Unterbrechung einer versicherungspflichtigen Beschäftigung

von
Penner

Ich bin ohne Anspruch auf Leistungen arbeitslos und habe mich deshalb nicht beim Arbeitsamt gemeldet.
Nun wollte ich mich zwecks Anrechnungszeiten beim Amt melden und man sagte mir, dass ich keine Anrechnungszeiten bekomme, weil keine versicherungspflichtige Beschäftigung unterbrochen wird.
Genügt ein einziger Beitrag( 1Tag vp arbeiten) und dieses Bedingung ist erfüllt?
Wie sieht es aus, wenn ich kurzfristig geringfügig arbeite und auf die Versicherungspflicht verzichte? Bekomme ich dann wieder Anrechnungszeiten wegen Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug anerkannt?

von
F U N

Hallo Penner,
grundsätzlich genügt 1 Tag versicherungspflichtige Tätigkeit um den Unterbrechungstatbestand her zu leiten.
Auch eine geringfügige Beschäftigung (Minijob) mit Verzicht auf der Versicherungsfreiheit führt zu einer späteren Anerkennung von ALO-Zeiten ohne Leistungsbezug.
Voraussetzung hierfür ist lediglich, dass die Meldung bei der AfA unmittelbar , spätestens aber im Folgemonat, vorgenommen wird.

Damit ihnen nicht wieder gleiches widerfährt, sollten sie mal ein Gespräch in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der DRV aufsuchen, um zu klären wie denn ihre bisherige Versicherungsbiografie sich darstellt.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Penner,

die Antwort von FUN ist grundsätzlich zutreffend. Ich möchte jedoch ergänzend noch auf zwei Dinge besonders hinweisen:

1. Damit nach der (geringfügigen mit Verzicht auf die Versicherungsfreiheit) versicherungspflichtigen Beschäftigung eine Anrechnungszeit anerkannt werden kann, ist es erforderlich, dass die Arbeitslosigkeit unterbrochen wurde. Es ist also eine Abmeldung bei der AfA und eine neue Anmeldung nach Beendigung der Beschäftigung erforderlich.

2. Bei einer kurzfristigen (geringfügigen) Beschäftigung, die vertraglich oder aufgrund Ihrer Eigenart von vornherein auf nicht mehr als 2 Monate oder 50 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt ist, ist ein Verzicht auf die Versicherungsfreiheit nicht möglich! Eine solche Beschäftigung reicht damit nicht aus, um nach der Beschäftigung wieder Anrechnungszeiten wegen Arbeitslosigkeit zu erhalten.