Unklarheit wegen Mindestentgeltunkte/Rentenantrag Vorgehen

von
Spätaussiedlersohn

Meine russischstämmige Mutter möchte (eigentlich) die Schwerbehindertenrente im September beantragen, erste Auszahlung soll bitte sozusagen rechtzeitig für die Silvesterfeier kommen! ;)

Nun geht es darum, ob sie Mindestentgeltpunkte bekommt. Diese Regelung ist sehr schwierig und kompliziert! Ich habe mich aber informiert, und eigentlich müssten die Vorraussetzungen für die Berechnung von Mindestentgeltpunkten dann erfüllt sein. Im Moment sind sie dies noch nicht, was wohl der Grund dafür ist, dass im Rentenbescheid dazu nichts steht, außer dass die Bedingungen noch nicht erfüllt sind, weil keine 35 Jahre voll sind. Auch hat sie noch nicht genug Monate für die Schwerbehindertenrente zusammengekommen, hier hat man sich aber wenigstens die Mühe gemacht, die genaue Anzahl der fehlenden Monate anzugeben und es wurde mal ihr gegenüber erwähnt, die man sie auch mit freiwilligen Beiträgen vollmachen kann.
Bei der Rente nach Mindestentgeltpunkten wurde nicht angegeben, wie viel Monate genau fehlen. Um das nun ganz amtlich und zweifelsfrei festzustellen, wurde vor etwa einem Monat eine Online-Anfrage gestellt, um dies feststellen zu lassen. Doch bis heute kam noch keine Rückmeldung. Wie lange soll man eigentlich noch warten?
Und wie ist vorzugehen, wenn diese Rückmeldung bis zum Termin für den Rentenantrag (Anfang Sept.) noch nicht vorliegt?
Eigentlich ist dann geplant, den Rentenantrag trotzdem zu stellen, und dann mal zu sehen, was dabei rauskommt. Es ist noch zu erwähnen, dass für Oktober und November noch freiwillige Rentenbeiträge und Beiträge des AG für einen versicherungsfreien Minijob hinzukommen. Erst durch diese zwei zusätzlichen Beitragsmonate entsteht der Anspruch die Mindest-EP, wogegen die Mindestversicherungszeit für die Schwerbehindertenrente schon ab Oktober erfüllt ist. Diese wäre dann ca. 100€ niedriger ohne die zusätzliche Höherwertung.
Sollte man Widerspruch einlegen, wenn die Mindest-EP nicht berücksichtigt wurden?

Ich habe übrigens mit einem Tabellendokument eine umfangreiche und detaillierte Proberechnung vorgenommen, in der ich alles berücksichtigt habe, was noch fehlt. Sollte ich diese Probeberechnung dem Widerspruch dann beifügen?

Also der Passus, welcher es unklar macht, ob die "Wartezeit" für die Mindest-EP bereits erfüllt ist, findet sich (eigentlich nur) hier:
https://www.haufe.de/personal/haufe-personal-office-platin/jansen-sgbvi-262-mindestentgeltpunkte-bei-geringem-arbeitsentgelt_idesk_PI42323_HI533663.html

Und zwar folgender Abschnitt:
"Hierzu zählen (vgl. §§ 54 ff.)
sämtliche Beitragszeiten (vollwertige Beiträge ebenso wie beitragsgeminderte Zeiten) einschließlich Kindererziehungszeiten, MIT AUSNAHME der in § 55 Abs. 1 Satz 3 genannten – auf § 70 Abs. 3a beruhenden – Zeiten,[...]"

von
Siehe hier

Hallo Spätaussiedlersohn,
auch wenn Sie Ihre Fragen - etwas umformuliert - hier immer wieder neu einstellen, werden Sie nicht viel andere Auskünfte erhalten, als Ihnen zu Ihren Beiträgen vom 4.6. und vom 10.6.2020 schon gegeben wurden.

Dort wurde Ihnen z.B. auch schon mitgeteilt, dass Sie mit Vollmacht Ihrer Mutter auch den Antragstermin im September wahrnehmen können, da Ihre Mutter ohnehin Verständigungsschwierigkeiten hat.

Oder Sie stellen den Antrag online. Welche Unterlagen Sie dafür benötigen, wird im Laufe des Online-Prozesses angemerkt und am Ende zusammengefasst.
Sie können diesen Antrag auch schon "im Probelauf" ausfüllen, Sie können ihn dann abspeichern ohne ihn tatsächlich schon abzusenden.

Fehlende Zeiten, die wegen verloren gegangener Unterlagen nicht mehr dokumentiert werden können, müssen glaubhaft gemacht werden.
Auch dies wird aber beim Online-Antrag an den entsprechenden Stellen erklärt.

