Behinderte tätig, habe die Leitung inne und arbeite in Schichtdiensten.

In der Vergangenheit konnte ich das bewältigen, weil ich seit jeher nur 75% gearbeitet habe, jedoch habe ich in Spitzenzeiten der Teambelastung sehr viele Überstunden erbracht.

Mittlerweile merke ich, wie mir insb. die Nachtbereitschaften mit Unterbrechungen und der hohe Druck durch Personalmangel, hohe Verantwortung und Mehrarbeit schaden.

Von der DRV war lange Zeit nichts zu hören, nun soll ich zur medizinischen Reha geschickt werden. Die Aussichten auf mittel- und langfristige Besserung werden zwar dadurch nicht besser, aber gut.

Mich beschäftigt, ob es erfolgsversprechend ist, mit 42 eine Umschulungsmaßnahme zu beginnen, wahrscheinlich noch in einer anderen Branche, um dann mit 25jährigen Gesunden auf dem Arbeitsmarkt zu konkurrieren?
Leider drängt sich in meinem Beruf auch keine Weiterbildung auf, die mich vom Schichtdienst befreien. und in ein ruhigeres Arbeitsumfeld befördern würde. Am sinnvollsten wäre m.E. noch ein Studium der sozialen Arbeit.

Da ich arbeiten kann und will, jedoch nicht mehr im Umfang wie jetzt, wäre es vielleicht klüger gewesen, einen Antrag auf teilweise Erwerbsminderung zu stellen? kann ich den laufenden Antrag umwandeln?

Vielen Dank jenen, die sich bis hierhin durchgekämpft haben. Zum ersten mal im Leben setzen mir Unsicherheit und Angst vor Arbeitslosigkeit richtig zu und auch, dass ich derzeit den Anforderungen meines Arbeitgebers nicht wirklich genüge.

von
Kati

Ob eine Umschulung sinnvoll ist, weiß ich auch nicht.
Was ich aber weiß, ist, dass Crohn-Patienten zu viel Verantwortung tragen, zu sehr darauf bedacht sind, alles auf die Reihe zu kriegen und immer das Gefühl haben, zu langsam zu sein.

Wenn Sie also sich selbst erlauben, anders zu handeln, sich selbst nicht immer derart unter Druck setzen alles meistens zu müssen, zulassen können, weniger und langsamer zu arbeiten, wäre das ein Ansatz.

Für die Zukunft alles Gute!

von
Kati

meistens = meistern

von
Franziska99

Vielen Dank für den sicher wohlmeinenden Rat und die guten Wünsche.
Meiner Erfahrung nach haben MC-Erkrankte aber nur eines gemein: sie haben MC.
Die Zeit der MC-Typisierung nach Persönlichkeitsmerkmalen und der Erklärung zur quasi-psychosomatischen Krankheit endete vor ca. 20 Jahren.
Außerdem wüsste ich nicht, wie ich beim Verabreichen von Medikamenten und Insulin, der Anfallsdokumentation oder der Dienstplanung fünfe grade sein lassen sollte ;-)

von
Kati

Zitiert von: Franziska99

Außerdem wüsste ich nicht, wie ich beim Verabreichen von Medikamenten und Insulin, der Anfallsdokumentation oder der Dienstplanung fünfe grade sein lassen sollte ;-)
isses ja, dass man nicht einfach alle fünfe grade sein lassen kann....
Egal, wir wissen heute wie der Körper mit der Seele und umgekehrt kommuniziert und dass man nichts isoliert wahrnehmen sollte und dass es Gründe gibt, es dennoch zu tun.
Sie werden andere Antworten bekommen, die Ihnen besser gefallen.....
alles Gute wünsche ich weiterhin.

von
Tara

Die med. Reha dient u.a. dazu Ihre Leistungsfähigkeit zu beurteilen, um danach zielgerichtet evtl. eine berufl. Reha anzuschließen. Ob es immer gleich eine Umschulung sein muß ist fraglich. Oft kann durch Qualifizierung/Umsetzung geholfen werden im bisherigen Bereich - nicht Arbeitsplatz - zu bleiben und damit auch die Berufserfahrung in die Waagschale werfen zu können. Da kommt es auch darauf an, welchen Beruf sie erlernt haben.

von
Max

Umschulung? Wie alt sind Sie?
Sie sind in leitender Position!

