Unakzeptable Begutachtungen bzw. unverschämter Gutachter

von
PRK

Guten Abend,

vor gut 2 Wochen musste ich 2 Gutachten zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit wegen Antrag auf EM-Rente über mich ergehen lassen.

Ich wurde von einem externen Neurologen/Psychiater/Psychologen und einem Orthopäden begutachtet.

Vom Orthopäden wurde mir ständig ins Wort gefallen und der Neurologe/Psychiater wurde 2 Mal unverschämt ausfallend zu mir und wollte sogar eine Untersuchung ohne mein Einverständnis erzwingen, die in meine körperliche Unversehrtheit eingriff.

Ich verweigerte mich dieser aus Panik, Angst und Schmerzen und wurde herabwürdigend daraufhin vom GA behandelt.

Weiterhin zwang er mich sehr private und heikle Dinge zu erzählen, Ich bat um vertrauliches Behandeln diesbezüglich und er fauchte mich dann an, was ich mir einbilde, er wäre der Gutachter, ich muss ihm das erzählen und klar, er gibt es zur Bild.

Das war so menschenverachtend und entwürdigend.

Außerdem bin ich der Ansicht, dass eine Untersuchung nicht richtig durchgeführt wurde.
Noch heute gerate ich aus dem Gleichgewicht, wenn ich nur daran zurückdenke.

Wenn ich davon berichte, kommen mir die Tränen. Ich kann seither zusätzlich schlechter einschlafen weil mir das Erlebte so enorm zugesetzt hat.

Ich bekam deshalb eine Therapiestunde bei meiner Fachärztin, um das Erlebte dort zu verarbeiten.

Der Orthopädische Gutachter unterbrach mich ständig , das Gespräch ging derart schnell (40 min.-davon max. 15 min. körperliche Untersuchung) dass ich nicht mehr mitkam und keine Zeit hatte, meine Gedanken zu ordnen.

Er stellte seine Fragen wie aus einem Maschinengewehr geschossen schnell hintereinander und würgte die Beantwortung dann jedes Mal regelrecht nach ca. 3-4 Worten meinerseits ab.

Unabhängig davon was diese Gutachten nun schlussendlich ergeben, möchte ich mich erkundigen ,wo man sich über diesen menschenverachtenden Umgang beschweren kann.

Auf einem Bewertungsportal und auch persönlich erfahren durch eine Person die selber beim Psychiater dort war, habe ich mittlerweile mitbekommen, dass der Psychiater offensichtlich generell so mit Patienten umgeht.

Es ist also davon auszugehen, dass sich bereits mehrere Personen über diesen Arzt bei der DRV oder Ärztekammer beschwert haben.

In der Regel halte ich nicht viel von solchen Portalen, aber selbst meine Fachärztin für Psychosomatische Medizin sagte nach meinen ihr geschilderten Erlebnissen, ich solle das umgehend der DRV melden.

So dürfe man einfach nicht mit Patienten verfahren und es wäre eine Schande für alle anderen Ärzte dieser Fachrichtung und die DRV sollte davon Kenntnis bekommen und so etwas auch prüfend nachgehen.

Ist es sinnvoll, dass ich mich jetzt umgehend beschwere?

Ich habe zwei Gedächtnisprotokolle direkt nach den Begutachtungen geschrieben.

Wohin muss ich mich mit meiner Beschwerde wenden?

Macht es überhaupt Sinn, hier Kraft zu investieren oder ist es von der DRV sogar gewollt, dass ihre Versicherten wie "der letzte Dreck" (sorry für diese Bezeichnung) behandelt und seelisch destabilisiert werden??

Können mir daraus Nachteile in Bezug auf meinen EM-Rentenantrag entstehen?

Ich komme einfach nicht zur Ruhe.
Kann mir jemand dazu etwas sagen?

Danke.

