Unbefristete EWR und WfBM oder Ähnliches

von
Naturliebhaber

Guten Tag liebe Forums-Mitglieder,

ich bin 52 Jahre alt und beziehe seit 2014 eine unbefristete EWR + GdB 50%.
auf eine psychische Komponente. Je nach Persönlichkeit sind Renten für manche Menschen ein Segen, wiederum für andere doch mehr eine soziale Belastung.
In den letzten Jahren konnte ich feststellen, dass ich mehr der zweiten Kategorie zuzuordnen bin. Monatlich suche ich eine Therapeutin auf, quartalsweise einen Neurologen und beide haben die Feststellung gemacht, dass ich unter diesem Zustand
der Rente erheblich leide. Auch habe ich mir schon frühzeitig ein Ehrenamt gesucht. Jetzt komm ich zu der eigentlichen Frage. Gibt es eine Möglichkeit über eine unbefristete EWR zu einen geschützten Arbeitsplatz zu kommen? WfbM, Integrationsbetriebe oder Ähnliches? Geschützt deshalb, da meine Belastung schwankend ist. Über ein normalen Arbeitsplatz könnte ich das nicht trainieren,
noch schwieriger ist es einen Arbeitgeber zu finden, der mit meiner Thematik umgehen kann.

Vielen Dank für etwaige Auskünfte.

N.

von
Claus

Zitiert von: Naturliebhaber
Guten Tag liebe Forums-Mitglieder,

ich bin 52 Jahre alt und beziehe seit 2014 eine unbefristete EWR + GdB 50%.
auf eine psychische Komponente. Je nach Persönlichkeit sind Renten für manche Menschen ein Segen, wiederum für andere doch mehr eine soziale Belastung.
In den letzten Jahren konnte ich feststellen, dass ich mehr der zweiten Kategorie zuzuordnen bin. Monatlich suche ich eine Therapeutin auf, quartalsweise einen Neurologen und beide haben die Feststellung gemacht, dass ich unter diesem Zustand
der Rente erheblich leide. Auch habe ich mir schon frühzeitig ein Ehrenamt gesucht. Jetzt komm ich zu der eigentlichen Frage. Gibt es eine Möglichkeit über eine unbefristete EWR zu einen geschützten Arbeitsplatz zu kommen? WfbM, Integrationsbetriebe oder Ähnliches? Geschützt deshalb, da meine Belastung schwankend ist. Über ein normalen Arbeitsplatz könnte ich das nicht trainieren,
noch schwieriger ist es einen Arbeitgeber zu finden, der mit meiner Thematik umgehen kann.

Vielen Dank für etwaige Auskünfte.

N.

Unbefristete Erwerbsminderung (EMR) bedeutet Leistungsvermögen unter 3 Stunden und ist leider für den 1. Arbeitsmarkt hinfällig, auch der Integrationsfachdienst (IFD). Eventuell sehe ich für dich den WfBM. Ich habe mich damit abgefunden. Schwerbehinderung und einmal EMR, das warst. Man ist auf dem Abstellgleis.

von
KSC

Auch ich sehe nur die Möglichkeit der Eingliederung in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).

Solche Einrichtungen gibt es in jeder Region in Deutschland, nehmen Sie dort Kontakt auf und klären ob das für Sie eine Alternative sein kann.

Oder Sie suchen sich einen 450 € Job.

Auf dem freien Arbeitsmarkt werden Sie kaum einen Arbeitgeber finden der einen voll erwerbsgeminderten Menschen als neunen Mitarbeiter sucht.

von
Naturliebhaber

Zitiert von: Claus
Zitiert von: Naturliebhaber
Guten Tag liebe Forums-Mitglieder,

ich bin 52 Jahre alt und beziehe seit 2014 eine unbefristete EWR + GdB 50%.
auf eine psychische Komponente. Je nach Persönlichkeit sind Renten für manche Menschen ein Segen, wiederum für andere doch mehr eine soziale Belastung.
In den letzten Jahren konnte ich feststellen, dass ich mehr der zweiten Kategorie zuzuordnen bin. Monatlich suche ich eine Therapeutin auf, quartalsweise einen Neurologen und beide haben die Feststellung gemacht, dass ich unter diesem Zustand
der Rente erheblich leide. Auch habe ich mir schon frühzeitig ein Ehrenamt gesucht. Jetzt komm ich zu der eigentlichen Frage. Gibt es eine Möglichkeit über eine unbefristete EWR zu einen geschützten Arbeitsplatz zu kommen? WfbM, Integrationsbetriebe oder Ähnliches? Geschützt deshalb, da meine Belastung schwankend ist. Über ein normalen Arbeitsplatz könnte ich das nicht trainieren,
noch schwieriger ist es einen Arbeitgeber zu finden, der mit meiner Thematik umgehen kann.