Auch dass die Mindestwertberechnungen erst erfolgen können, wenn die 35 Jahre 'abgelaufen' sind, wurde Ihnen bereits mitgeteilt.

Hier im Forum kann man Ihnen also nicht viel weiter helfen, egal wie Sie es drehen und wenden.

Vielleicht sollten Sie sonst tatsächlich auch die Mitgliedschaft in einem Sozialverband erwägen um dort weitere Hilfe und Unterstützung bei der Antragstellung zu erhalten.

Und dass evtl. die Zahlung nicht tatsächlich schon zu Sylvester erfolgt, weil doch noch etwas fehlt, auch das wurde bereits ausführlich erklärt und Ihnen Alternativen aufgezeigt. Die zustehenden Beträge werden dann nachbezahlt.

Und ansonsten hilft Ihnen vielleicht auch die Broschüre schon mal weiter:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/aussiedler_und_ihre_%20rente.html

Alles Gute!

von
Nicht zu glauben

Sind Sie vergesslich oder einfach nur unverschämt oder haben Sie nachts um 01.45 Uhr einfach nur Schlafstörungen?
Ihre Fragen wurden im Juni, obwohl Sie dort schon eine erstaunliche Beratungsresistenz bewiesen haben, umfangreich erörtert.
Wer dies nachvollziehen möchte, kann sich aus Ihren Fragen von Anfang Juni und den dazu erfolgten Antworten gern selbst ein Bild machen.
Ihr selbst erstelltes Tabellendokument interessiert bei der Rentenversicherung niemanden.
Daher kann man Ihnen nur raten, tun Sie, was Sie tun wollen und lernen Sie daraus aber melden Sie sich nicht stets aufs Neue mit Ihren „Ansichten“ zur Bewertung von Mindestentgeltpunkten, die Sie anscheinend noch immer nicht verstanden haben oder eher nicht verstehen wollen.
Daher viel Erfolg bei Ihrem Widerspruch, aber lassen Sie es hier im Forum jetzt auch mal gut sein.

von
von Chy

Zitiert von: Spätaussiedlersohn
Meine russischstämmige Mutter möchte (eigentlich) die Schwerbehindertenrente im September beantragen, erste Auszahlung soll bitte sozusagen rechtzeitig für die Silvesterfeier kommen! ;)

Nun geht es darum, ob sie Mindestentgeltpunkte bekommt. Diese Regelung ist sehr schwierig und kompliziert! Ich habe mich aber informiert, und eigentlich müssten die Vorraussetzungen für die Berechnung von Mindestentgeltpunkten dann erfüllt sein. Im Moment sind sie dies noch nicht, was wohl der Grund dafür ist, dass im Rentenbescheid dazu nichts steht, außer dass die Bedingungen noch nicht erfüllt sind, weil keine 35 Jahre voll sind. Auch hat sie noch nicht genug Monate für die Schwerbehindertenrente zusammengekommen, hier hat man sich aber wenigstens die Mühe gemacht, die genaue Anzahl der fehlenden Monate anzugeben und es wurde mal ihr gegenüber erwähnt, die man sie auch mit freiwilligen Beiträgen vollmachen kann.
Bei der Rente nach Mindestentgeltpunkten wurde nicht angegeben, wie viel Monate genau fehlen. Um das nun ganz amtlich und zweifelsfrei festzustellen, wurde vor etwa einem Monat eine Online-Anfrage gestellt, um dies feststellen zu lassen. Doch bis heute kam noch keine Rückmeldung. Wie lange soll man eigentlich noch warten?
Und wie ist vorzugehen, wenn diese Rückmeldung bis zum Termin für den Rentenantrag (Anfang Sept.) noch nicht vorliegt?
Eigentlich ist dann geplant, den Rentenantrag trotzdem zu stellen, und dann mal zu sehen, was dabei rauskommt. Es ist noch zu erwähnen, dass für Oktober und November noch freiwillige Rentenbeiträge und Beiträge des AG für einen versicherungsfreien Minijob hinzukommen. Erst durch diese zwei zusätzlichen Beitragsmonate entsteht der Anspruch die Mindest-EP, wogegen die Mindestversicherungszeit für die Schwerbehindertenrente schon ab Oktober erfüllt ist. Diese wäre dann ca. 100€ niedriger ohne die zusätzliche Höherwertung.
Sollte man Widerspruch einlegen, wenn die Mindest-EP nicht berücksichtigt wurden?

Ich habe übrigens mit einem Tabellendokument eine umfangreiche und detaillierte Proberechnung vorgenommen, in der ich alles berücksichtigt habe, was noch fehlt. Sollte ich diese Probeberechnung dem Widerspruch dann beifügen?

