Verbesserung des Gesundheitszustandes

von
Student

Ist bei paranoider Schizophrenie eine wesentliche Verbesserung eingetreten, wenn: seit zwei Jahren keine Symptomatik mehr besteht
seit auch zwei Jahren keinerlei Medikation mehr gereicht wird
der Tagesablauf im Gegensatz zu 2015 sehr strukturiert und ausgefüllt
ist
der Einpersonenhaushalt erfolgreich geführt wird
der öffentliche Nah-und Fernverkehr problemlos selbst bewältigt wird
auch kompliziertere Reparaturen selbstständig ausgeführt werden
können
am Computer sehr konzentriert und auch mit höherem Schwierigkeitsgrad
gearbeitet wird
größere Lasten ( 25-40 kg) regelmäßig ohne Schwierigkeiten gehoben
und
per Hand transportiert werden können

Die Frage bezieht sich auf eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes im Rahmen einer Erwerbsminderung.
Kann auf diese Weise auf eine wenigstens eingeschränkte Erwerbsfähigkeit geschlossen werden, bei vorher bestehender dauernder voller Erwerbsminderung,
diese per Gutachten der DRV im Rahmen eines Ersuchens des Sozialamtes festgestellt?
Müssten die oben benannten Tatsachen dem Sozialamt als Änderung der persönlichen Verhältnisse gemeldet werden?
Ist der Meldung ein Kurzgutachten des behandelnden Psychiaters beizugeben?

MlG

Student

von
Schorsch

Zitiert von: Student
Ist bei paranoider Schizophrenie eine wesentliche Verbesserung eingetreten, wenn: seit zwei Jahren keine Symptomatik mehr besteht
seit auch zwei Jahren keinerlei Medikation mehr gereicht wird
der Tagesablauf im Gegensatz zu 2015 sehr strukturiert und ausgefüllt
ist
der Einpersonenhaushalt erfolgreich geführt wird
der öffentliche Nah-und Fernverkehr problemlos selbst bewältigt wird
auch kompliziertere Reparaturen selbstständig ausgeführt werden
können
am Computer sehr konzentriert und auch mit höherem Schwierigkeitsgrad
gearbeitet wird
größere Lasten ( 25-40 kg) regelmäßig ohne Schwierigkeiten gehoben
und
per Hand transportiert werden können

Das kommt einzig und allein auf die Einschätzung des sozialmedizinischen Dienstes der DRV an und kann von keinem medizinischen Laien beurteilt werden.

Schon gar nicht, wenn keinerlei Details bekannt sind.

MfG

Experten-Antwort

Hallo Student,

welche Mitteilungspflichten für Sie gegenüber dem Sozialamt bestehen, kann ich hier im Forum der Rentenversicherung nicht eindeutig sagen (ggf. sollten Sie sich dort erkundigen). Und natürlich können wir auch nicht einschätzen, ob die genannten gesundheitlichen Besserungen auch zu einer signifikanten Besserung der Erwerbsfähigkeit geführt haben.

Vielleicht allgemein:
Wenn ursprünglich volle EM festgestellt wurde, dann hat der Sozialmediziner des RV-Trägers dass so eingeschätzt, dass keine Tätigkeit von mindestens 3 Stunden täglich unter arbeitsmarktüblichen Bedingungen möglich war. Diese volle EM wäre also nicht mehr gegeben, wenn nunmehr eine Beschäftigung von mindestens 3 Stunden am Tag ausgeübt werden könnte. Sollte auch eine mindestens sechsstündige Beschäftigung möglich sein, würde gar keine Erwerbsminderung mehr vorliegen. Aber das kann - wie gesagt - nur ein Arzt des Sozialmedizinischen Dienstes beurteilen.

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