Vielen Dank für etwaige Auskünfte.

N.

Unbefristete Erwerbsminderung (EMR) bedeutet Leistungsvermögen unter 3 Stunden und ist leider für den 1. Arbeitsmarkt hinfällig, auch der Integrationsfachdienst (IFD). Eventuell sehe ich für dich den WfBM. Ich habe mich damit abgefunden. Schwerbehinderung und einmal EMR, das warst. Man ist auf dem Abstellgleis.

Guten Abend Claus,

ja, es ist schon so. Es gibt ja nicht nur die berufliche Integration, was damit verloren geht ist die Gesellschaftliche. Bei meiner damaligen Antragstellung wurde mir gleich die unbefristete EWR bewilligt. Gut getan hätte mir eine Zeitrente.

N.

von
Naturliebhaber

Zitiert von: KSC
Auch ich sehe nur die Möglichkeit der Eingliederung in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).

Solche Einrichtungen gibt es in jeder Region in Deutschland, nehmen Sie dort Kontakt auf und klären ob das für Sie eine Alternative sein kann.

Oder Sie suchen sich einen 450 € Job.

Auf dem freien Arbeitsmarkt werden Sie kaum einen Arbeitgeber finden der einen voll erwerbsgeminderten Menschen als neunen Mitarbeiter sucht.

Guten Abend KSC,

ich nehme gerne Hinweise auf. Gibt es ein Register oder Verzeichnisse gemeldeter
Werkstätten?

N.

von
Claus 2

Als ich diesen Beitrag las, fühlte ich mich sofort angesprochen, aus aktuellem Anlass.
Vor kurzem wurde zur meiner Überraschung eine dauerhafte EM-Rente beschieden. Überraschung daher, dass ich von einer Befristung ausging. Bin in den Anfang 50ern, über 20 Jahre im selben Unternehmen tätig, der Vertrag wird dadurch ohne jegliche Vergütung aufgelöst, soweit so üblich. Evtl. kann nicht jeder nachvollziehen, welches negative Gefühl, welches immer noch anhält, dadurch ausgelöst wurde:
Jetzt kannst/sollst du in Ruhe alt werden und sterben. Es gibt keine Verbindungen mehr, die auf gegenseitiger Verpflichtungen bestehen. Ein Minijob bietet der Arbeitgeber nicht an. Die Chancen woanders 'gebraucht' sein zu wollen, sind ebenfalls sehr gering. Versorgt über die Rentenversicherung mit gleichzeitiger 'Zwangsruhigstellung' auf Dauer. Was tun, wenn man von der Persönlichkeit her, sich nicht für ein soziales Ehrenamt angesprochen fühlt? Ich würde sehr gern Erfahrung in Verbindung mit Arbeit (Minijob ist wohl die unproblematischste Form)gegen Entlohnung und gleichzeitigem sozialen Kontakt haben. Also gebraucht werden und nicht 'verbraucht' werden. Gibt es denn hierfür keinen 'Markt', welche diese Zielgruppe unterstützt? Das ganze Leben gelernt, Schule, Ausbildungen, etc. und auch noch Lust.
Ich spreche hier von meinen ganz persönlichen Gefühlen, die sich schlecht anfühlen.
Ich erwarte nicht, daß dies jeder nachvollziehen kann, jedoch scheine ich damit nicht allein zu sein.

von
Claus

@Naturliebhaber;