In der Reha könnten sich jedenfalls Teilerwerbsminderungsrente beantragen wenn Sie eh schon 75 % tätig sind wäre das wohl sinnvoll!

Ihre Erkrankung zwingt Sie zwangsläufig loszulassen.....also lassen Sie los......

Sie können sich viel beweisen nur .....Ihre Krankheit bestimmt Ihr leben.....ich habe sehr lange gebraucht das zu kapieren auch wenn ich eine andere Erkrankung habe

Max

von
Max

Sie sind 42 sorry habe ich überlesen!

Es ist Ihre Entscheidung was Sie machen aber ich nehme mal an den Verlauf Ihrer Erkankung haben Sie sich von den Ärzten ausführlich erklären lassen!

Umschulung bedeutet ja das Sie ja dann evt. keinen Anspruch mehr auf eine Erwerbsminderungsrente haben?!

von
Franziska99

Zitiert von: Tara

Die med. Reha dient u.a. dazu Ihre Leistungsfähigkeit zu beurteilen, um danach zielgerichtet evtl. eine berufl. Reha anzuschließen. Ob es immer gleich eine Umschulung sein muß ist fraglich. Oft kann durch Qualifizierung/Umsetzung geholfen werden im bisherigen Bereich - nicht Arbeitsplatz - zu bleiben und damit auch die Berufserfahrung in die Waagschale werfen zu können. Da kommt es auch darauf an, welchen Beruf sie erlernt haben.

Genau das fände ich auch am Sinnvollsten. Leider ist mein Berufsbild zu 90% mit Schichtdienst verbunden. In dieser Branche gibt es ebenfalls einen hohen Bedarf an Beratern etc., was aber in der Regel ein Studium erfordert, was mir die DRV ja vermutlich nicht unbedingt ermöglichen kann (und das ich evtl. nicht bewältigen könnte).
Wenn also Höherqualifizierung nicht möglich ist, könnte ich wohl die Anerkennung der Teilerwerbsminderung beantragen, obwohl ich andere Leistungen beantragt habe?

Es wirkt logisch auf mich, dass meine Leitungsposition in Zusammenhang mit der Krankheit hinterfragt wird - sie aufzugeben würde jedoch bedeuten, nur Schichtdienste zu arbeiten. Meine Position bringt Stress mit sich, aber eben auch Z.T. Bürozeiten tagsüber.

von
Franziska99

Zitiert von: Max

Sie sind 42 sorry habe ich überlesen!

Es ist Ihre Entscheidung was Sie machen aber ich nehme mal an den Verlauf Ihrer Erkankung haben Sie sich von den Ärzten ausführlich erklären lassen!

Umschulung bedeutet ja das Sie ja dann evt. keinen Anspruch mehr auf eine Erwerbsminderungsrente haben?!

Die Ärzte gehen nur so weit zu sagen, dass ich mir weiteren Darmverlust "nicht erlauben kann" , eine Prognose wagt da niemand.

Ist das denn so, dass man durch LTA einen möglichen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente verwirkt? Im Fall einer Verschlechterung doch sicher nicht.

von
EM-Rentnerin

Hallo,

eine Umschulung halte ich nicht für sinnvoll. Dies würde bedeuten, dass Sie Ihren Arbeitsplatz bzw. Arbeitsvertrag aufgeben und Sie würden bei Null anfangen.
Eine erfolgreich absolvierte Umschulung birgt keine Garantie auf einen Arbeitsplatz, einen dauerhaften sowieso nicht. Und Ihr Argument mit den 25-jährigen kommt noch hinzu.
Trotzdem... im BfW Bad Pyrmont gibt es eine 12-monatige Umschulung zur Gesundheits- und Sozialberaterin. Vielleicht ist das ein passendes Berufsbild?