Also der Passus, welcher es unklar macht, ob die "Wartezeit" für die Mindest-EP bereits erfüllt ist, findet sich (eigentlich nur) hier:
https://www.haufe.de/personal/haufe-personal-office-platin/jansen-sgbvi-262-mindestentgeltpunkte-bei-geringem-arbeitsentgelt_idesk_PI42323_HI533663.html

Und zwar folgender Abschnitt:
"Hierzu zählen (vgl. §§ 54 ff.)
sämtliche Beitragszeiten (vollwertige Beiträge ebenso wie beitragsgeminderte Zeiten) einschließlich Kindererziehungszeiten, MIT AUSNAHME der in § 55 Abs. 1 Satz 3 genannten – auf § 70 Abs. 3a beruhenden – Zeiten,[...]"

Haben Sie auch eine Tabellendokument mit umfangreiche und detaillierte Proberechnung vorgenommen wie wenig ihre Mutter in Deutschland eingezahlt hat und trotzdem eine viel höhere Rente bekommt als jemals in Russland?
Mehr Dankbarkeit wäre auch mal schön.

von
Rita

Zitiert von: Spätaussiedlersohn
Meine russischstämmige Mutter möchte (eigentlich) die Schwerbehindertenrente im September beantragen, erste Auszahlung soll bitte sozusagen rechtzeitig für die Silvesterfeier kommen! ;)

Soll das ein nachträglicher Aprilscherz sein???

Ich würde auch so gerne manches beantragen und bitteschön soll es dann für meinen geplanten Urlaub pünktlich zur Verfügung stehen. << Ironie>>

Ich habe längere Zeit ehrenamtlich in einer sozialen Einrichtung gearbeitet, daher kommen mir "Forderungen von russischen Aussiedlern" sehr bekannt vor. Diese wussten immer, an welche Behörden, Einrichtungen und Vereine sie sich mit ihren "Wünschen und Forderungen" wenden müssen.

Bin keinesfalls gegenüber ausländischen Mitbürgern negativ eingestellt, aber mal bitte etwas Dankbarkeit zeigen dafür, dass nichts in die Sozialsysteme eingezahlt wurde udn trotzdem Leistungen bezogen werden können.

von
Jonny

Zitiert von: Spätaussiedlersohn

Ich habe übrigens mit einem Tabellendokument eine umfangreiche und detaillierte Proberechnung vorgenommen, in der ich alles berücksichtigt habe, was noch fehlt.


Na dann beschäftigen Sie sich doch mal mit der Grundrente und dem Zuschlag für langjährig Versicherte. Dafür braucht es doch nur 33 Jahre. Vielleicht bringt das ja noch mehr,

von
Wahnsinn

Kann man diesen Troll nicht endlich stoppen und ganz einfach sperren ??
Man kann es nicht mehr hören und lesen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

von
W°lfgang

Zitiert von: Spätaussiedlersohn
Bei der Rente nach Mindestentgeltpunkten wurde nicht angegeben, wie viel Monate genau fehlen

Hallo Spätaussiedlersohn,

'diese' 35 Jahre für die "Mindestentgeltpunkte bei geringem Arbeitsentgelt" sind etwas tricky/grundsätzlich nur/meist bei Spätaussiedlern - warum nur?/betrifft ja die Zeiten von 1992 ...können Sie nur auf besondere Nachfrage bei der DRV in Erfahrung bringen, was bei diesen speziellen 35 Jahren noch fehlt.

Aus einer aktuell schriftlich angeforderten Rentenauskunft _mit_ allen Berechnungsanlagen ließe sich das auch ermitteln ...wenn man's kann :-)

Gruß
w.

von
Spätaussiedlersohn

Zitiert von: Siehe hier
Hallo Spätaussiedlersohn,

Fehlende Zeiten, die wegen verloren gegangener Unterlagen nicht mehr dokumentiert werden können, müssen glaubhaft gemacht werden.
Auch dies wird aber beim Online-Antrag an den entsprechenden Stellen erklärt.

Auch dass die Mindestwertberechnungen erst erfolgen können, wenn die 35 Jahre 'abgelaufen' sind, wurde Ihnen bereits mitgeteilt.

Hier im Forum kann man Ihnen also nicht viel weiter helfen, egal wie Sie es drehen und wenden.

Vielleicht sollten Sie sonst tatsächlich auch die Mitgliedschaft in einem Sozialverband erwägen um dort weitere Hilfe und Unterstützung bei der Antragstellung zu erhalten.

Und dass evtl. die Zahlung nicht tatsächlich schon zu Sylvester erfolgt, weil doch noch etwas fehlt, auch das wurde bereits ausführlich erklärt und Ihnen Alternativen aufgezeigt. Die zustehenden Beträge werden dann nachbezahlt.