Im Internet mal nach WfBM goggeln. Viele wünschen sich eine eine unbefristete EMR - bekommen Sie aber nicht - und andere wiederum möchten eine befristete EMR - bekommen aber dann gleich die unbefristete EMR - . Das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert und manchmal ungerecht. Wie gesagt, ich habe mich damit abgefunden, dass ich nicht mehr gebraucht werde. Ich habe 37 Jahre gearbeitet und dann plötzlich krank. Mein GdB 100 und Frührentner beweist doch, dass das Abstellgleis die beste Alternative ist.

von
Ottokar

Niemand hindert Euch daran eine Tätigkeit aufzunehmen! Entweder ist das Leistungsvermögen so niedrig, dass nichts mehr geht, dann ist die Berentung die einzig richtige Option, oder es geht besser, dann auf zu neuen Ufern! Niemand in D wird zu etwas gezwungen, was er nicht will. Wenn man lieber arbeiten möchte, auf geht's! Was hindert Euch daran? Unterstützung gibt es bei der Agentur für Arbeit, sofern man sich dort meldet und mehr als 15 Stunden die Woche arbeiten kann. Will man weniger, sucht man sich einen Minijob. Dann schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe. Man fühlt sich wieder gebraucht, verdient eigenes Geld, kommt sozial unter Menschen und wenn es rentenunschädlich ist, behält man seine soziale Absicherung dazu. Ich verstehe Euer "Problem" nicht. Und aus irgendeinem Grund habt Ihr ja schließlich die EMR irgendwann selbst beantragt und das Arbeitsverhältnisse bei EM auf Dauer enden, war doch sicher auch nicht unbekannt. Genauso, wie Jobsuche nicht Aufgabe der RV ist.

von
Lustiger Rat

Zitiert von: Ottokar
Niemand hindert Euch daran eine Tätigkeit aufzunehmen! Entweder ist das Leistungsvermögen so niedrig, dass nichts mehr geht, dann ist die Berentung die einzig richtige Option, oder es geht besser, dann auf zu neuen Ufern! Niemand in D wird zu etwas gezwungen, was er nicht will. Wenn man lieber arbeiten möchte, auf geht's! Was hindert Euch daran? Unterstützung gibt es bei der Agentur für Arbeit, sofern man sich dort meldet und mehr als 15 Stunden die Woche arbeiten kann. Will man weniger, sucht man sich einen Minijob. Dann schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe. Man fühlt sich wieder gebraucht, verdient eigenes Geld, kommt sozial unter Menschen und wenn es rentenunschädlich ist, behält man seine soziale Absicherung dazu. Ich verstehe Euer "Problem" nicht. Und aus irgendeinem Grund habt Ihr ja schließlich die EMR irgendwann selbst beantragt und das Arbeitsverhältnisse bei EM auf Dauer enden, war doch sicher auch nicht unbekannt. Genauso, wie Jobsuche nicht Aufgabe der RV ist.

Wenn Sie amtlich keine 15 Stunden in der Woche arbeiten können, dann hilft Ihnen die Agentur für Arbeit absolut nicht. Denn die ist dann für Sie nicht zuständig. Das ist auch so, wenn Sie sich persönlich in der Lage fühlen, diese 15 Stunden in der Woche zu schaffen. Denn nicht Ihre Meinung zählt, sondern immer noch die des sozialmedizinischen Dienstes der DRV.
In dem Fall hilft Ihnen keiner bei der Arbeitssuche. Da heißt es: "Selbst ist der Mann". So und nicht anders ist die Realität.

von
Ottokar

Zitiert von: Lustiger Rat
Zitiert von: Ottokar
Niemand hindert Euch daran eine Tätigkeit aufzunehmen! Entweder ist das Leistungsvermögen so niedrig, dass nichts mehr geht, dann ist die Berentung die einzig richtige Option, oder es geht besser, dann auf zu neuen Ufern! Niemand in D wird zu etwas gezwungen, was er nicht will. Wenn man lieber arbeiten möchte, auf geht's! Was hindert Euch daran? Unterstützung gibt es bei der Agentur für Arbeit, sofern man sich dort meldet und mehr als 15 Stunden die Woche arbeiten kann. Will man weniger, sucht man sich einen Minijob. Dann schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe. Man fühlt sich wieder gebraucht, verdient eigenes Geld, kommt sozial unter Menschen und wenn es rentenunschädlich ist, behält man seine soziale Absicherung dazu. Ich verstehe Euer "Problem" nicht. Und aus irgendeinem Grund habt Ihr ja schließlich die EMR irgendwann selbst beantragt und das Arbeitsverhältnisse bei EM auf Dauer enden, war doch sicher auch nicht unbekannt. Genauso, wie Jobsuche nicht Aufgabe der RV ist.