Ich würde an Ihrer Stelle eher den Weg gehen:
Schnellstmöglich einen Antrag auf Anerkennung Grad der Behinderung stellen. Nach Ihren Schilderungen leiden Sie massiv an Ihrer Krankheit, vor allem auch mit der Erschöpfung (mein Tag besteht aus Arbeiten und Schlafen).
Da sollte mindestens ein GdB von 30 - 40 festgestellt werden.
Mit einem GdB von 30 oder 40 stellen Sie den Antrag auf Gleichstellung und Sie haben nach Anerkenntnis den erhöhten Kündigungsschutz.

Wie groß ist Ihr Arbeitgeber?
Gibt es einen Schwerbehindertenbeauftragen?
Es gibt seit einigen Jahren das betriebliche Wiedereingliederungsmanagement.

Sie sollten sich erkundigen, welche Rechte Sie als Arbeitnehmerin haben. Wissen ist Macht!

Vielleicht müssen Sie Ihre Leitungsposition verlassen. Aber es gibt sicherlich Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen, die nicht im Schichtdienst arbeiten.
Oder ist es möglich, dass Sie Jobsharing auf der Leitungsposition machen?

Es gibt so viele Möglichkeiten, manchmal muss man die ganze Sache aus einer anderen Perspektive betrachten.

Auf alle Fälle sollten Sie die anstehende Reha machen. Während dessen nehmen Sie die Termine bei der Sozialberatung wahr.
Dann den Antrag auf eine EM-Rente zu stellen ist sicherlich sinnvoll.

Wenn Teil-EM-Rente bleiben Sie im Unternehmen.
Wenn volle, befristete Rente, steigen Sie für eine gewisse Zeit aus und sehen dann, wie es weiter geht - Sie bleiben auch im Unternehmen.
Wenn volle, unbefristete Rente, endet Ihr Arbeitsverhältnis und Sie können 450 Euro dazu verdienen.

Den Antrag auf Anerkennung Grad der Behinderung sollten Sie aber umgehend stellen. An meinem Wohnort hat die Erstbearbeitung 9 Monate gedauert, die Neufeststellung 7 Monate.

Alles Gute

von
W*lfgang

Zitiert von: Franziska99
(...) nun soll ich zur medizinischen Reha geschickt werden. Die Aussichten auf mittel- und langfristige Besserung werden zwar dadurch nicht besser, aber gut
(...) wäre es vielleicht klüger gewesen, einen Antrag auf teilweise Erwerbsminderung zu stellen?
Franziska99,

ich würde die Reha erstmal 'mitnehmen', da ergeben sich dann schon Anzeichen ob/in welchem Umfang eine Erwerbsminderung vorliegen könnte. Ggf. kommt die DRV im Anschluss direkt auf Sie zu und bietet die 'Umwandlung' des Reha-Antrags in einen EM-Rentenantrag an.

Eine nur teilweise EM-Rente können Sie nicht wählen, die DRV prüft allgemein, ob volle/teilweise/keine EM vorliegt. Selbst bei voller EM (arbeitsrechtliche Konsequenzen hat EM-Rentnerin dargestellt, und auch die anderen Infos sind sehr hilfreich), müssen Sie die Rente dann nicht 'annehmen', da Ihnen kein anderer Sozialleistungsträger (z.B. Kranlenkasse) im Nacken sitzt - tarifvertraglich wären Sie aus dem Arbeitsverhältnis raus, wenn die DRV nach Reha bereits volle unbefristete EM festgestellt haben sollte ...man muss dem Arbeitgeber ja nicht alles sagen *g (wäre allerdings eine arbeitsvertragliche 'Pflichtverletzung').

Ich habe in meiner Zeit nur 2 MC-Versicherte kennengelernt. Deren Rentenanträge gingen problemlos durch (was auch immer mit der Schwere der Erkrankung wohl zusammenhing), stammt allerdings noch aus dem (alten) EU-Rentenrecht. Sie sind noch jung an Jahren, so dass leider - nach neuem EM-Recht - kein Berufsschutz mehr möglich ist, sie daher/gesundheitlich/leistungsfähig an den Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes gemessen werden würden.

Gruß
w.

