Urlaubsabgeltung bei Tod Arbeitnehmers

von
Gabriele Vogt

Sehr geehrte Damen und Herren,
ein Arbeitnehmer verstirbt nach längerer Krankheit und seine Witwe stellt jetzt an den Arbeitgeber den Anspruch auf Auszahlung des verbliebenen Urlaubes. (lt. EuGH-Urteil 12.06.2014)
Wie muss das in der Sozialversicherung behandelt werden? Ist diese Urlaubsabgeltung beitragsfrei für die Witwe oder sind hierauf ganz normale Sozialversicherungsbeiträge vom Arbeitgeber einzubehalten? Werden diese dann der Witwe bescheinigt oder noch dem Verstorbenen zugeschrieben?

von
Jonas

Hallo

Seit wann war der Arbeitnehmer AU?

Wann ist er verstorben?

Wann wurde der Antrag auf Abgeltung gestellt?

MfG

Jonas

von
Gabriele Vogt

AN war seit Ende 2012 in AU
verstorben am Mittwoch 23.07.2014
Antrag der Witwe beim Arbeitgeber Donnerstag 24.07.2014

MfG
Gabriele

Experten-Antwort

Urlaubsabgeltungen, die Arbeitnehmer für nicht in Anspruch genommenen Urlaub erhalten, gelten als Arbeitsentgelt. Beitragsrechtlich stellen sie eine Einmalzahlung dar und sind im Monat der Auszahlung der Beitragspflicht zu unterwerfen. Urlaubsabgeltungen, die wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses gezahlt werden, sind beitragsrechtlich ebenfalls als Einmalzahlung zu behandeln und dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum zuzuordnen.

Tarifverträge bzw. Betriebsvereinbarungen sehen z. T. vor, dass Urlaubsabgeltungen nach dem Tod des Arbeitnehmers an den Ehegatten bzw. die unterhaltsberechtigten Angehörigen gezahlt werden. In diesen Fällen handelt es sich um einen originären Anspruch der Hinterbliebenen gegenüber dem Arbeitgeber des Verstorbenen. Nach Auffassung der Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger ist diese Zahlung beitragsfrei in der Sozialversicherung.

von
Gabriele Vogt

Die Auszahlung war nicht in einem Vertrag geregelt, die Witwe beruft sich da nur auf die neue Gesetzeslage.
Trotzdem beitragsfrei?

Gabriele

von
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Fragen Sie bei der zuständigen Einzugstelle (Krankenkasse) nach.