Wenn Sie amtlich keine 15 Stunden in der Woche arbeiten können, dann hilft Ihnen die Agentur für Arbeit absolut nicht. Denn die ist dann für Sie nicht zuständig. Das ist auch so, wenn Sie sich persönlich in der Lage fühlen, diese 15 Stunden in der Woche zu schaffen. Denn nicht Ihre Meinung zählt, sondern immer noch die des sozialmedizinischen Dienstes der DRV.
In dem Fall hilft Ihnen keiner bei der Arbeitssuche. Da heißt es: "Selbst ist der Mann". So und nicht anders ist die Realität.

Arbeit suchen ist meist eine selbstständige Angelegenheit. Man muss sich nur entscheiden, was man nun eigentlich ist. Erwerbsgemindert oder arbeitsfähig. Erwerbsgemindert arbeitsfähig gibt es im Prinzip nicht,wenn man von Minijob oder auf Kosten der Restgesundheit absieht. Es ist aber durchaus möglich, den Status erwerbsgemindert zu behalten und dabei sogar vollschichtig tätig zu sein. Gab hier schon genügend Beispiele. Was hier moniert wird ist, dass es für Erwerbsgeminderte kein Programm o.ä.gibt,das solche Menschen an eine Tätigkeit heranführt unter Beibehaltung eines Schutzes und die zudem leistungsgerecht wäre. Das aber kann die RV nicht, die kann nur EM feststellen oder ablehnen. Etwas, das erwerbsgeminderte wieder leistungsfähig macht um sie wider an eine Arbeit heranzuführen könnte bspw.eine Reha oder LTA sein. Gibt es ja alles. Kommt die RV aber zu dem Schluß, dass die EM nicht behoben werden sollte, dann müssen sie sich entweder diesem Schicksal fügen, oder selbst tätig werden. Wenn es ohne Unterstützung nicht gelingt einen Job zu finden, Zweizeiler an die RV, dass man die Rente nicht mehr möchte, ab zur AfA und sein Vermittlungsbegehren vortragen mit der Aussage, wieder mehr als 15 Wochenstunden arbeitsfähig zu sein. Wie machen es denn die, welche keine Renten Verlängerung mehr möchten und diese nicht beantragen? Niemand in D kann Ihnen verbieten arbeiten zu wollen!

von
Claus 2

Zitiert von: Ottokar
Zitiert von: Lustiger Rat
Zitiert von: Ottokar
Niemand hindert Euch daran eine Tätigkeit aufzunehmen! Entweder ist das Leistungsvermögen so niedrig, dass nichts mehr geht, dann ist die Berentung die einzig richtige Option, oder es geht besser, dann auf zu neuen Ufern! Niemand in D wird zu etwas gezwungen, was er nicht will. Wenn man lieber arbeiten möchte, auf geht's! Was hindert Euch daran? Unterstützung gibt es bei der Agentur für Arbeit, sofern man sich dort meldet und mehr als 15 Stunden die Woche arbeiten kann. Will man weniger, sucht man sich einen Minijob. Dann schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe. Man fühlt sich wieder gebraucht, verdient eigenes Geld, kommt sozial unter Menschen und wenn es rentenunschädlich ist, behält man seine soziale Absicherung dazu. Ich verstehe Euer "Problem" nicht. Und aus irgendeinem Grund habt Ihr ja schließlich die EMR irgendwann selbst beantragt und das Arbeitsverhältnisse bei EM auf Dauer enden, war doch sicher auch nicht unbekannt. Genauso, wie Jobsuche nicht Aufgabe der RV ist.

Wenn Sie amtlich keine 15 Stunden in der Woche arbeiten können, dann hilft Ihnen die Agentur für Arbeit absolut nicht. Denn die ist dann für Sie nicht zuständig. Das ist auch so, wenn Sie sich persönlich in der Lage fühlen, diese 15 Stunden in der Woche zu schaffen. Denn nicht Ihre Meinung zählt, sondern immer noch die des sozialmedizinischen Dienstes der DRV.
In dem Fall hilft Ihnen keiner bei der Arbeitssuche. Da heißt es: "Selbst ist der Mann". So und nicht anders ist die Realität.

