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VBL Extra

von Hans19.03.2007 | 16:08
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6 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Guten Tag liebe Experten. Ich überlege, ob ich die VBL Extra für meine Altersvorsorge nutze. Dabei ist mir aufgefallen, dass die versprochenen Leistungen (insbesonere bei Rentenzahlung) im Vergleich zu privaten Angeboten (z.B.Riesterrente) sehr hoch sind. Die Werte sind teilweise doppelt so hoch. Das macht mich doch etwas stutzig. Wie kann das sein? Sind die Garantien wirklich echt oder können diese nachträglich verändert werden? Gruß, Hans

Antworten der Moderation

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2
Moderation · 1Ihre Vorsorge

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir über die Rendite eines Produktes keine Aussage machen können. Wenden Sie sich bitte unmittelbar an ide VBL.

Moderation · 2Ihre Vorsorge

Hallo Hans,

der Unterschied zu den genannten Gesellschaften ist, dass die VBL keine Aktiengesellschaft sondern eine Pensionskasse ist, die für sich selbst keine Gewinne erwirtschaftet oder an die Aktionäre ausschüttet. Daher ist die Kostenstruktur relativ günstig, jedenfalls besser als bei jedem anderen privaten Anbieter. Erwirtschaftete Erträge werden an die Versicherten gezahlt.

Der große Nachteil ist, dass die VBL-Extra – obwohl ausschließlich mit eigenem Geld finanziert – eine betriebliche Altersvorsorge ist und daher im Leistungsfall die Rente voll der Verbeitragung zur Kranken- und Pflegeversicherung unterliegt. Wie die Beitragspflicht zur Krankenversicherung in Zukunft ist, kann heute niemand sagen.

DN vermutet, dass ohne weiteres später auch auf andere private Vorsorgeleistungen KV-Beiträge erhoben werden können.

Meiner Meinung bringt die pessimistische Einstellung von Amadé auch niemanden weiter. Man kann sich sicher ärgern, wenn durch Steuern oder Beiträge ein Teil der Rente abgezogen wird. Bei jeder Form der Alterssicherung – und mag sie aus heutiger Sicht noch so attraktiv sein – besteht die Möglichkeit, dass diese Attraktivität im Vergleich zu anderen Modellen später verloren geht. Dieser Gefahr sollte sich jeder bewusst sein. Jede Altersvorsorge ist über einen sehr langen Zeithorizont zu betrachten.

Doch was ist die Alternative? Bei allen Unzulänglichkeiten und Ungerechtigkeiten ist eine Vogel-Strauß-Politik sicher das Falscheste. Nichts zu tun und allein auf die Fürsorge des Staates angewiesen zu sein, ist sicher nicht der richtige Weg.

4 Antworten

Peteram 19.03.2007 | 16:35
"Die Garantierente wird - über die Altersfaktoren abweichend von der Pflichtversicherung - auf der Basis des Zinssatzes von 2,75 % ermittelt. Zusätzlich steht den Versicherten nach Eintritt des Versicherungsfalls ein Gewinnzuschlag in Höhe von 20 % zu. Dieser Gewinnzuschlag kann aus rechtlichen Gründen jedoch nicht garantiert werden." Quelle: www.vbl-extra.de Peter
Ulla Schmidtam 19.03.2007 | 16:50
Das Produkt der VBL ist ein SEHR gutes Produkt. ABER!!! Grottenschlecht und hinterhältig ist der Gesetzgeber. Der benachteiligt nämlich Riester-Sparer, die auf Betrieblichem Wege “vorsorgen” gegenüber den Riester-Sparern, die bei einem privaten Anbieter abschließen. Wenn Sie Mitglied in einer Gesetzlichen Krankenversicherung sind, ist es in der Regel nicht ratsam, bei einem Betrieblichen Anbieter einen Riester-Vertrag abzuschließen, weil im Betriebsrentenfall die monatlich zu zahlende Rente dann mit dem VOLLEN Beitragssatz zur Kranken- und mit dem VOLLEN Beitragssatz der Pflegeversicherung belegt wird. Das können bald so ca. 18 bis 20 schlanke % sein! Die rund 20% Verlust bei der Rente kann kein Anbieter per anno je erwirtschaften! Lohnend kann die Geschichte nur sein, wenn Sie nicht sehr alt werden oder in wenigen Jahren voll erwerbsgemindert sein werden, da Sie bei der VBL OHNE Gesundheitsprüfung Erwerbsminderungsschutz sowie Hinterbliebenenschutz vereinbaren können. Dann “freut” sich entweder Ihre potentielle Witwe oder aber Sie freuen sich über die Erwerbsminderungsrente aus derVBLextra. Noch ein Hinweis: Die VBLextra-Rente darf nur gewährt werden, wenn Sie auch einen Anspruch auf Gewährung von Rente aus der Gesetzlichen Rentenversicherung haben!!! Das Produkt ist also an die Gewährung einer Gesetzlichen Rente gekoppelt. Klartext: Schäuble, Mißfelder, Glos, Raffelhüschen usw. haben schon ausgeführt, dass bei der Rente mit 67 noch lange nicht Schluss ist. Bei einer weiteren Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf das zum Beispiel sehr freundliche Lebensalter von 70 (siehe Mißfelder), kann auch die VBLextra -Rente erst ab diesem Zeitpunkt gewährt werden. Die VBL muss dann die Vertragsbedingungen nach Satzungsrecht einfach ändern. Eine Anpassung der derzeit gültigen Satzung wird schon vorbereitet. Ehe Sie voreilig unterschreiben, drucken Sie diesen Beitrag aus, legen diesen bei der VBL vor und fragen nach, ob es sich also verhält. Vorab können Sie sich aber auch schon hier von dieser “Sauerei” überzeugen. http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de11388&SID=r6oirduBeKT… Grüße von Amadé
DNam 20.03.2007 | 09:37
Ich habe die starke Befürchtung, dass in Zukunft das gesamte Einkommen (also auch Riester-Renten bei privaten Anbietern) der Beitragspflicht in der KV unterliegt. Die Benachteiligung der VBL-Extra in Bezug auf die Verbeitragung in der KV erübrigt sich dadurch.
Amadéam 20.03.2007 | 13:23
Der Verdacht liegt greifbar nahe, dass künftig alle “Vorsorgenden” abgegriffen werden. Holen kann man nur da etwas, wo - unter den Argusaugen des Finanzministers! - sich Kapital anhäuft. Bei den Beckenbauers, Schumis, Müller-Milchs in der Schweiz und Österreich ist eben nichts zu holen. Der Staat ist nicht daran interessiert, dass es dem “Vorsorgenden” gut geht, sondern vielmehr, dass er selbst so wenig Aufwendungen wie möglich hat und seine gemachten Zusagen nicht oder nur vermindert einzuhalten braucht. Auch wenn ich mich gebetsmühlenartig wiederhole. Der hochverschuldete Staat verschenkt nichts. Das was er an angeblicher Förderung ausgibt, holt er sich mehrfach zurück, Das Ergebnis werden die “Vorsorgenden" spätesten in den Jahren kurz nach 2010 “bewundern” dürfen. Dann wird’s auch der Letzte kapiert haben, dass er nicht für sich selbst vorgesorgt hat.
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