Umwandlung stationäre AHB in eine stationäre AHB

von
Fr. Verzweifelt

Liebe Experten,
wir hoffen hier auf Antworten, um weitere Entscheidungen für unsere Zukunft treffen zu können. Mein Partner hatte im September 2015 einen Unfall, der schwerwiegende neurologische Ausfälle zur Folge hatte. Nach der Akutbehandlung folgte eine stationäre, neurologische AHB, in der sich mein Partner noch befindet. Anfangs war die KK Kostenträger, mittlerweile ist die RV Kostenträger der stationären AHB. Im KK erhielten wir die Info vom zuständigen Sozialarbeiter, dass eine stationäre AHB, wenn der körperliche Zustand es erlaubt, jederzeit in eine teilstationäre AHB umwandelbar ist. Mittlerweile ist eine Tagesklinik mit einer teilstationären Therapie unser Ziel, da mein Partner deutliche Fortschritte gemacht hat und im Rollstuhl selbständig mobil ist bzw. im Alltag selbständig ist. Hier muss man anführen, dass u.a. der Gleichgewichtsnerv bei dem Unfall verletzt wurde und mein Partner aus diesem Grunde nicht ohne Aufsicht stehen oder laufen darf, da eine starke Sturzgefahr besteht. Der zuständige Stationsarzt unterstützt unsere Vorstellung nicht mit der Begründung, dass er nicht selbständig stehen bzw. laufen kann. Die Klinik, die bei uns in der Nähe ist, erklärte uns, dass das selbständige Aufsuchen der Anwendungen vorhanden sein muss, was schon seit mehreren Wochen der Fall ist. Also erhofften wir uns Hilfe von der RV, die uns nur wieder an den zuständigen Arzt bzw. Sozialarbeiter verwies und meinte, dass die Klinik, wo wir uns informert haben auch keine Vertragsklinik wäre. Zusätzlich wurde uns von Sozielarbeiter, Stationsarzt und Therapeut erklärt, wenn der Antrag auf Tagesklinik abgelehnt wird, wird mein Partner entlassen und er erhält nur punktuelle Anwendungen zu Hause, obwohl er eine gezielte, professionelle, neurologische Therapie benötigt, damit er weiterhin Fortschritte machhen kann und die Erwerbsfähigkeit erhalten bleibt. Mittlerweile sind wir so verunsichert und verzweifelt, weil wir Angst haben, dass die Tagesklinik abgelehnt wird und er nicht mehr die Therapie erhält, die er benötigt. Gleichzeitig ist mein Partner phasenweise so depressiv (?), weil er nur 3-4 Anwendungen am Tag erhält und die restliche Zeit dahin vegetiert. Also auch für seine Psyche wäre eine Tagesklinik wichtig, damit er weiterhin zielstrebig bleibt. Kann die RV die AHB Umwandlung ablehnen und ihn damit nach Hause schicken, das würde dann bedeuten, dass er solange stationär bleiben muss bis sein Gleichgewicht wieder vorhanden ist. Das kann in 4 Wochen sein, aber auch Wochen später. Wir werden von Einem zum Anderen gereicht, doch niemand sagt uns, ob die stationäre AHB weiter geht, wenn die Tagesklinik abgelehnt wird.

Wir danken für Antworten.
Mit freundlichen Grüßen

von
Schade

....aber leider wird Ihnen hier da Forum auch nicht weiterhelfen können, weil keiner von außen vorhersehen kann, wie im vorliegenden Einzelfall entschieden werden wird......

"Kann die DRV die AHB Umwandlung ablehnen?" - Natürlich, bei jedem Antrag ist es grundsätzlich denkbar, dass er abgelehnt wird, genauso wie es denkbar ist dass er bewilligt wird.

Experten-Antwort

Hallo,

die Frage kann nicht beantwortet werden.

Die Entscheidung, ob Ihr Partner zum jetzigen Zeitpunkt für eine ambulante AHB geeignet ist kann nur von den zuständigen Ärzten nach Abwägung aller körperlichen und psychischen Aspekte getroffen werden.

Sollte die ambulante Leistung abgelehnt werden bedeutet dies jedoch nicht das Ende der stationären Leistung. Diese kann bei Bedarf selbstverständlich verlängert werden.

von
Fr. Verzweifelt

Hallo Schade,

danke für die schnelle Antwort. Ja wir wissen, das uns keiner sagen kann, wie die Entscheidung der DRV ausfällt. Jedoch kann die DRV die Tagsklinik ablehnen ohne das dann eine weitere Therapie folgt? Also ihn nach Hause schicken und dann nichts mehr bzw. nur punktuelle Therapie zu Hause? Was nach unserer Meinung die Genesung hindern würde. Oder muss oder kann dann nicht die stationäre Therapie weiter laufen? Für uns wäre das dann nur gezwungener Maßen, da eine stationäre AHB nun wirklich nicht mehr erforderlich ist und ihm auch psychisch nicht gut tut. Jedoch ist eine punktuelle Therapie bei der Schwere der neurologischen Ausfälle zu wenig und eine gezielte neurologische Therapie nötig, was in dieser Tagesklinik möglich ist. Entweder gehen wir das Risiko ein, dass er keine oder nicht ausreichend Therapien erhält oder er verkraftet aus psychischer Sicht die stationäre Situation nicht mehr. Wie soll man sich denn da entscheiden, welchen Antrag wir stellen sollen? Entweder eine Tagesklinik, die kann dann abgelehnt werden oder die Stationäre verlängern, wo ich mich frage, wie lange er das noch erträgt. Müssen wir uns tatsächlich damit abfinden, das wir von seitens der DRV und der Klinik so unter Druck und in Angst versetzt werden, so dass wir nicht den Antrag auf die Tagesklinik stellen, obwohl diese gut für ihn ist, in unserer Nähe liegt, der Transport gesichert ist, er gewillt und ehrgeizig ist, zu genesen. Sind unsere Gesetze so, ist das rechtens? Warum dürfen wir die Therapie nicht in eine teilstationäre umwandeln, das ist doch erlaubt oder nicht?

Mit freundlichen Grüßen

von
Fr. Verzweifelt

Hallo Experte,

auch Ihnen danke für die schnelle Antwort. Der behandelnde Stationsarzt unterstützt uns nicht mit der Begründung, dass er nicht selbständig stehen bzw. laufen kann (dies liegt am verletzten Gleichgewichtsnerv/ sturzgefährdet). Von der Tagesklinik habe ich die Information, dass es erforderlich ist, dass er die Anwendungen selbständig aufsuchen kann, dies ist auch im Rollstuhl möglich, da die Klinik behindertengerecht gebaut ist. Das selbständige Aufsuchen der Anwendungen macht er in der stationären Einrichtung schon seit Wochen. Also ist das für uns kein nachvollziehhbarer Grund uns diese Umwandlung zu verwähren. Außerdem sagte uns der zuständige Stationsarzt," wenn die Psyche nicht mehr mit spielt, dann gibt es da Pillen oder Tropfen gegen". Auch dies kann nicht im Sinne der Betroffenen sein bzw. sind diese Einschätzungen vom Arzt ausreichend, um uns bei der Umwandlung nicht zu unterstützen?

Mit freundlichen Grüßen
Fr. Verzweifelt