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Umwandlung EU- in Altersrente - wann?

von
Carlo

Grüss Gott!

Ich beziehe seit Mitte 2006 eine befristete, volle EU-Rente. Bin Jahrgang 1954. Habe 50% GdB.
Bis zum EU-Eintritt hatte ich 265 Monate Pflichtbeiträge gezahlt. Weiterhin 94 Monate Ausbildungszeiten. 96 Monate Zurechnungszeit ab EU-Beginn.

Ab wann kann ich ohne negative Auswirkungen auf die Rentenhöhe die EU- in Altersrente umwandeln lassen?
(bereits ab 60 Jahre 8 Monate?)

Gibt es eine Möglichkeit, die 10,8% Rentenabschlag beim Bezug der Altersrente zu vermeiden?

Herzlichen Dank für Antwort!

Karl

von
Hopp

(bereits ab 60 Jahre 8 Monate?)

Gibt es eine Möglichkeit, die 10,8% Rentenabschlag beim Bezug der Altersrente zu vermeiden?

1. ja
2. nein

[/quote]

Experten-Antwort

Da die erforderliche Wartezeit von 35 Jahren vorliegt, kann eine Umwandlung Ihrer EU-Rente in die Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit 60 Jahren und 8 Monaten erfolgen. Es gibt keine negativen Auswirkungen. Allerdings bleibt der Rentenabschlag von 10,8% weiterhin erhalten, da dieser Rentenabschlag bereits in Ihrer EU-Rente ist.

von
Carlo

Vielen Dank für die Antworten, lieber Hopp und lieber Experte!

Eine Zusatzfrage:
Ich überlege i.A. hin und her, was ich mir wohl "verbauen" könnte, sollte ich tatsächlich zum frühestmöglichen Zeitpunkt die Umwandlung beantragen und bewilligt bekommen.
Anders herum: warum wandelt der Gesetzgeber nicht grundsätzlich zum frühestmöglichen Zeitpunkt um?
Mir fällt als einzigstes ein, dass der Gesetzgeber dem EU-Rentner die Möglichkeit offenhalten will, doch noch einmal in den Arbeitsprozess einzusteigen.
Hmm...
Wann werde ich (mit GdB 50) denn "zwangsweise" in die Altersrente überführt? Mit 63 J, 8 M? oder erst mit 65 J, 8 M?
Aktuell entnehme ich den Medien, dass Klagen gegen den Rentenabschlag (demnächst?) zur Entscheidung anstehen.
Sollte wider Erwarten eine Entscheidung zugunsten der Kläger fallen, hätte ich da einen Vorteil, wenn ich noch EU wäre?
Gibt´s tatsächlich keine denkbare Variante, bei der ich den Rentenabschlag vermeiden könnte?

Vielen Dank!
Karl

Experten-Antwort

Ihre EM-Rente wird mit 65 Jahren und 8 Monaten automatisch in die Regelaltersrente umgewandelt. Sie erreichen zu diesem Zeitpunkt auch Ihre sogenannte „Regelaltersgrenze“ und können ab diesem Zeitpunkt unbegrenzt hinzuverdienen. Die Hinzuverdienstgrenze für Ihre volle EM-Rente beträgt zur Zeit monatlich 450 Euro. Wenn Sie jetzt z. B. die Umwandlung der EM-Rente in die Altersrente mit 60 Jahren und 8 Monaten wählen, dann würde sich eine evtl. Beschäftigung nach diesem Zeitpunkt nicht mehr rentensteigernd auswirken. Wenn evtl. Versicherungspflicht wegen einer Pflegtätigkeit vorliegt, trifft dies ebenfalls zu. Die Rentenabschläge für die Altersrenten bzw. die Renten wegen Erwerbsminderung hat das Bundesverfassungsgericht bereits als verfassungsgemäß erklärt. Sie behalten also, wie alle anderen auch, weiterhin Ihren Rentenabschlag. Für alle weiteren Fragen empfehle ich doch eine persönliche Rentenberatung in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. Die Ihrem Wohnort am nächsten gelegene Auskunfts- und Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Beratungsstellen finden" ermitteln.

von
P. Schlimm

Zitiert von: Carlo

Vielen Dank für die Antworten, lieber Hopp und lieber Experte!