Wenn sie sich auf Beitragszeiten beziehen, hier gab es zwei Monate, wo fehlerhafte Angaben vorliegen, aber um dies zu berichtigen, sind Lohnquittungen/SV-Heft-Belege vorhanden. Ich hoffe, diese reichen aus?

Ansonsten wüsste ich nicht, was"an Silvester" noch fehlen sollte...

von
Spätaussiedlersohn

Zitiert von: W°lfgang
Zitiert von: Spätaussiedlersohn
Bei der Rente nach Mindestentgeltpunkten wurde nicht angegeben, wie viel Monate genau fehlen

Hallo Spätaussiedlersohn,

'diese' 35 Jahre für die "Mindestentgeltpunkte bei geringem Arbeitsentgelt" sind etwas tricky/grundsätzlich nur/meist bei Spätaussiedlern - warum nur?/betrifft ja die Zeiten von 1992 ...können Sie nur auf besondere Nachfrage bei der DRV in Erfahrung bringen, was bei diesen speziellen 35 Jahren noch fehlt.

Aus einer aktuell schriftlich angeforderten Rentenauskunft _mit_ allen Berechnungsanlagen ließe sich das auch ermitteln ...wenn man's kann :-)

Gruß
w.

Also nur bei Spätaussiedlern soll diese Berechnung/Feststellung "tricky" sein? Wie das? Beschäftigungszeiten in Russland/Rumänien/Kasachstan etc. zählen doch hierfür ganz normal mit, oder nicht?

Also, um noch mal den strittigen Punkt zu erwähnen, wo ich oben aus dem Rechtsportal Haufe.de verlinkt habe: Die Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung werden ja auf jeden komplett mitgezählt (=10 Jahre)? Also auch für Zeiten, wo gleichzeitig solche Beitragszeiten vorliegen, die hier nicht zur Erreichung der 35 Jahre zählen? Also wenn in der selben Zeit ein Tatbestand vorliegt, der nicht mitzählt und ein anderer, der aber zählt? Wird dann zugunsten des Versicherten entschieden?
Ich habe diesen Passus mit der "Ausnahme" nur bei Haufe.de gefunden, nicht im offiziellen Gesetz, auch nicht bei den Arbeitsanweisung der DRV.

Und eine Anfrage an die DRV wurde ja gestellt, um eine ganz klare Auskunft zu erhalten. Das war vor etwa einem Monat, aber es kam noch keine Rückmeldung. Der Antrag auf freiwillige Versicherung wurde schneller beantwortet.
Mit welchen Fristen kann man hier rechnen? Zwei Monate? Drei? Noch länger? Es wäre halt wichtig, dass darauf bis Anfang September eine Antwort erfolgt...

von
Spätaussiedlersohn

Zitiert von: von Chy
Zitiert von: Spätaussiedlersohn
Meine russischstämmige Mutter möchte (eigentlich) die Schwerbehindertenrente im September beantragen, erste Auszahlung soll bitte sozusagen rechtzeitig für die Silvesterfeier kommen! ;)

Nun geht es darum, ob sie Mindestentgeltpunkte bekommt. Diese Regelung ist sehr schwierig und kompliziert! Ich habe mich aber informiert, und eigentlich müssten die Vorraussetzungen für die Berechnung von Mindestentgeltpunkten dann erfüllt sein. Im Moment sind sie dies noch nicht, was wohl der Grund dafür ist, dass im Rentenbescheid dazu nichts steht, außer dass die Bedingungen noch nicht erfüllt sind, weil keine 35 Jahre voll sind. Auch hat sie noch nicht genug Monate für die Schwerbehindertenrente zusammengekommen, hier hat man sich aber wenigstens die Mühe gemacht, die genaue Anzahl der fehlenden Monate anzugeben und es wurde mal ihr gegenüber erwähnt, die man sie auch mit freiwilligen Beiträgen vollmachen kann.
Bei der Rente nach Mindestentgeltpunkten wurde nicht angegeben, wie viel Monate genau fehlen. Um das nun ganz amtlich und zweifelsfrei festzustellen, wurde vor etwa einem Monat eine Online-Anfrage gestellt, um dies feststellen zu lassen. Doch bis heute kam noch keine Rückmeldung. Wie lange soll man eigentlich noch warten?
Und wie ist vorzugehen, wenn diese Rückmeldung bis zum Termin für den Rentenantrag (Anfang Sept.) noch nicht vorliegt?
Eigentlich ist dann geplant, den Rentenantrag trotzdem zu stellen, und dann mal zu sehen, was dabei rauskommt. Es ist noch zu erwähnen, dass für Oktober und November noch freiwillige Rentenbeiträge und Beiträge des AG für einen versicherungsfreien Minijob hinzukommen. Erst durch diese zwei zusätzlichen Beitragsmonate entsteht der Anspruch die Mindest-EP, wogegen die Mindestversicherungszeit für die Schwerbehindertenrente schon ab Oktober erfüllt ist. Diese wäre dann ca. 100€ niedriger ohne die zusätzliche Höherwertung.
Sollte man Widerspruch einlegen, wenn die Mindest-EP nicht berücksichtigt wurden?