Arbeit suchen ist meist eine selbstständige Angelegenheit. Man muss sich nur entscheiden, was man nun eigentlich ist. Erwerbsgemindert oder arbeitsfähig. Erwerbsgemindert arbeitsfähig gibt es im Prinzip nicht,wenn man von Minijob oder auf Kosten der Restgesundheit absieht. Es ist aber durchaus möglich, den Status erwerbsgemindert zu behalten und dabei sogar vollschichtig tätig zu sein. Gab hier schon genügend Beispiele. Was hier moniert wird ist, dass es für Erwerbsgeminderte kein Programm o.ä.gibt,das solche Menschen an eine Tätigkeit heranführt unter Beibehaltung eines Schutzes und die zudem leistungsgerecht wäre. Das aber kann die RV nicht, die kann nur EM feststellen oder ablehnen. Etwas, das erwerbsgeminderte wieder leistungsfähig macht um sie wider an eine Arbeit heranzuführen könnte bspw.eine Reha oder LTA sein. Gibt es ja alles. Kommt die RV aber zu dem Schluß, dass die EM nicht behoben werden sollte, dann müssen sie sich entweder diesem Schicksal fügen, oder selbst tätig werden. Wenn es ohne Unterstützung nicht gelingt einen Job zu finden, Zweizeiler an die RV, dass man die Rente nicht mehr möchte, ab zur AfA und sein Vermittlungsbegehren vortragen mit der Aussage, wieder mehr als 15 Wochenstunden arbeitsfähig zu sein. Wie machen es denn die, welche keine Renten Verlängerung mehr möchten und diese nicht beantragen? Niemand in D kann Ihnen verbieten arbeiten zu wollen!

Ihre Argumentation ist eine theoretische, entspricht jedoch nicht dem Hauptanliegen des Beitrages.
Ihre Kernaussagen:
- sich entweder diesem Schicksal fügen, oder selbst tätig
werden
- Zweizeiler an die RV, dass man die Rente nicht mehr möchte,
ab zur AfA
- Niemand in D kann Ihnen verbieten arbeiten zu wollen

Die AfA schein sehr erfolgreich mit der Vermittlung Schwerbehinderter zu sein, die die EM-Rente ablehnen. Arbeitgeber warten dringend auf solcher Bewerber (Ironie Ende).

Alles 'verwaltungstechnische Aussagen'.
Ihr mögliches Verständnis ist begrenzt, Perspektivwechsel ebenso. Das ist aber in Ordnung und erlaubt.

Tipps und Erfahrungen über das Erlangen von Minijobs bis 15h/Woche würde ich begrüßen.

von
Clausi

Welche Minijobs? Tipps und Erfahrungen kenne ich nicht. Diese Vorgaben sollte durch/über der DRV erfolgen. Beispiel: Die DRV erteilt- Sie sind voll erwerbsgemindert, können aber noch einige Tätigkeiten nachgehen ( mit klaren Vorgaben ), ohne ihre Erwerbsminderung zu gefährden. Aber das ist doch alles so gewollt, dass man sich gar nicht mehr traut sich eine Stelle zu suchen.

von
Modi1969

Hallo,

seitens der DRV können Sie Hilfe über die bewilligte Rente hinaus nur bekommen, wenn AUSSICHT AUF BESSERUNG der Erwerbsminderung besteht (z.B. durch LTA oder Med. Reha).
Es wird Ihnen daher nix andres übrig bleiben, als eigeninitiativ einen Job (testweise zunächst Minijob) zu suchen, in dem Sie Ihre Arbeitsfähigkeit austesten können. Merken Sie, dass "mehr geht", könnte dann aus Ihrem Minijob ein reguläres Beschäftigungsverhältnis werden mit paralleler Teilrente etc.
Habe dies im Bekanntenkreis erlebt: volle EM (Arbeitsmarktrente) und zunächst 3 Jahre Minijob. Hierdurch wieder Fuß im Arbeitsleben gefasst (regelmäßiger Tagesablauf, steigendes Selbstwertgefühl etc.). Nun -alles weiterhin eigeninitiativ - Teilzeitjob mit 25 Stunden gefunden. Vollrente weg, aber weiterhin noch Teil-EM und Beschäftigung. Hoffnung, bei weiterer Stabilisierung Gesundheit wieder voll Leistungsfähig zu werden..
Hat zwar einige Jahre gedauert, aber jede Reise beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt.
Insofern - nicht aufgeben, verzagen, auf Hilfe (die erstmal nicht kommen wird) warten, sondern selbst aktiv werden.
Sie werden es schaffen...