@Max:
(...)In der Reha könnten sich jedenfalls Teilerwerbsminderungsrente beantragen(...)
...wäre interessant zu erfahren, woher Sie diese Info - sowohl als auch - haben?!

von Experte/in Experten-Antwort

Auch von meiner Seite aus empfehle ich zuerst die Durchführung der medizinischen Reha . Alles weitere ergibt sich dann nach der Entlassung aus der Reha. Dem ausführlichen Beitrag von W*lfgang stimme ich deshalb gerne zu. Die Aussage von Max: in der Reha Teilerwerbsminderungsrente beantragen kann ich nicht nachvollziehen. Sinnvoll ist dies auf jedem Fall nicht.

von
Max

Zitiert von: Franziska99

Auch von meiner Seite aus empfehle ich zuerst die Durchführung der medizinischen Reha . Alles weitere ergibt sich dann nach der Entlassung aus der Reha. Dem ausführlichen Beitrag von W*lfgang stimme ich deshalb gerne zu. Die Aussage von Max: in der Reha Teilerwerbsminderungsrente beantragen kann ich nicht nachvollziehen. Sinnvoll ist dies auf jedem Fall nicht.

Hallo!

Was und warum ist das nicht sinnvoll eine Teilerwerbsminderungsrente zu beantragen .....gut ich habe das etwas falsch formuliert ....der Rehantrag wird in einen Rentenantrag umgewandelt und das Gutachten der Rehaklinik ist ja dann wohl auch aussagekräftig genug!

Um weitere Fragen vorzubeugen ich habe das so in der Reihenfolge hinter mich gebracht und später habe ich dann die volle Rente beantragt und erhalten!

MAX

von
GroKo

Zitiert von: Max

Zitiert von: Max

Auch von meiner Seite aus empfehle ich zuerst die Durchführung der medizinischen Reha . Alles weitere ergibt sich dann nach der Entlassung aus der Reha. Dem ausführlichen Beitrag von W*lfgang stimme ich deshalb gerne zu. Die Aussage von Max: in der Reha Teilerwerbsminderungsrente beantragen kann ich nicht nachvollziehen. Sinnvoll ist dies auf jedem Fall nicht.

Hallo!

Was und warum ist das nicht sinnvoll eine Teilerwerbsminderungsrente zu beantragen .....gut ich habe das etwas falsch formuliert ....der Rehantrag wird in einen Rentenantrag umgewandelt und das Gutachten der Rehaklinik ist ja dann wohl auch aussagekräftig genug!

Um weitere Fragen vorzubeugen ich habe das so in der Reihenfolge hinter mich gebracht und später habe ich dann die volle Rente beantragt und erhalten!

MAX


Eine Teilerwerbsminderungsrente kann man nicht beantragen die wird Festgestellt.

von
Max

Zitiert von: GroKo

Zitiert von: Max

Zitiert von: Max

Auch von meiner Seite aus empfehle ich zuerst die Durchführung der medizinischen Reha . Alles weitere ergibt sich dann nach der Entlassung aus der Reha. Dem ausführlichen Beitrag von W*lfgang stimme ich deshalb gerne zu. Die Aussage von Max: in der Reha Teilerwerbsminderungsrente beantragen kann ich nicht nachvollziehen. Sinnvoll ist dies auf jedem Fall nicht.

Hallo!

Was und warum ist das nicht sinnvoll eine Teilerwerbsminderungsrente zu beantragen .....gut ich habe das etwas falsch formuliert ....der Rehantrag wird in einen Rentenantrag umgewandelt und das Gutachten der Rehaklinik ist ja dann wohl auch aussagekräftig genug!

Um weitere Fragen vorzubeugen ich habe das so in der Reihenfolge hinter mich gebracht und später habe ich dann die volle Rente beantragt und erhalten!

MAX


Eine Teilerwerbsminderungsrente kann man nicht beantragen die wird Festgestellt.

Richtig Groko!

Ich habe amtlich bestätigt bekommen das ich einen Schaden weg habe!

