Umwandlung von teilweiser EU-Rente in eine Rente für schwerbehinderte Menschen

von
Benjamin Göhringer

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser langjähriger Mitarbeiter erhält seit dem Jahr 2011 eine teilweise Erwerbsunfähigkeitsrente auf Dauer.
Nun sollte er, laut Beratungsstelle, einen Antrag auf Altersrente für schwerbehinderte Menschen stellen. Diesem kam er nun auch nach.
Nun stellt sich für uns die Frage, ob der Mitarbeiter damit nicht schlechter fährt, da er nun mit 10,8% Abschlägen auskommen muss.
Musste er diesen Antrag überhaupt stellen, oder hätte er nicht einfach die bisherige Teil-EU-Rente weiterlaufen lassen können, um dann in ein paar Jahren den entsprechenden Antrag auf Altersrente zu stellen (ohne Abschläge dann)?

Freundliche Grüße

von
W*lfgang

Zitiert von: Benjamin Göhringer
Nun sollte er, laut Beratungsstelle, einen Antrag auf Altersrente für schwerbehinderte Menschen stellen.
Benjamin Göhringer,

hmm ...ohne Kenntnis des Beratungsgesprächs/Empfehlung wird es schwer, das zu ergründen.

Wie ist denn die Beschäftigungssituation/Höhe es Entgelts des MA jetzt? Arbeitet er noch teilweise mit entsprechenden Einkünften? ...oder sind das eher 'Almosen', die ihm in der Summe doch ein höheres mtl. zusichern würden, wenn er z. B. nur noch einen Mini-Job parallel laufen lassen würde?

Empfehlung: den MA das nächste Mal in die Beratungsstelle begleiten (mit seiner Zustimmung natürlich), da hören qualifizierte Ohren mehr, als ein MA dann in unverstandener Kurzform intern weitergibt.

> Musste er diesen Antrag überhaupt stellen

Natürlich nicht. Die Entscheidung zur 'richtige' Renten und der passende Zeitpunkt liegt immer noch beim MA selbst. Lediglich mit Erreichen der Regelaltersgrenze würde die DRV zart nachfragen, wo denn sein Antrag auf Regelaltersrente bleibt.

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Es ist nicht möglich –ohne Kenntnis des Beratungsgesprächs- eine konkrete Auskunft zu geben. Bei der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung ab dem Jahre 2011 ist ja auch schon ein Rentenabschlag beinhaltet, der auch für die Nachfolgerente bleibt. Die evtl.. empfohlene Altersrente für schwerbehinderte Menschen ist zumindest der doppelte Zahlbetrag der bisherigen Rente. Es ist sehr empfehlenswert –wie von W*lfgang bereits erläutert- nochmals ein Beratungsgespräch zu führen. Begleiten Sie, wenn möglich, Ihren Mitarbeiter. Im persönlichen Beratungsgespräch kann man nochmals die Unklarheiten besprechen. Es könnte von der Rentenzahlung her sinnvoll sein, den Antrag auf Altersrente für schwerbehinderte Menschen zu stellen.