Verdienstbescheinigung

von
Sissi

Ich habe gesehen, dass in meinem versicherungsverlauf Lücken sind und möchte meinen ehemaliegen Arbeitgeber bitten, mir meine Verdienste zu bescheinigen. Welchen Vordruck benötigt mein Arbeitgeber dazu und wo erhalte ich ihn?

von
Rosanna

Hallo Sissi,

es ist eigentlich kein besonderer Vordruck erforderlich. Ihr früherer Arbeitgeber kann Ihnen die sozialversicherungspflichtigen Entgelte auch formlos bescheinigen (mit den genauen Von-Bis-Daten).

ODER Sie beantragen die Kontenklärung für die Lücken bei Ihrer zust. DRV und überlassen die diesbezüglichen Erhebungen beim Arb.Geber der DRV. Diese hat auch die entsprechenden Vordrucke, die sie an den Arbeitgeber sendet. Das ist in der Regel eigentlich einfacher... und Sie sparen Zeit und Geld.

MfG Rosanna.

von
Happy

Hallo Sissi,

haben Sie evtl. noch die Meldungen zur Sozialversicherung für die fehlenden Zeiten daheim? (das sind die jährlichen Ausdrucke vom Arbeitgeber über Ihre Sozialversicherungsabgaben) mit diesen "Dingern" und dem dazugehörigen Antrag zur Kontenklärung (V100) können Sie Ihr Versicherungskonto wieder bereinigen. Wenn Sie diese nicht haben, kann in manchen Fällen auch Ihre Krankenversicherung einen Beitragsabzug bestätigen.

MfG
Happy

Experten-Antwort

Wie Rosanna bereits ausgeführt hat, sind keine besonderen Vordrucke notwendig, um die fehlenden Zeiten nachzuspeichern und Ihren Versicherungsverlauf entsprechend zu ergänzen. Der Arbeitgeber soll für die fehlenden Zeiträume lediglich eine Bescheinigung ausstellen, aus der der Zeitraum der fehlenden Zeit, das entsprechende Entgelt mit den jeweiligen Sozialversicherungabgaben und die Beitragsabführung an die Einzugsstelle hervorgehen.
Ein gleichzeitiger Antrag auf Kontenklärung bei Ihrem Rentenversicherungsträger gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihr gesamtes Versicherungskonto komplett und vollständig zu klären.

von
Rosanna

Die Krankenkasse kann aber in der Regel nur die Versicherungspflicht, nicht aber das Entgelt bestätigen.

von
Jonas

Hallo!

Die Krankenkasse kann i. d. R. auch die Entgelthöhe und, ggf. die Zeiten der Arbeitsunfähigkeit bescheinigen.

Da der Arbeitgeber eine Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren, und die Kraneknkasse eine von 30 Jahren hat, kann es sein, dass Sie sich sowieso an die Krankenkasse wenden müssen, je nachdem, wann die Beschäftigung ausgeübt wurde. Ich würde mich bei beiden Stellen melden (schriftlich oder per E-Mail).

MfG

Jonas

von
Rentenpapst

was rosanna sagt stimmt nur bedingt!
Wenn die Lücken ab 01.01.1973 bis heute liegen, kann die Krankenkasse immer die Entgelthöhe bestätigen, weil der Arbeitgeber die Entgelthöhe seit dieser Zeit der Krankenkasse meldet.

von
Rosanna

Nein, erfahrungsgemäss stimmt dies nicht! Ich habe nur ganz selten Fälle gehabt, in denen die KK auch das Entgelt bestätigt hat.

von
Jonas

Da haben Sie ganz andere Erfahrungen gamcht wie ich. Die Krankenkasse konnte in den meisten Fällen die Entgelthöhe bescheinigen.