Unterschied befristete EM-Rente-unbefristete EM-Rente

von
Karin Weber

Ich bin ausgesteuert, habe ALG1 beantragt.Dies wurde genehmigt. Allerdings muß ich innerhalb eines Monats eine Reha beantragen. Datiert ist das Schreiben vom 2. Juli. Ich habe allerdings eh schon einen Termin bei der Stadt um EM-Rente zu beantragen
Wenn ich also am 15. Juli EM-Rente beantrage und diese mir befristet oder unbefristet gewährt wird, gilt dann das Datum der Antragstellung für den Zeitpunkt des Rentenbeginns? Oder ist der Zeitpunkt des Krankheitsbeginns maßgeblch. Wie wird ggf der Zeitpunkt des Eintritts der Erwerbsminderung ermittelt? Gibt es einen Unterschied bei befristeter und unbefristeter Rente? Da ich immer wieder unterschiedliche Auskünfte bekommen, bitte ich Sie mir dazu die §§ zu nennen

von
=//=

Der Rentenbeginn richtet sich bei einer unbefristeten Rente nach § 99 Abs. 1 Sozialgesetzbuch VI:

Beispiel:

Leistungsfall der EM = 07.07.2014
Rentenantrag gestellt bis spätestens 31.10.2014 > Rentenbeginn Folgemonat 01.08.2014

Gleicher Leistungsfall, Rentenantrag gestellt am 05.11.2014 > Rentenbeginn Antragsmonat 01.11.2014

Wird im Rentenverfahren eine Erwerbsminderung festgestellt, kommt es darauf an, zu welchem Zeitpunkt der Sozialmediziner den Leistungsfall festlegt. Dies kann der Beginn der Arbeitsunfähigkeit, eine Operation, das Datum der ärztlichen Begutachtung (falls erforderlich) oder das Rentenantragsdatum sein.

Bei der Dauerrente gilt immer § 99 Abs. 2 SGB VI.

Renten wegen Erwerbsminderung sind grundsätzlich auf Zeit, also befristet zu zahlen, es sei denn, eine Besserung des Gesundheitszustandes/Leistungsvermögens ist unwahrscheinlich.

Dann richtet sich der Rentenbeginn nach § 101 Abs. 1 SGB VI. Die Rente wird dann ab Beginn des 7. Kalendermonats geleistet, längstens für 3 Jahre nach Rentenbeginn.

Beispiel:

Leistungsfall der EM: 15.02.2014

R.-Antrag gestellt: 05.06.2014

Rentenbeginn = 01.09.2014 (Rentenantrag rechtzeitig gestellt vor Rentenbeginn!) - längstens 31.08.2017.

Es gibt noch verschiedene andere Beispiele und Konstellationen, die ich mir aber hier "erspare". Ich denke, das Grundprinzip ist erkennbar.

von
=//=

Der Rentenbeginn richtet sich bei einer unbefristeten Rente nach § 99 Abs. 1 Sozialgesetzbuch VI:

Beispiel:

Leistungsfall der EM = 07.07.2014
Rentenantrag gestellt bis spätestens 31.10.2014 > Rentenbeginn Folgemonat 01.08.2014

Gleicher Leistungsfall, Rentenantrag gestellt am 05.11.2014 > Rentenbeginn Antragsmonat 01.11.2014

Wird im Rentenverfahren eine Erwerbsminderung festgestellt, kommt es darauf an, zu welchem Zeitpunkt der Sozialmediziner den Leistungsfall festlegt. Dies kann der Beginn der Arbeitsunfähigkeit, eine Operation, das Datum der ärztlichen Begutachtung (falls erforderlich) oder das Rentenantragsdatum sein.

Bei der Dauerrente gilt immer § 99 Abs. 2 SGB VI.

Renten wegen Erwerbsminderung sind grundsätzlich auf Zeit, also befristet zu zahlen, es sei denn, eine Besserung des Gesundheitszustandes/Leistungsvermögens ist unwahrscheinlich.

Dann richtet sich der Rentenbeginn nach § 101 Abs. 1 SGB VI. Die Rente wird dann ab Beginn des 7. Kalendermonats geleistet, längstens für 3 Jahre nach Rentenbeginn.

Beispiel:

Leistungsfall der EM: 15.02.2014

R.-Antrag gestellt: 05.06.2014

Rentenbeginn = 01.09.2014 (Rentenantrag rechtzeitig gestellt vor Rentenbeginn!) - längstens 31.08.2017.

Es gibt noch verschiedene andere Beispiele und Konstellationen, die ich mir aber hier "erspare". Ich denke, das Grundprinzip ist erkennbar.

von Experte/in Experten-Antwort

Der Eintritt der Erwerbsminderung wird im ärztlichen Gutachten durch den medizinischen Dienst festgelegt. Hierbei können unterschiedliche Anhaltspunkte maßgebend sein (OP, Tag der Untersuchung, Tag des Rentenantrags etc.).
Der Rentenbeginn hängt dann auch davon ab, ob die Rente unbefristet oder befristet bewilligt wurde.
Unbefristete Renten beginnen gem. § 99 Abs. 1 S. 1 SGB VI mit dem Monat zu dessen Beginn die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, wenn Sie innerhalb von 3 Kalendermonaten beantragt werden.
Bsp.: Leistungsfall: 08.07.2014, Antrag bis spätestens 31.10.2014.
Bei späterer Antragstellung ist als Rentenbeginn der Antragsmonat maßgebend.
Befristete Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden gem. § 101 Abs. 1 SGB VI nicht vor Beginn der 7. Kalendermonats nach Eintritt der Minderung der Erwerbsfähigkeit geleistet.