Ich habe übrigens mit einem Tabellendokument eine umfangreiche und detaillierte Proberechnung vorgenommen, in der ich alles berücksichtigt habe, was noch fehlt. Sollte ich diese Probeberechnung dem Widerspruch dann beifügen?

Also der Passus, welcher es unklar macht, ob die "Wartezeit" für die Mindest-EP bereits erfüllt ist, findet sich (eigentlich nur) hier:
https://www.haufe.de/personal/haufe-personal-office-platin/jansen-sgbvi-262-mindestentgeltpunkte-bei-geringem-arbeitsentgelt_idesk_PI42323_HI533663.html

Und zwar folgender Abschnitt:
"Hierzu zählen (vgl. §§ 54 ff.)
sämtliche Beitragszeiten (vollwertige Beiträge ebenso wie beitragsgeminderte Zeiten) einschließlich Kindererziehungszeiten, MIT AUSNAHME der in § 55 Abs. 1 Satz 3 genannten – auf § 70 Abs. 3a beruhenden – Zeiten,[...]"

Haben Sie auch eine Tabellendokument mit umfangreiche und detaillierte Proberechnung vorgenommen wie wenig ihre Mutter in Deutschland eingezahlt hat und trotzdem eine viel höhere Rente bekommt als jemals in Russland?
Mehr Dankbarkeit wäre auch mal schön.

Ernsthaft?! Für eine Armutsrente soll man noch dankbar sein? Meine Mutter musste sich in Deutschland unter Wert verkaufen. Ohne Ehegatten könnte sie gleich zum Sozialamt gehen...
Da bekäme sie das gleiche, wie wenn sie gar nicht gearbeitet hätte, weder in Deutschland noch in der ehemaligen Sowjetunion.

von
Spätaussiedlersohn

Zitiert von: Jonny
Zitiert von: Spätaussiedlersohn

Ich habe übrigens mit einem Tabellendokument eine umfangreiche und detaillierte Proberechnung vorgenommen, in der ich alles berücksichtigt habe, was noch fehlt.


Na dann beschäftigen Sie sich doch mal mit der Grundrente und dem Zuschlag für langjährig Versicherte. Dafür braucht es doch nur 33 Jahre. Vielleicht bringt das ja noch mehr,

Da bei dieser Pseudo-Grundrente ja keine Zeiten einer (nichtbetrieblichen) Ausbildung auf einer Fachschule mitzählen (in der SU war das normal!) geschweige denn Zeiten der Arbeitslosigkeit, bestenfalls noch Ersatzzeiten, kann man das vergessen!
Und diese Gleitzone ist sowieso ein Witz, und bringt eigentlich nur Leuten was, denen vielleicht 2 oder 3 Monate zu den 35 J. fehlen.
Bei 33 Jahren wird nur hochgewertet, wenn der Durchschnitt zwischen 0,3 und 0,4 EP liegt, und dann gibt 0,4 EP. Das ist doch lächerlich. Wenn schon, dann hätte man es so gestalten können, dass der Zuschlag prozentual gestaffelt wird in dieser Gleitzone. So bringt sie nur manchen Hilfsarbeitern etwas, die zufällig gerade so die 33 J. erreichen, die bekommen dann einen minimalen Aufschlag. Bestenfalls vielleicht 100€ dazu zu den 400€, wie in dem Beispiel auf der Seite des Arbeitsministeriums. Das macht den Braten nun auch nicht fett.

von
Spätaussiedlersohn

Zitiert von: Jonny
Zitiert von: Spätaussiedlersohn

Ich habe übrigens mit einem Tabellendokument eine umfangreiche und detaillierte Proberechnung vorgenommen, in der ich alles berücksichtigt habe, was noch fehlt.


