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ungefördert Riestern - Abgeltungssteuer sparen

von Klaus23.03.2008 | 22:17
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10 Antworten

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Hallo, in der aktuellen Focus Money steht ein Bericht, dass man ungeförderte Riester-Verträge zum Steuersparen nutzen kann. Wo steht geschrieben, dass ungeförderte Vertrage in der Auszahlungsphase nicht wie übliche Riester-Verträge zu behandeln sind und somit z.B. das gesamte Kapital auf einmal ausgezahlt werden kann? Ich bin für jeden Hinweis dankbar! MfG Klaus

Antworten der Moderation

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Moderation · 1Ihre Vorsorge

Hallo Klaus,

grundsätzlich können Altersvorsorgeverträge ("Riesterverträge") immer vorzeitig aufgelöst werden, allerdings sind dann die erhaltenen staatlichen Zulagen und Steuervorteile - nicht allerdings die darauf entfallenden Erträge, also Zinsen und Zinseszinsen - zurückzuzahlen, bzw. werden vor Auszahlung einbehalten. (Insofern sind "Riesterverträge" eine recht flexible Anlageform).

Jetzt nehmen wir an, wie in Ihrem Beispiel geschildert, jemand schließt einen "Riestervertrag" ab, ist aber überhaupt nicht förderberechtigt, erhält also weder Zulagen noch Steuervorteile.

Frage: Welche Beträge sollen nun bei Auflösung des "Riestervertrages" einbehalten werden? Antwort: Die Summe der Zulagen und Steuervorteile ist gleich null, also ist der Betrag, der zurückzuzahlen bzw. einzubehalten ebenfalls gleich null, also gelangt das gesamte Kapital zur Auszahlung. (Achtung: in diesem Falle steuerliche Behandlung der Erträge wie bei Kapital-Lebensversicherungsverträgen)