Eine Zusatzfrage:
Ich überlege i.A. hin und her, was ich mir wohl "verbauen" könnte, sollte ich tatsächlich zum frühestmöglichen Zeitpunkt die Umwandlung beantragen und bewilligt bekommen.
Anders herum: warum wandelt der Gesetzgeber nicht grundsätzlich zum frühestmöglichen Zeitpunkt um?
Mir fällt als einzigstes ein, dass der Gesetzgeber dem EU-Rentner die Möglichkeit offenhalten will, doch noch einmal in den Arbeitsprozess einzusteigen.
Hmm...
Wann werde ich (mit GdB 50) denn "zwangsweise" in die Altersrente überführt? Mit 63 J, 8 M? oder erst mit 65 J, 8 M?
Aktuell entnehme ich den Medien, dass Klagen gegen den Rentenabschlag (demnächst?) zur Entscheidung anstehen.
Sollte wider Erwarten eine Entscheidung zugunsten der Kläger fallen, hätte ich da einen Vorteil, wenn ich noch EU wäre?
Gibt´s tatsächlich keine denkbare Variante, bei der ich den Rentenabschlag vermeiden könnte?

Vielen Dank!
Karl

Denken sie daran, die Experten die sie hier fragen, sind der verlängerte Arm bzw. Gehilfen derjenigen Leute, welche diese Renten-Vorschriften gemacht haben.

Man kann sich daher teilweise die Antworten auf die eigene Fragen schon selber ausrechnen.

von
Globus

Zitiert von: Carlo

Ihre EM-Rente wird mit 65 Jahren und 8 Monaten automatisch in die Regelaltersrente umgewandelt. Sie erreichen zu diesem Zeitpunkt auch Ihre sogenannte „Regelaltersgrenze“ und können ab diesem Zeitpunkt unbegrenzt hinzuverdienen. Die Hinzuverdienstgrenze für Ihre volle EM-Rente beträgt zur Zeit monatlich 450 Euro. Wenn Sie jetzt z. B. die Umwandlung der EM-Rente in die Altersrente mit 60 Jahren und 8 Monaten wählen, dann würde sich eine evtl. Beschäftigung nach diesem Zeitpunkt nicht mehr rentensteigernd auswirken. Wenn evtl. Versicherungspflicht wegen einer Pflegtätigkeit vorliegt, trifft dies ebenfalls zu. Die Rentenabschläge für die Altersrenten bzw. die Renten wegen Erwerbsminderung hat das Bundesverfassungsgericht bereits als verfassungsgemäß erklärt. Sie behalten also, wie alle anderen auch, weiterhin Ihren Rentenabschlag. Für alle weiteren Fragen empfehle ich doch eine persönliche Rentenberatung in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. Die Ihrem Wohnort am nächsten gelegene Auskunfts- und Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Beratungsstellen finden" ermitteln.

"Die Rentenabschläge für die Altersrenten bzw. die Renten wegen Erwerbsminderung hat das Bundesverfassungsgericht bereits als verfassungsgemäß erklärt."

An sich sind die Rentenabschläge verfassungswidrig.

Da jedoch eine solche Entscheidung für die Rentenkasse eine kaum zu verkraftende Belastung gewesen wäre, blieb den Richtern nur die Alternative, die Abschläge für nicht verfassungswidrig zu erklären.

Immer dann. wo solche Entscheidungen erhebliche Belastungen für die Rentenkasse bringen, können sie davon ausgehen, daß rentenkassenschonende Urteile gefällt werden.

Man hat sogar schon einmal einen Richter des Bundessozialgerichts "kaltgestellt", weil er zu klägerfreundliche Urteile gefällt hat.

von
Carlo

Zitiert von: P. Schlimm

Denken sie daran, die Experten die sie hier fragen, sind der verlängerte Arm bzw. Gehilfen derjenigen Leute, welche diese Renten-Vorschriften gemacht haben.

Man kann sich daher teilweise die Antworten auf die eigene Fragen schon selber ausrechnen.

... ist schon klar.

Wo sind denn aber hier die Antworten der BfA-Experten konkret inkorrekt bzw. in der Sache zu ergänzen?

Gruss
Karl