Umschulung trotz verlängerter Rente?

von
Ella

Ich bin seit September aus der vollen Em-Rente.
Verlängerung wurde nicht bewilligt.
Habe Widerspruch eingelegt. Zwischenzeitlich wurde mir eine Umschulung bewilligt. Diese hätte am 25.03.20 beginnen sollen ( verschoben wegen Corona)
Am 27.03.20 hatte ich nun die Weiterbewilligung der EM-RENTE bis März 2022 im Briefkasten.
Wie geht's nun weiter?
Rente und Umschulung geht meinen Infos nach nicht.

von
ANNA22

Hallo,
da müssen Sie sich entscheiden, beides geht nicht.
Entweder Sie machen eine Umschulung oder Sie nehmen die Rente.
Viele Grüße
Anna

Experten-Antwort

Hallo Ella,

die beiden Leistungen schließen sich - gemessen an Ihren Anspruchsvoraussetzungen - eigentlich gegenseitig aus, sodass der weitere Bezug einer Rente wegen voller Erwerbsminderung und die zeitgleiche Durchführung einer Umschulung nicht möglich ist.

Vielleich hat sich ja Ihr Rentenversicherungsträger in seinem Bescheid über die Weitergewährung der Rente wegen voller Erwerbsminderung auch zu dem Bescheid über die Bewilligung der Umschulung positioniert?

Ich würde Ihnen empfehlen, sich mit Ihrem Anliegen direkt an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger zu wenden, damit dieser eine Klärung herbeiführen kann.

von
Ella

In Ordnung, aber können Sie mir vielleicht sagen, ob ich die Rente vom September 19 bis zur Beginn der Umschulung annehmen kann.

Es gab bisher keine Positionierung im Bescheid.

Experten-Antwort

Hallo Ella,

ich kann nur nochmal auf meine bereits gegebene Antwort verweisen.

Sofern Ihnen eine Rente wegen voller Erwerbsminderung bewilligt wurde, bedeutet dies, dass Ihr Leistungsvermögen im Hinblick auf den allgemeinen Arbeitsmarkt auf unter 3 Stunden täglich gesunken ist. In diesem Fall macht eine Umschulung dann gar keinen Sinn, weil Sie dafür ein Restleistungsvermögen von mindestens 3 Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt benötigen. Sie sehen also, dass sich diese beiden Leistungen gegenseitig ausschließen. Deshalb kann ich Ihnen nur nochmal empfehlen, sich zur Klärung direkt an Ihren Rentenversicherungsträger zu wenden.