unbefristete EM-Rente, Zuverdienst, Mindestlohn

von
arbeitender EM-Renter

Hallo,

ich habe einen 450-Euro-Job zur EM-Rente, einerseits brauch ich das Geld, andererseits trägt es auch zu meinem Wohlbefinden bei, weil ich eine sinnvolle Beschäftigung hab und soziale Kontakte.

Nun wird bei uns im Unternehmen diskutiert und überlegt, wie es sich wohl in Zukunft mit den Zuverdienstgrenzen bei EM-Rentern verhält.

Die bei mir vereinbarten Stunden reichen mal mehr oder weniger, um die Arbeit zu schaffen.
Mein AG ist durchaus in der Lage und will es auch tun, den Lohn entsprechend Gesetz anzupassen.
Dann komme ich aber jeden Monat über die 450 Euro.
Stunden reduzieren geht nicht, weil der Arbeitsanfall da ist.

Muss ich kündigen?
Bin ich ein Einzelfall?
Sieht die DRV das Problem?
Werden wir hinzuverdienenden EM-Renter nun Grundsicherung beantragen müssen?
Was ist mit allem, was damit sozial dranhängt (ein bisschen Bestätigung des eigenen Selbst) etc.
Ich hab Angst!

von Experte/in Experten-Antwort

Sollten Sie über die 450 € kommen, dann wird die Erwerbsminderungsrente entsprechend gekürzt.

Ihre Hinzuverdienstgrenze finden sich im Rentenbescheid.

Im Zweifelsfall müssen Sie die Stunden minimieren, so dass Sie unter der 450 € Grenze bleiben.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/.../erwerbsminderungsrentner_ hinzuverdienen.pdf

von
arbeitender EM-Renter

Meine EM-Rente wurde berechnet nach den erwirtschafteten EP.
Daraus ergibt sich die Möglichkeit und Notwendigkeit des Hinzuverdienstes.
Nach sehr langem Suchen, fand ich einen AG der mich trotz all meiner Einschränkungen einstellt.
Stundenanzahl, Arbeitsanfall etc. alles passt.
Dann wird der gesetzliche Mindestlohn, gerade für Geringverdiener erhöht...

Ich kenne die Hinzuverdienstgrenze. Ich wusste aber nicht, dass die Rente um z. B. 50 Euro gekürzt wird, wenn ich 50 Euro über diese Grenze liege.

De facto ist das ja dann eine richtige Rentenkürzung. Da sind wir Bestandsrentner ja ziemlich "vergessen" worden...

Mein AG wird also zukünftig meine Rentenkürzung finanzieren.

von
GroKo

Zitiert von: arbeitender EM-Renter

Meine EM-Rente wurde berechnet nach den erwirtschafteten EP.
Daraus ergibt sich die Möglichkeit und Notwendigkeit des Hinzuverdienstes.
Nach sehr langem Suchen, fand ich einen AG der mich trotz all meiner Einschränkungen einstellt.
Stundenanzahl, Arbeitsanfall etc. alles passt.
Dann wird der gesetzliche Mindestlohn, gerade für Geringverdiener erhöht...

Ich kenne die Hinzuverdienstgrenze. Ich wusste aber nicht, dass die Rente um z. B. 50 Euro gekürzt wird, wenn ich 50 Euro über diese Grenze liege.

De facto ist das ja dann eine richtige Rentenkürzung. Da sind wir Bestandsrentner ja ziemlich "vergessen" worden...

Mein AG wird also zukünftig meine Rentenkürzung finanzieren.


Na dann haste doch keinen Verlust.