Umwandlung Arbeitsmarktrente in volle EMR auf Grund privaten Gutachtens/Widerspruch gegen befristeten Bewilligungsbescheid

von
Sahara Sommer

Ich bin 46 Jahre alt und erhalte seit 4 Jahren die volle Erwerbsminderungsrente. Zudem habe ich einen GdB 50. Nun ist sie nach Erstantrag in 2015 zum zweiten mal bis 2022 befristet verlängert worden.

Begründung, da die Erwerbsminderung auch auf verschlossenen Arbeitsmarkt beruht. Es wurde Anfang diesen Jahres ein gerichtliches veranlasstes ärztliches Gutachten erstellt, dass nachweist, dass ich dauerhaft nicht mehr in der Lage bin, meinen Beruf auszuüben.

Das Gutachten habe ich mit dem Antrag eingereicht, sowie Unterlagen der behandelnden Ärte. Auch die betreuenden Ärzte haben dies attestiert und die massiv verminderte Leistungsfähigkeit begründet.

Reha Maßnahmen sind ausgeschöpft und haben keine Besserung erreicht, auch laufende Therapien bilden dieses Ergebnis ab.

MEINE FRAGEN:
Macht es Sinn, gegen den Bescheid Widerspruch einzulegen, um eine unbefristet Erwerbsminderungsrente unabhängig von der Arbeitsmarktlage zu erreichen ohne den jetzigen Bescheid zu gefàhrden? Und wie stehen hier die Chancen?

Vielen Dank für Antworten!

von
Fastrentner

Zitiert von: Sahara Sommer
Ich bin 46 Jahre alt und erhalte seit 4 Jahren die volle Erwerbsminderungsrente. Zudem habe ich einen GdB 50. Nun ist sie nach Erstantrag in 2015 zum zweiten mal bis 2022 befristet verlängert worden.

Begründung, da die Erwerbsminderung auch auf verschlossenen Arbeitsmarkt beruht. Es wurde Anfang diesen Jahres ein gerichtliches veranlasstes ärztliches Gutachten erstellt, dass nachweist, dass ich dauerhaft nicht mehr in der Lage bin, meinen Beruf auszuüben.

Das Gutachten habe ich mit dem Antrag eingereicht, sowie Unterlagen der behandelnden Ärte. Auch die betreuenden Ärzte haben dies attestiert und die massiv verminderte Leistungsfähigkeit begründet.

Reha Maßnahmen sind ausgeschöpft und haben keine Besserung erreicht, auch laufende Therapien bilden dieses Ergebnis ab.

MEINE FRAGEN:
Macht es Sinn, gegen den Bescheid Widerspruch einzulegen, um eine unbefristet Erwerbsminderungsrente unabhängig von der Arbeitsmarktlage zu erreichen ohne den jetzigen Bescheid zu gefàhrden? Und wie stehen hier die Chancen?

Vielen Dank für Antworten!

Hier im Forum kann niemand beurteilen, ob es Sinn macht Widerspruch einzulegen und wie die Chancen sind.
Wenn Sie glauben, dass Sie tatsächlich dauerhaft, ohne Aussicht auf Besserung, erwerbsgemindert sind legen Sie Widerspruch ein, sonst eben nicht.
Sie sollten vorher aber mit den Ärzten Ihres Vertrauens Rücksprache halten, damit Ihr Widerspruch medizinisch fundiert ist.

von
S.S.

Die Fragestellung ist, wie man eine Arbeitsmarktrente in eine volle EMR erreicht.
Entsprechendes privates Gutachten und aktuelle ärztliche Unterlagen zur verminderten Leistungsfähigkeit unter 3 Std liegen der DRV vor.

von
Schorsch

Zitiert von: S.S.
Die Fragestellung ist, wie man eine Arbeitsmarktrente in eine volle EMR erreicht.
Entsprechendes privates Gutachten und aktuelle ärztliche Unterlagen zur verminderten Leistungsfähigkeit unter 3 Std liegen der DRV vor.

Sie können nur formlos die Umwandlung in eine volle EM-Rente aus rein medizinischen Gründen beantragen und die vorhandenen Gutachten und Befundberichte bei der DRV einreichen.

Dann wird der sozialmedizinische Dienst der DRV unter Berücksichtigung aller vorliegenden Fakten eine Entscheidung treffen, die sowohl positiv als auch negativ sein kann.

MfG

von
S.S.