von
Naturliebhaber

Guten Abend hier im Forum,

dass ich mit meiner Anfrage eine Disskusion angestossen habe, war von mir nicht beabsichtigt. Es zeigt mir aber auch die unterschiedlichen Sichtweisen und Betrachtungen der einzelnen TN. Ich möchte jetzt nicht jede Aussage kommentieren.

@ Claus: Wir mussten den RN-Antrag stellen und dabei schreibe ich ganz bewusst MUSSTEN; kein Aussenstehender hat das Vorstellungsvermögen nachzuvollziehen, was dazu geführt hat. Dazu würde man von Einem viel abverlangen. Das Sie das erleben mussten, ich bin da ganz bei Ihnen uns kann es auch sehr gut nachvollziehen.

Bei mir waren es über die Erkrankung hinaus noch anderweitige schwere Schicksalsschläge und als man nicht mehr konnte, da kam die Trennung eines geliebten Menschen. Ich denke mal, das sollte wohl reichen.

Und trotzdem wollen auch wir zurück in diese Gesellschaft und unseren Platz wieder finden. So wie es hier einige TN salopp anführen...dann einfach mal aus dem Rentenbezug abmelden, und sich dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung zu stellen, ist es dann doch nicht. Ich würde dazu dann mal Tunnel-Blick sagen. Ist aber i.O. mehr kann man dann doch wohl nicht verlangen.

Arbeit ist nicht nur Geld verdienen. Das Geld schafft aber Möglichkeiten am sozialen und kulturellen Leben teil zu nehmen....in der Gemeinschafft seinen Platz zu finden...darüber hinaus sein Leben zu gestalten. Das einem wird alles genommen, sofern er keine auskömmliche Rente hat.

Die Anregung zu einer 450,- Euro Tätigkeit nehme ich natürlich gerne auf; aber in der Realtät einen AG zu finden, dem ich sagen muss, dass ich nach 2,9 Std. wieder nach Hause gehen muss? Auch in 450,- Euro Tätigkeiten wir Flexibilität verlangt.
Das ist die Realität. Letztendlich führt es dann doch nicht zu einer Beschäftigung, obwohl viele gerne diesen Versuch starten würden.

Es wäre sinvoll eine Liste zu den WfBM abrufen zu können. Wer dazu noch eine Auskunft geben kann..wäre ich dankbar. Gefunden habe ich da noch nichts.

Ein schönen Abend, N.

von
Konrad Berta Siegfried

Zitiert von: Naturliebhaber

Es wäre sinvoll eine Liste zu den WfBM abrufen zu können. Wer dazu noch eine Auskunft geben kann..wäre ich dankbar. Gefunden habe ich da noch nichts.

Meine zwanzig-sekündige Suche in einer Suchmaschine unter dem Stichwort "werkstatt für behinderte menschen liste"
führt zu dem Schluss, dass die Agentur für Arbeit ein Verzeichnis der WfbM führt.

Grundlage § 225 SGB XI
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9_2018/__225.html

Zentraler Internetauftritt
https://www.rehadat-wfbm.de/de/

Herunterladbares 600 Seiten starkes Verzeichnis
https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/dok_ba015706.pdf

War jetzt wirklich nicht schwer zu finden.

Experten-Antwort

Hallo Naturliebhaber,

wir können Ihre persönliche Situation in diesem Forum nicht beurteilen.

Wir empfehlen die Kontaktaufnahme mit dem Reha-Berater Ihres Rentenversicherungsträgers zur Abklärung eventueller Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Form einer Maßnahme in einer Werkstatt für Behinderte.