Schön das Sie die Korinthen gefunden haben

Max

von
GroKo

Zitiert von: Max

Zitiert von: GroKo

Zitiert von: Max

Zitiert von: Max

Auch von meiner Seite aus empfehle ich zuerst die Durchführung der medizinischen Reha . Alles weitere ergibt sich dann nach der Entlassung aus der Reha. Dem ausführlichen Beitrag von W*lfgang stimme ich deshalb gerne zu. Die Aussage von Max: in der Reha Teilerwerbsminderungsrente beantragen kann ich nicht nachvollziehen. Sinnvoll ist dies auf jedem Fall nicht.

Hallo!

Was und warum ist das nicht sinnvoll eine Teilerwerbsminderungsrente zu beantragen .....gut ich habe das etwas falsch formuliert ....der Rehantrag wird in einen Rentenantrag umgewandelt und das Gutachten der Rehaklinik ist ja dann wohl auch aussagekräftig genug!

Um weitere Fragen vorzubeugen ich habe das so in der Reihenfolge hinter mich gebracht und später habe ich dann die volle Rente beantragt und erhalten!

MAX


Eine Teilerwerbsminderungsrente kann man nicht beantragen die wird Festgestellt.

Richtig Groko!

Ich habe amtlich bestätigt bekommen das ich einen Schaden weg habe!

Schön das Sie die Korinthen gefunden haben

Max


Ich habe amtlich bestätigt bekommen das ich einen Schaden weg habe!
Echt jetzt so mit Urkunde und Stempel drauf?
Ich will auch haben!

von
Franziska99

Zitiert von: W*lfgang

Sie sind noch jung an Jahren, so dass leider - nach neuem EM-Recht - kein Berufsschutz mehr möglich ist, sie daher/gesundheitlich/leistungsfähig an den Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes gemessen werden würden.

Was bedeutet das eigentlich? Dass es aus Sicht der DRV ok wäre, mich z.B. als Produktionshelferin oder Reinigungsfrau beschäftigt zu sehen?

Jedenfalls vielen Dank für die hifreichen Antworten!
@EM-Rentnerin: einen GdB von 40 habe ich seit vielen Jahren, die Idee der Gleichstellung ist mir aber noch nie in den Sinn gekommen.

Die medizinische Reha werde ich gegen meine innere Überzeugung durchführen (schade um das schöne Geld) und muss wohl damit leben, Antworten nicht vorweg finden zu können, sondern dem Verfahren seinen Lauf zu lassen.
In meinem Unternehmen gibt es übrigens durchaus Stellen ohne Schichtbetrieb, für die ich aber das Anforderungsprofil nicht erfülle, einige wenige kämen zwar theoretisch in Frage, schrecken mich aber ab - und ein anderer, der sich da wohl fühlt, wo er ist, müsste meinetwegen versetzt werden.

von
Max

Franziska

Sie schreiben doch Ihre Erkrankung hat sich verschlechert ....warum stellen Sie nicht einen Verschlimmerungsantrag im Bezug auf Ihre Schwerbehinderung?

Versuchen würde ich es jedenfalls.....Kündigungschutz und wenn Sie evt. eine Teilrente nach der medz. Reha erhalten könnten Sie Ihren Job ja evt. mit jemdand teilen!

@Groko

Das ist ein grünes Ticket......wenn Sie verstehen was ich meine!

von
W*lfgang

Zitiert von: Franziska99

Zitiert von: W*lfgang

Sie sind noch jung an Jahren, so dass leider - nach neuem EM-Recht - kein Berufsschutz mehr möglich ist, sie daher/gesundheitlich/leistungsfähig an den Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes gemessen werden würden.
bedeutet das eigentlich? Dass es aus Sicht der DRV ok wäre, mich z.B. als Produktionshelferin oder Reinigungsfrau beschäftigt zu sehen?

Ja, aktuelle berufliche/qualifizierte Tätigkeit zählt nicht mehr - auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt fängts mit ungelernten Tätigkeiten an, die Vollzeit (mind. 6 Std. tgl.) ausgeübt werden können. An diesen "einfachen" Tätigkeiten wird Ihr Leistungsvermögen gemessen.

Gruß
w.