Sollte ich dies in Form eines Widerspruchs gegen den Bewilligungsbescheid tun? Die Frist zum Widerspruch läuft in 14 Tagen aus. Oder, wie angeregt, dann formlos mit ärztlichen Unterlagen?
Gefährde ich damit den aktuellen Bescheid oder bleibt dieser nach etwaiger neg. Prüfung bestehen?

von
Positiv

Die Antwort " positiv" von Schorsch soll heißen - die Rentenversicherung kann sie - trotz privater Gutachachen - zu einer erneuten Begutachtung einladen und feststellen dass sie vollkommen gesund sind und wieder voll arbeiten können.

von
KSC

Ob Sie über Ihren Brief "Widerspruch" oder "Überprüfungsantrag" schreiben, können Sie machen wie es Ihnen beliebt........

Und wenn herauskäme, dass die DRV Ihre Gesundheit überprüft und feststellen würde, dass Sie gar nicht mehr EM sind, hätten Sie Pech gehabt (und mit Ihrem Schreiben ein klassisches Eigentor erzielt).

Mehr kann Ihnen das Forum nicht raten.

von
Fortitude one

Zitiert von: Sahara Sommer
Ich bin 46 Jahre alt und erhalte seit 4 Jahren die volle Erwerbsminderungsrente. Zudem habe ich einen GdB 50. Nun ist sie nach Erstantrag in 2015 zum zweiten mal bis 2022 befristet verlängert worden.

Begründung, da die Erwerbsminderung auch auf verschlossenen Arbeitsmarkt beruht. Es wurde Anfang diesen Jahres ein gerichtliches veranlasstes ärztliches Gutachten erstellt, dass nachweist, dass ich dauerhaft nicht mehr in der Lage bin, meinen Beruf auszuüben.

Das Gutachten habe ich mit dem Antrag eingereicht, sowie Unterlagen der behandelnden Ärte. Auch die betreuenden Ärzte haben dies attestiert und die massiv verminderte Leistungsfähigkeit begründet.

Reha Maßnahmen sind ausgeschöpft und haben keine Besserung erreicht, auch laufende Therapien bilden dieses Ergebnis ab.

MEINE FRAGEN:
Macht es Sinn, gegen den Bescheid Widerspruch einzulegen, um eine unbefristet Erwerbsminderungsrente unabhängig von der Arbeitsmarktlage zu erreichen ohne den jetzigen Bescheid zu gefàhrden? Und wie stehen hier die Chancen?

Vielen Dank für Antworten!

Hallo Sahara Sommer,

sie wollen mit allen Mitteln eine unbefristete EMR und das mit 46 Jahren. Glauben Sie ja nicht Sie hätten dann bis zu Ihrer Regelaltersrente (sind ja nur noch 21 Jahre) vor der DRV ruhe. Bedenken Sie das auch eine unbefristete EMR jederzeit überprüft werden kann.
Jetzt haben Sie doch erstmal wieder eine Verlängerung. Ist doch gut. Vielleicht wird beim nächsten Weitergewährungsantrag eine unvorhergesehene unbefristete EMR.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

von
W*lfgang

Zitiert von: S.S.
Sollte ich dies in Form eines Widerspruchs gegen den Bewilligungsbescheid tun? Die Frist zum Widerspruch läuft in 14 Tagen aus. Oder, wie angeregt, dann formlos mit ärztlichen Unterlagen?

Hallo S.S.,

hier gilt der Grundsatz "was will der Bürger/die Bürgerin" nach Erteilung eines Verwaltungsaktes/Rentenbescheid.

Sie sind offensichtlich mit der Entscheidung nicht einverstanden, daher wird auch Ihr 'formloses Begehren auf Überprüfung/ich hab da noch, was sie/die DRV beurteilen sollten' als Widerspruch zu werten/so zu behandeln sein.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Sahara Sommer,

trotz der von Ihnen bereits beim Antrag auf Verlängerung eingereichten Unterlagen sind die Sozialmediziner Ihres zuständigen Rentenversicherungsträgers offenbar zu dem Ergebnis gekommen, dass Sie noch mindestens drei Stunden in irgendeiner arbeitsmarktüblichen Tätigkeit ausführen könnten - Sie also nur teilweise erwerbsgemindert sind. Da sie jedoch keinen Teilzeitarbeitsplatz inne haben und davon ausgegangen wird, dass Sie auch keinen Teilzeitarbeitsplatz erlangen können, wurde Ihnen trotzdem eine volle Erwerbsminderungsrente zuerkannt. Eine solche sogenannte "Arbeitsmarktrente" kann aber immer nur befristet gezahlt werden.
Wenn Sie mit der Beurteilung der Sozialmediziner nicht einverstanden sind und sich für weniger als drei Stunden erwerbsfähig halten, dann steht es Ihnen frei, diesen Umstand mittels Widerspruch oder Überprüfungsantrag prüfen zu lassen. Die Erfolgsaussichten können hier im Forum aber nicht beurteilt werden.