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Verdienstnachweis für ein paar Monate im Zuge des Versorgungsausgleiches

von
Jessica

Einen schönen Guten Abend,

Wahrscheinlich habe ich wirklich nur ein ziemlich banales Anliegen aber ich habe unterschiedliche Auskünfte erhalten und frage nun hier nach:

Ich werde nächstes Jahr im März die Scheidung beantragen,dementsprechend findet ja auch ein Versorgungsuasgleich statt. mein Konto ist bereits geklärt ( habe ich vorsorglich jetzt gemacht), natürlich fehlen dann die Zeiten jan, Feb und März 2015 weil der Arbeitgeber ja keine Jahresmeldung abgesetzt hat. Man sagte mir am DRV Telefon bund , dass ich einfach mit den Verdienstnachweisen dieser Monate in eine Beratungsstelle kommen soll und dann wird das manuell gemacht. Der leider sehr unfreundliche Herr letzt Woche in der Beratungsstelle meinte allerdings, dass dies "total bescheuert" sei und mein Arbeitgeber eine Sofortmeldung machen müsse, anders würde es nicht gehen....

Ehrlichgesagt wäre es mir am liebsten, wenn ich mit meinen Verdienstnachweisen kommen könnte, da unsere Personalbuchhaltung nicht gerade sehr diskret mit diesen Sachen umgeht...

Danke für Ihre Hilfe!!

von
SaschaK

Hallo Jessica,

der Arbeitgeber muss eine gesonderte Meldung nach §194 Abs.1 SGB VI (Meldegrund 57) abgeben - so kenne ich es jedenfalls.

Die Personalbuchhaltung wird von der Scheidung sowieso erfahren - sei es wegen des Steuerklassenwechsels oder wegen der Anfrag des Familiengerichts (Auskünfte über die in der Ehezeit erworbenen Anwartschaften auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung).

von
Matze72

Zitiert von: SaschaK

der Arbeitgeber muss eine gesonderte Meldung nach §194 Abs.1 SGB VI (Meldegrund 57) abgeben - so kenne ich es jedenfalls.

Die "Aufforderung zur Abgabe der gesonderten Meldung" erhalten Sie dann mit dem Schreiben, in dem der Rentenversicherung Sie zwecks Klärung der Versicherungskontos anschreibt. Dies tut er dann, wenn das FamG den Rentenversicherungsträger über die Durchführung eines Versorgungsaugleiches informiert.
Die "Gesonderte Meldung" geben Sie dann in der Personalabteilung ab. Dabei können Sie ja nochmal die Vertraulichkeit betonen.

Nun kenne ich mich nicht mit dem Arbeitsrecht im Detail aus, doch weiß ich, dass insbesondere Mitarbeiter der Peronalabteilung in Bezug auf die Einhaltung des Datenschutzes gesondert geschult und belehrt werden.
Wenn Sie feststellen, dass die Grundsätze des Datenschutzes missachtet werden, weil z.B. ein Mitarbeiter in der Kantine dann rumerzählt: "Habt Ihr schon gehört? Die Jessica lässt sich scheiden!", dann sollten Sie nicht rühig danebenstehen sondern den Betriebsrat einschalten.
Das hätte dann nämlich (zu Recht) arbeitsrechtliche Konsequenzen.

von
???

Zitiert von: Jessica

Ehrlich gesagt wäre es mir am liebsten, wenn ich mit meinen Verdienstnachweisen kommen könnte, da unsere Personalbuchhaltung nicht gerade sehr diskret mit diesen Sachen umgeht.

Selbstverständlich reicht auch eine Entgeltbescheinigung (Gehaltsabrechnung) bis einschließlich des Monats des Eheende nach § 3 Versorgungsausgleichsgesetz. Aus der muss das kumulative sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelt bis zum Ende dieses Monats zu entnehmen sein.

Experten-Antwort

Guten Morgen Jessica,

wie schon zutreffend beschrieben, ist im Rahmen des Versorgungsausgleichs Ihr Versicherungskonto vollständig zu klären. Hierzu ist es notwendig, alle Zeiten bis zum Ehezeitende zu klären. Die noch fehlenden Monate im laufenden Kalenderjahr können -nach entsprechender Anforderung der DRV Bund- mit Hilfe von Gehaltsabrechnungen nachgewiesen werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Arbeitgeber zur Abgabe der Gesonderten Meldung aufzufordern.