Umwandlung erwerbsminderungsrente in Altersrente

von
wown

Hallo,

ich beziehe seit 01.02.2006 eine volle Erwerbsminderungsrente.
Nun werde ich am 29.12.2008 60. Jahre alt. Da ich seit Juni 2005 schwerbehindert (70 GdB) bin, denke ich, dass meine Rente in eine Altersrente umgewandelt werden kann. Auf die Wartezeit werden bisher 446 Monate angerechnet.
Die Erwerbsminderungsrente wird mit einem Abschlag in Höhe von 10,8 % gezahlt.
Ist der Abschlag bei der Altersrente für Schwerbehinderte in meinem Fall geringer?
Das würde ich gerne wissen.

von
Schiko.

Altersrente für schwerbehinderung mit 60
jahren und ebenfalls 10,8%
abschlag möglich.
Und mit 63 abschlagsfrei, dann brauchen andere nicht
mehr nachgackern.

MfG.

von
JoJo

Warum denn so feindselig; es hat doch gar keiner irgendwas gesagt?
Nur: abschlagsfrei bei 63 Jahren, bei einer EM-Rente mit Abschlag. Wie soll denn das gehen?

JoJo

von
-_-

Für diejenigen Entgeltpunkte, die bereits Grundlage von persönlichen Entgeltpunkten einer früheren Rente waren, bleibt der frühere Zugangsfaktor maßgebend.

Lesen Sie dazu § 77 Abs. 3 SGB 6.

http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__77.html

Nur in sehr seltenen Fällen ergibt sich eine höhere Altersrente, als die bisher bezogene Rente wegen Erwerbsminderung (z. B. wenn noch weitere rentenrechtliche Zeiten zu berücksichtigen sind, die zu über die Bewertung der Zurechnungszeit hinausgehenden zusätzlichen Entgeltpunkten führen), auch weil sich die Bewertung von Zeiten bei einem späteren Rentenbeginn allenfalls verschlechtert.

Die an die Rente wegen Erwerbsminderung anschließende Regelaltersrente wird von Amts wegen gewährt.

Hat ein Versicherter eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit oder eine Erziehungsrente bezogen und beginnt spätestens innerhalb von 24 Kalendermonaten nach Ende des Bezugs dieser Rente erneut eine Rente, werden ihm für diese Rente mindestens die bisherigen persönlichen Entgeltpunkte zugrunde gelegt (Besitzschutzrente).

http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__88.html

Im Normalfall lohnt sich daher die Mühe eines Antrags auf Altersrente nicht. Es würde zwar Altersrente gezahlt, jedoch der gleiche Betrag wie bisher.

von
Schiko.

Ja ja, Jo Jo, sie meinte ich ja nicht, galt ja auch nicht für
die frage von wown, die es
betrifft verstehen dies schon.

Mit 63 meinte ich ja auch nicht die erwerbsmiinder-
ungsrente sondern den um-
stieg mit 50% auf die schwer
behindertenrente.

MfG.

MfG.

von
-_-

"Und mit 63 abschlagsfrei, ..."

Davon träumen sicher noch manche Rentner!

von
Schiko.

Nachgackern war nicht angebracht. entschuldigung
jo. jo, die berichtigung ist be-
rechtigt.

Natürlich, bei umstieg auf
rente schwerbehinderung
bleiben die 10,8% auch mit
63 jahren erhalten.
Wie in der politik, schnell-
schüße bringen nichts.

MfG.

von
-_-

Sie werden mir aber wohl kaum untersagen können, Ihre falsche Auskunft an den Fragesteller durch entsprechende Teilnahme an diesem öffentlichen Forum zu kommentieren und die Entbehrlichkeit des erwogenen Antrags auch zu begründen.

von
Schiko.

Sie haben ja recht.

MfG.

Experten-Antwort

Mit Vollendung des 60. Lebensjahres kann die Rente in eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen umgewandelt werden. Diese wäre dann ohne Abschlag, wenn die Schwerbehinderung bereits zum 16.11.2000 vorgelegen hätte. In diesem Fall ist es unbedingt zu empfehlen, den Umwandlungsantrag rechtzeitig zu stellen.
Ist obengenannter Vertrauensschutz nicht gegeben, ist die Altersrente ebenfalls mit einem Abschlag von 10,8 % belastet.
Aufgrund der Besitzschutzregelung kann die Altersrente nicht geringer als die bisherige Rente wegen Erwerbsminderung werden. Damit kann die Rente im günstigsten Fall nur höher werden.

von
wown

Frage an den Experten!
Ich habe Ihre Antwort nicht ganz verstanden?

Ich bin erst seit Juli 2005 schwerbehindert. Gilt dann auch schon der Abschlag in Höhe von 10,8 %?
Oder gibt es hier gewisse Übergänge?
Danke wown.

von
Rosanna

Ja, den Abschlag von 10,8 % haben Sie leider. Für die Vertrauensschutzregelung (kein Abschlag beim 60. Lebensjahr) MUSSTE am 16.11.2000 eine Schwerbehinderung von mind. 50 % vorliegen.

von
-_-

Er/Sie ist aber erst ... "seit Juni 2005 schwerbehindert (70 GdB)"... und hat daher 10,8% Abschläge. Die hat er/sie auch bei der EM-Rente, möglicherweise sogar etwas weniger (seit 01.02.2006 EM-Rente, 60 Jahre am 29.12.2008), womit sich der Antrag vermutlich erübrigen dürfte und die von Amts wegen zu gewährende Regelaltersrente abgewartet werden kann.