Na dann beschäftigen Sie sich doch mal mit der Grundrente und dem Zuschlag für langjährig Versicherte. Dafür braucht es doch nur 33 Jahre. Vielleicht bringt das ja noch mehr,

Da bei dieser Pseudo-Grundrente ja keine Zeiten einer (nichtbetrieblichen) Ausbildung auf einer Fachschule mitzählen (in der SU war das normal!) geschweige denn Zeiten der Arbeitslosigkeit, bestenfalls noch Ersatzzeiten, kann man das vergessen!
Und diese Gleitzone ist sowieso ein Witz, und bringt eigentlich nur Leuten was, denen vielleicht 2 oder 3 Monate zu den 35 J. fehlen.
Bei 33 Jahren wird nur hochgewertet, wenn der Durchschnitt zwischen 0,3 und 0,4 EP liegt, und dann gibt 0,4 EP. Das ist doch lächerlich. Wenn schon, dann hätte man es so gestalten können, dass der Zuschlag prozentual gestaffelt wird in dieser Gleitzone. So bringt sie nur manchen Hilfsarbeitern etwas, die zufällig gerade so die 33 J. erreichen, die bekommen dann einen minimalen Aufschlag. Bestenfalls vielleicht 100€ dazu zu den 400€, wie in dem Beispiel auf der Seite des Arbeitsministeriums. Das macht den Braten nun auch nicht fett.

von
Achtung

Zitiert von: Spätaussiedlersohn
Zitiert von: Jonny
Zitiert von: Spätaussiedlersohn

Ich habe übrigens mit einem Tabellendokument eine umfangreiche und detaillierte Proberechnung vorgenommen, in der ich alles berücksichtigt habe, was noch fehlt.


Na dann beschäftigen Sie sich doch mal mit der Grundrente und dem Zuschlag für langjährig Versicherte. Dafür braucht es doch nur 33 Jahre. Vielleicht bringt das ja noch mehr,

Da bei dieser Pseudo-Grundrente ja keine Zeiten einer (nichtbetrieblichen) Ausbildung auf einer Fachschule mitzählen (in der SU war das normal!) geschweige denn Zeiten der Arbeitslosigkeit, bestenfalls noch Ersatzzeiten, kann man das vergessen!
Und diese Gleitzone ist sowieso ein Witz, und bringt eigentlich nur Leuten was, denen vielleicht 2 oder 3 Monate zu den 35 J. fehlen.
Bei 33 Jahren wird nur hochgewertet, wenn der Durchschnitt zwischen 0,3 und 0,4 EP liegt, und dann gibt 0,4 EP. Das ist doch lächerlich. Wenn schon, dann hätte man es so gestalten können, dass der Zuschlag prozentual gestaffelt wird in dieser Gleitzone. So bringt sie nur manchen Hilfsarbeitern etwas, die zufällig gerade so die 33 J. erreichen, die bekommen dann einen minimalen Aufschlag. Bestenfalls vielleicht 100€ dazu zu den 400€, wie in dem Beispiel auf der Seite des Arbeitsministeriums. Das macht den Braten nun auch nicht fett.

Na sie „Rentenexperte“ müssen es ja wissen. Sie schaffen es mit Ihren Beiträgen immer wieder mich und vermutlich auch andere, die hier oft im Forum unterwegs sind, zum Lachen zu bringen.
Ihnen ist anscheinend nichts peinlich.

Experten-Antwort

Zitiert von: Spätaussiedlersohn

Im Moment sind sie dies noch nicht, was wohl der Grund dafür ist, dass im Rentenbescheid dazu nichts steht, außer dass die Bedingungen noch nicht erfüllt sind, weil keine 35 Jahre voll sind. Auch hat sie noch nicht genug Monate für die Schwerbehindertenrente zusammengekommen, hier hat man sich aber wenigstens die Mühe gemacht, die genaue Anzahl der fehlenden Monate anzugeben und es wurde mal ihr gegenüber erwähnt, die man sie auch mit freiwilligen Beiträgen vollmachen kann. Bei der Rente nach Mindestentgeltpunkten wurde nicht angegeben, wie viel Monate genau fehlen. Um das nun ganz amtlich und zweifelsfrei festzustellen, wurde vor etwa einem Monat eine Online-Anfrage gestellt, um dies feststellen zu lassen. Doch bis heute kam noch keine Rückmeldung. Wie lange soll man eigentlich noch warten?

Hallo Spätaussiedlersohn,

die Wartezeit für die Mindestentgeltpunkte ist dieselbe wie für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen. Die in der Rentenauskunft ausgewiesene Anzahl der fehlenden Monate für die Wartezeit der Altersrente entspricht also der Anzahl der fehlenden Monate für die Wartezeit bei den Mindestentgeltpunkten. Eine konkrete Berechnung der Mindestentgeltpunkte ist erst möglich, wenn die Wartezeit tatsächlich erfüllt ist.