9 Antworten

Schiko.,am 24.03.2008 | 09:30
Kaum vorstellbar wie sie es schildern. Natürlich kann mann auch ohne zulagen die beiträge bis zu den fest- gelegten beträgen steuermindernd geltend machen. Kenne die abhandlung in Focus Money nicht, kann deshalb nichts nachlesen. Meine auch, dies wir in den focusbeilagen auch nicht berichtet- die immer dem focus- beigelegt sind. Könnten sie bitte diese Focusausgabe näher bezeichnen, damit ich den bericht lesen kann. Vielen Dank dafür. Mit freundlichen Grüßen.
Klausam 24.03.2008 | 19:58
Focus Money - Ausgabe 13 / 2008 - Abgeltungssteuer, ich zahle nicht!
Schiko.am 24.03.2008 | 20:13
Danke klaus, sehr freundlich es sind also nicht die kleinen beilagen die immer im focus eingelegt sind. Werde gleich morgen nr.13 kaufen, studieren und meine meinung kuntun. MfG.
?-?am 24.03.2008 | 20:31
muß nicht sein
Schiko.am 26.03.2008 | 09:04
Geld gespart, nummer 13 war gestern nicht mehr vorhanden. Experteneintrag hat aufgeklärt Noch ein hinweis zu der viel gescholtenen anrechnung einer riesterrente. Bekanntlich sinkt ein grund- sicherungsanspruch durch diese anrechnung. Ob es für viele in zwanzig, dreißig jahren die grund- sicherung noch gibt sei dahin gestellt. Kommt dies aber infrage, kann man den vertrag vor renten- beginn auflösen, eigene bei- träge und zinsen bleiben erhalten. MfG.
Klausam 26.03.2008 | 09:13
Allerdings hätte ich in so einem Fall doch noch die gesamte Laufzeit über die Hartz IV Sicherheit, oder? Also wäre es doch nicht unklug, wenn man z.B. eh einen Fondssparplan bedienen will, dies im Riester-Mantel zu tun?!
Schiko.am 26.03.2008 | 09:27
Dagegen kann ich auch nichts sagen, gut gedacht. Mir ist nur schleierhaft, wie man nach zwanzig jahren neben den zulagen auch den steuervorteil zurückfordern will ? MfG.
Maria L.am 26.03.2008 | 10:46
Hallo Klaus, Fondsanlagen im Riester-Mantel sind sicherlich sehr teuer. Nur ein geringer Teil Ihrer Beiträge wird überhaupt in Fonds fließen (wie hoch dieser ist, ändert sich von Jahr zu Jahr und wird Ihnen vermutlich gar nicht mitgeteilt). Von Ihrem Beitrag werden zunächst Abschlußkosten (in den ersten Jahren, was schonmal ein Teil des Zinseszins-Effekts zerstört) und Verwaltungskosten (jährlich, sehr unterschiedlich hoch je nach Unternehmen) abgezogen. Dann geht aber vor allem ein großer Teil Ihres Beitrags auf ein mickrig verzinstes "Sonderkonto" - das ist so berechnet, daß am Ende die Beitragserhaltungsgarantie erfüllt werden kann. Der Rest geht dann in Fonds. Wenn Sie dann noch damit kalkulieren, den Vertrag später mit "schädlicher Verwendung" aufzulösen, kann ich mir nicht vorstellen, daß dabei viel herauskommen kann. Aber natürlich ist die Variante schon wesentlich besser als die festverzinsliche Riester-Variante. Schauen Sie sich mal die Informationen zur Riester-Fonds-Variante hier an: http://www.gegen-altersarmut.de/Riester-Rente-Ruerup-Rente.htm Das ist die Website eines Vermittlers von Fondssparplänen, was nichts daran ändert, daß die Informationen zum großen Teil sehr gut sind. Damit die ZfA später die Zulagen und die Steuervorteile zurückfordern kann, werden sie ganz gewiß einen Datenfriedhof führen, in dem genau diese Daten Jahr für Jahr gespeichert werden. Ich vermute, daß es so funktioniert, denn wie sonst sollte es gehen? D.h. die ZfA hat einen regen Kontakt sowohl mit dem Riester-Anbieter als auch mit dem zuständigen Finanzamt des Riester-Sparers. Gruß, Maria L.
Maria L.am 26.03.2008 | 10:51
Hallo Klaus, ob es bei einem ungeförderten Riester-Vertrag auch einen Hartz IV - Schutz gibt? Ich vermute nicht. Denn der Schutz bezieht sich auch immer nur auf den gesetzlich vorgesehen Beitrag (also die 4% Eigenbeitrag bezogen auf das Vorjahreseinkommen). Wer mehr einzahlt, genießt für die überzahlten Beiträge meines Wissens keinen Schutz. Im Verlaufe dieses Jahres ist mit Angeboten von "Fondssparplänen im Versicherungsmantel" zu rechnen, um die Abgeltungssteuer teilweise zu umgehen. Auch hier wird vermutlich gelten: der vermeintliche Steuervorteil wird teuer erkauft, ob sich das im einzelnen rechnet, muß man vermutlich genau prüfen. Aber Versicherungen können im Rahmen der allgemeinen Freibeträge (die leider lächerlich gering sind) bei Bedarf auch Hartz IV- sicher gemacht werden. Ich hoffe, daß es irgendwann eine gesetzliche Änderung gibt, so daß JEDE Altersvorsorge, egal auf welchem Weg, vor Hartz IV geschützt wird -und zwar in ausreichender Höhe. Aber das trauen sich die Politiker nicht, weil sie glauben, daß zu viele Menschen dann doch vor der Rente ihr Geld verprassen und nachher auf Sozialleistungen angewiesen sind. In anderen Ländern gibt es viel bessere Konzepte für dieses Problem als bei uns - mit Sperrkonten für jeden Bürger, bei denen dann jeder selber entscheiden kann, wie die Altersvorsorge gestaltet wird. Gruß, Maria L.
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