MfG

von
Hudini

Mal ganz ehrlich gesagt,Beschwerden sind eigentlich sinnlos,da Aussage gegen Aussage steht und der Arzt darlegen wird,dass die Provokationen der Patienten zur Untersuchung, besonders in der psychiatrischen Art gehört,damit der Arzt Rückschlüsse aus der Reaktiion der Patienten schließen kann.
Einfach wieder runterkommen und abwarten.Wenn die Gutachten für Sie negativ ausfallen,können Sie gegen die daraus resultierenden Entscheidungen der DRV in Widerspruch und letztendlich auch vor die Sozialgerichte gehen.

von
Herz1952

Hallo PRK

Stellen Sie eine Dienstaufsichtsbeschwerde, ob es hilft ist eine andere Sache.

Ich habe das selbst auch schon erlebt. Die Fragen sind rein suggestiv, besonders die von Psychiatern. Ich hatte 4 DIN A 4 Seiten geschrieben, weil ich bis zur Vorstellung 6 Wochen Zeit hatte. Der Gutachter hat unterstellt, dass ich das in einer Viertelstunde im Wartezimmer geschrieben hätte.

Orthopädie-Gutachten: "Schwamm drüber". Meistens treten die Beschwerden in den 10 Minuten "Schlechtachten" nicht auf.

Oder "Sie können noch 6 Stunden arbeiten im Sitzen, Stehen, "Liegen", Gehen einfache Arbeiten verrichten usw.

Aber Gutachter dürfen leider auch subjektive Urteile fällen, die mit der Realität nicht nichts mehr zu tun haben.

von
Herz1952

Nachtrag:

beim Psychiater konnte ich auch keime Frage direkt beantworten. Das geht vielen Patienten so, und das wird gnadenlos ausgenutzt.

Bei mir kam es aber darauf so wie so nicht mehr an.

von Experte/in Experten-Antwort

Natürlich sind auch Beschwerden über die/bei der Rentenversicherung möglich. Wenn Sie sich mit Ihrem Anliegen an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger wenden (z.B. an die Ihren Rentenantrag bearbeitende Stelle), wird dem in entsprechender Weise auch nachgegangen werden.

von
Ernst H.

ich würde auch ein Beschwerdebrief an die Ärztekammer schreiben.

Es gibt eine Bundesärztekammer, meines Wissens auch Landeärztekammern. Vielleicht nützt auch ein Beschwerdebrief an die kassenärztliche Verrechnungstelle, die diesem Arzt die kassenärztliche Zulassung entziehen könnte. (googeln sie mal, da gibt es Anschriften)

Ob es was nützt ist fraglich. Vielleicht wenn schon viele andere sich über diesen Arzt beschwert haben. Oft halten diese Ärzte aber auch zusammen und bilden Klüngelgemeinschaften oder Alte-Herren-Klubs.

von
ottonormalVerbraucher

Hallo
Ich Empfehle diese Seite für eine Erste Meinung!

http://www.berufserkrankungen-siegerland.de/

Report und so weiter sind zur Zeit Dran am Deutschen Gutachtern WITZ.

von
Seba

Ich habe noch nie was gutes über GA gehört... ich glaube mind.99% sind so wie PRK die beschreibt. Mein GA (Orthop.) hat 1,5 Std. gebraucht, ich hatte die ganze Zeit das Gefühl das er mich nicht ernst nimmt, das er mir nicht glaubt... noch mal möchte ich das nicht machen, es ist tatsächlich entwürdigend.
Paar Monate später habe ich das Gutachten gelesen. Am Anfang paar so Sätze: kein grosser Leidensdruck sichtbar... hat meine Fragen mit lächeln beantwortet usw. Dann kam welche Untersuchungen er gemacht hat und die Befunde. Am Ende die Zusammenfassung und die grosse Überraschung... alles war von ihm erkannt und die Überraschung war, das er noch zusätzlich zwei Sachen bei mir gefunden hat von den ich nichts wusste, und plötzlich hatte ich zwei Diagnosen mehr... Die Empfehlung von ihm dürfte klar sein... Das eine Gutachten hat gereicht für eine unbefristete BU.

von
siegbert

ich würde vorher den Suizid wählen,als mich noch einmal begutachten zu lassen.eigentlich müsste alles mit der Kamera dokumentiert werden.

so glaubt einem eh keiner,was man da erlebt....

habe zwar eine unbefristete rente erhalten,aber werde das nicht noch einmal über mich ergehen lassen...

von
PRK

Ich bedanke mich herzlich über Ihre vielen Antworten. :-)