Um/Weiterbildung über Rententräger möglich? Jetziger Beruf nicht mehr möglich!

von
herrmeier

Guten Abend,

ich (39) bräuchte bitte einen Rat!

Ich bin seit knapp 1,5 Jahren im Krankenstand. Psychische und leichte rheumatische Probleme.
Werde also bald ausgesteuert.
Habe auf dem Papier noch meinen Job.
Chef hat noch nicht gekündigt.
Reha, Kur und Wiedereingliederung habe ich erfolglos hinter mir.
Bin Kaufmann und sitze den ganzen Tag.

Mein Arzt hat mich nun auf eine Idee gebracht.
Er meinte, ich sollte mir einen anderen beruf suchen. weg vom reinen bürojob hin zu einem job mit mehr bewegung.
er meint ich sollte mich auf der gesundheitsschiene bewegen, da ich durch meine krankheit (rheuma) schon sehr viel wissen habe (gymnastik,ernährung etc.).

fazit: ich soll heilpraktiker lernen!

meine frage:
fördert der rententräger eine umschulung als heilpraktiker???
oder muß ich erst in alg1 fallen?
(habe 12 monate anspruch).

-wer zahlt den lehrgang?
-welche laufenden mtl. unterstützung würde ich erhalten?
-und für wie lange?

ps: ich hoffe keiner glaubt, ich möchte mich auf kosten der allgemeinheit umschulen lassen!
doch komme ich in meinem job nicht mehr klar. bin psychisch total am ende. deshalb suche ich eine beschäftigung welche ich mir zutraue und ich als eigener chef machen kann.

was soll ich machen?
wohin wenden?

danke
herrmeier

von
Chris

Klar zahlt die Rentenversicherung auch berufliche Umschulungen.

Ob das in Ihrem Fall bewilligt wird, bezweifel ich ein wenig.

In einem Forum kann sowas aber nicht geklärt werden. Suchen Sie doch eine Beratungsstelle der Rentenversicherung auf.

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von
Corletto

Sollte ihr Arzt das wirklich
- Umschulung auf Heilpraktiker - ernst gemeint haben, sollten Sie aber ernsthaft über einen Arztwechsel nachdenken.

Ich denke aber eher, ihr Arzt wollte Sie ein bischen auf die
" Schippe " nehmen.

Persönlich bin ich auch psychisch erkrankt und habe mir durch die Erkrankung großes Wissen auf diesem Gebiet erworben - aber auf den Gedanken jetzt Psychologe zu werden bin ich nicht gekommen....

Aber ich könnte auch Orthopäde werden, da ich es am Rücken habe und mich dort auch mittlerweile sehr gut auskenne...

Lassen Sie sich doch nicht so einen komplett blödsinnigen Floh ins Ohr setzen.

Bei Ihnen wird es - aufgrund der geschilderten Krankheitsgechichte - wohl auf eine EM-Rente hinauslauifen.

Nutzen Sie dann diese Zeit der Berentung und werden erstmal wieder gesund - das sind Sie nämlich offensichtlich derzeit nicht.

von
Josef

Hallo Corletto,

mir fällt auf, dass Sie häufig die positiven Ansätze einiger Forumsteilnehmer bereits im Keim ersticken und statt zur Aktivität zur EM-Rente aufmuntern. Wenn jemand noch Energie zu neuen Wegen besitzt und dabei auch von seinem Arzt ermuntert wird, sollten Sie das nicht als Scherz abstempeln.

Im Übrigen, in der Tat ist es so, dass es auch Psychologen gibt, die psychisch erkrankt sind und dennoch ihren Beruf ausüben und damit durchaus erfolgreich sind, weil Sie eben grad Erfahrungswerte besitzen.

Experten-Antwort

Ich schließe mich dem Beitrag von "Chris" an und bitte Sie, einen Beratungstermin zu vereinbaren. Dort kann dann auch abgeklärt werden, ob Sie einen Reha-Antrag oder direkt einen Erwerbsminderungsantrag stellen sollten.
In beiden Fällen, wird bei einem gestellten Antrag im Zuge der Bearbeitung jeweils geprüft, ob nicht die andere Leistung in Frage käme (bei einem gestellten Rentenantrag wir auch die Möglichkeit geprüft, ob nicht eine vorherige Reha-Maßnahme sinnvoll wäre und bei einem gestellten Reha-Antrag, ob sich das Krankheitsbild durch eine Reha-Maßnahme entscheidend verbessern lässt oder eben direkt eine Erwerbsminderungsrente in Frage käme.