Zitiert von: Spätaussiedlersohn

Und wie ist vorzugehen, wenn diese Rückmeldung bis zum Termin für den Rentenantrag (Anfang Sept.) noch nicht vorliegt?
Eigentlich ist dann geplant, den Rentenantrag trotzdem zu stellen, und dann mal zu sehen, was dabei rauskommt. Es ist noch zu erwähnen, dass für Oktober und November noch freiwillige Rentenbeiträge und Beiträge des AG für einen versicherungsfreien Minijob hinzukommen. Erst durch diese zwei zusätzlichen Beitragsmonate entsteht der Anspruch die Mindest-EP, wogegen die Mindestversicherungszeit für die Schwerbehindertenrente schon ab Oktober erfüllt ist. Diese wäre dann ca. 100€ niedriger ohne die zusätzliche Höherwertung.
Sollte man Widerspruch einlegen, wenn die Mindest-EP nicht berücksichtigt wurden?

Im Rahmen der Rentenbewilligung wird in jedem Fall geprüft, on Mindestentgeltpunkte zu ermitteln sind. Ob Sie ggf. Widerspruch einlegen, ist Ihre Entscheidung. Eventuell sollten sie sich dazu den Rat eines Fachmanns einholen.
Zitiert von: Spätaussiedlersohn

Ich habe übrigens mit einem Tabellendokument eine umfangreiche und detaillierte Proberechnung vorgenommen, in der ich alles berücksichtigt habe, was noch fehlt. Sollte ich diese Probeberechnung dem Widerspruch dann beifügen?

Nachdem Ihre manuelle Berechnung gegenüber der maschinellen Berechnung der DRV zu Ungunsten Ihrer Mutter ausfällt, macht das wohl wenig Sinn.
Zitiert von: Spätaussiedlersohn

Die Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung werden ja auf jeden komplett mitgezählt (=10 Jahre)? Also auch für Zeiten, wo gleichzeitig solche Beitragszeiten vorliegen, die hier nicht zur Erreichung der 35 Jahre zählen? Also wenn in der selben Zeit ein Tatbestand vorliegt, der nicht mitzählt und ein anderer, der aber zählt? Wird dann zugunsten des Versicherten entschieden?

Wenn in einem Kalendermonat eine Zeit liegt, die nicht auf die Wartezeit anrechenbar ist, aber im selben Monat auch eine auf die Wartezeit anrechenbare Zeit liegt, wird der Kalendermonat bei der Wartezeit berücksichtigt.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
nachdenklich

Mein Gott, wendet der Mann Zeit und Energie bei dem Bemühen auf, die höchstmöglichste Rente von der deutschen RV für seine Mutter herauszuholen. Egal wie!
Zu beachten und zu "bewundern" ist zudem sein Blick auf die ihr hier in DE gebotenen Möglichkeiten und "Geschenke"

Toll, da freut man sich als langjährlicher Beitragszahler so richtig.

von
Fazit

Zitiert von: nachdenklich
Mein Gott, wendet der Mann Zeit und Energie bei dem Bemühen auf, die höchstmöglichste Rente von der deutschen RV für seine Mutter herauszuholen. Egal wie!
Zu beachten und zu "bewundern" ist zudem sein Blick auf die ihr hier in DE gebotenen Möglichkeiten und "Geschenke"

Toll, da freut man sich als langjährlicher Beitragszahler so richtig.

Ob seine Bemühungen erfolgreich sind, steht aber auf einem anderen Blatt.

von
Spätaussiedlersohn

Zitiert von: Experte
Zitiert von: Spätaussiedlersohn

Im Moment sind sie dies noch nicht, was wohl der Grund dafür ist, dass im Rentenbescheid dazu nichts steht, außer dass die Bedingungen noch nicht erfüllt sind, weil keine 35 Jahre voll sind. Auch hat sie noch nicht genug Monate für die Schwerbehindertenrente zusammengekommen, hier hat man sich aber wenigstens die Mühe gemacht, die genaue Anzahl der fehlenden Monate anzugeben und es wurde mal ihr gegenüber erwähnt, die man sie auch mit freiwilligen Beiträgen vollmachen kann. Bei der Rente nach Mindestentgeltpunkten wurde nicht angegeben, wie viel Monate genau fehlen. Um das nun ganz amtlich und zweifelsfrei festzustellen, wurde vor etwa einem Monat eine Online-Anfrage gestellt, um dies feststellen zu lassen. Doch bis heute kam noch keine Rückmeldung. Wie lange soll man eigentlich noch warten?

Hallo Spätaussiedlersohn,

die Wartezeit für die Mindestentgeltpunkte ist dieselbe wie für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen. Die in der Rentenauskunft ausgewiesene Anzahl der fehlenden Monate für die Wartezeit der Altersrente entspricht also der Anzahl der fehlenden Monate für die Wartezeit bei den Mindestentgeltpunkten. Eine konkrete Berechnung der Mindestentgeltpunkte ist erst möglich, wenn die Wartezeit tatsächlich erfüllt ist.


Das ist nicht korrekt. Es zählen z.B. Wartezeitmonate versicherungsfreie Minijobs für die Schwerbehindertrente mit, für die Errreichung der Wartezeit für die Mindestentgeltpunkte jedoch nicht. Falls das aber tatsächlich die einzige Ausnahme darstellen sollte, so bin ich (relativ) beruhigt.

Zitiert von: Spätaussiedlersohn

Ich habe übrigens mit einem Tabellendokument eine umfangreiche und detaillierte Proberechnung vorgenommen, in der ich alles berücksichtigt habe, was noch fehlt. Sollte ich diese Probeberechnung dem Widerspruch dann beifügen?

Nachdem Ihre manuelle Berechnung gegenüber der maschinellen Berechnung der DRV zu Ungunsten Ihrer Mutter ausfällt, macht das wohl wenig Sinn.[/quote]
Nein, wieso sollte diese Berechnung zu Ungunsten meiner Mutter ausfallen? Es wurde hier für den Zeitpunkt Dezember 2020 gerechnet, d.h. ich habe die Mindest-EP mitberücksichtigt, dies auch in der Gesamtleistungsbewertung etc.

von
Spätaussiedlersohn

Zitiert von: Achtung
Zitiert von: Spätaussiedlersohn
Zitiert von: Jonny
Zitiert von: Spätaussiedlersohn

Ich habe übrigens mit einem Tabellendokument eine umfangreiche und detaillierte Proberechnung vorgenommen, in der ich alles berücksichtigt habe, was noch fehlt.


Na dann beschäftigen Sie sich doch mal mit der Grundrente und dem Zuschlag für langjährig Versicherte. Dafür braucht es doch nur 33 Jahre. Vielleicht bringt das ja noch mehr,

Da bei dieser Pseudo-Grundrente ja keine Zeiten einer (nichtbetrieblichen) Ausbildung auf einer Fachschule mitzählen (in der SU war das normal!) geschweige denn Zeiten der Arbeitslosigkeit, bestenfalls noch Ersatzzeiten, kann man das vergessen!
Und diese Gleitzone ist sowieso ein Witz, und bringt eigentlich nur Leuten was, denen vielleicht 2 oder 3 Monate zu den 35 J. fehlen.
Bei 33 Jahren wird nur hochgewertet, wenn der Durchschnitt zwischen 0,3 und 0,4 EP liegt, und dann gibt 0,4 EP. Das ist doch lächerlich. Wenn schon, dann hätte man es so gestalten können, dass der Zuschlag prozentual gestaffelt wird in dieser Gleitzone. So bringt sie nur manchen Hilfsarbeitern etwas, die zufällig gerade so die 33 J. erreichen, die bekommen dann einen minimalen Aufschlag. Bestenfalls vielleicht 100€ dazu zu den 400€, wie in dem Beispiel auf der Seite des Arbeitsministeriums. Das macht den Braten nun auch nicht fett.

Na sie „Rentenexperte“ müssen es ja wissen. Sie schaffen es mit Ihren Beiträgen immer wieder mich und vermutlich auch andere, die hier oft im Forum unterwegs sind, zum Lachen zu bringen.
Ihnen ist anscheinend nichts peinlich.

Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich gebe nur den Inhalt des Grundrentengesetzes wieder, welches ich mir durchgelesen habe.

von
Spätaussiedlersohn

Zitiert von: nachdenklich
Mein Gott, wendet der Mann Zeit und Energie bei dem Bemühen auf, die höchstmöglichste Rente von der deutschen RV für seine Mutter herauszuholen. Egal wie!
Zu beachten und zu "bewundern" ist zudem sein Blick auf die ihr hier in DE gebotenen Möglichkeiten und "Geschenke"

Toll, da freut man sich als langjährlicher Beitragszahler so richtig.

Finden sie das etwa unmoralisch, zu versuchen, auf legalem wege(!) die höchstmögliche Rente für sich oder seine Lieben herauszuschlagen? ^^

Und ich sehe auch nicht, wo und inwiefern man hier etwas geschenkt bekäme...bestenfalls bekommt man eine Entschädigung.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass meine Mutter zudem, als anerkannte Heimatvertriebene (i.S. von Nachkomme eines Vertriebenen) nach ihrer Ankunft fast 20 000 DM Entschädigungsgeld bekam? Ich hoffe, sie werden grün vor Neid....;)

Ihr Vater sowie ihre Mutter waren nämlich als Volksdeutsche insd Deutsche Reich eingebürgert worden, nachdem sie beim Rückzug der Wehrmacht aus der Ukraine evakuiert worden sind. Nach dem Krieg wurden sie aber wieder nach Russland deportiert...