Vergleich Rentenbescheide nicht nachvollziehbar

von
LS

User Happy,
es ist nicht die vorgenommene begrenzte Berücksichtigung das Problem, die resultiert daraus, weil Arbeislosigkeit und Fachschulbesuch und berufliche Ausbildung sich überlagerten, Problem ist, dass insgesamt 44 Monate bewertet wurden, wo doch eigentlich nur 36 Monate zu bewerten sind.

Da ja insgesamt nur 36 Monate berücksichtigt werden dürfen und wenn die dann in vollem Umfang durch FS verdrängt werden, dürfen doch auch nur 36 Monate begrenzt als berufliche Ausbildung berücksichtigt werden und nicht 44, wie geschehen.
Mir sind keine Sonderregelungen bekannt.

Wollte dies durch meine Darstellung erfahren und auch auf Fälle aufmerksam machen, auch wenn die hier die Person vielleicht begünstigen, was alles schief läuft.

Hinsichtlich KEZ sehe ich es einfach so, dass man bei der Übernahme der Werte aus den Formularen ins Versicherungskonto den Fehler begangen hat.

Mich würde noch Ihre Meinung interessieren, was die unterschiedlichen BBG Werte angeht.
Kann es da in einem Jahr zwei verschieden hohe Tageswerte geben, obwohl innerhalb des Jahres keine Veränderung der BBG insgesamt vorgenommen wurde?

von
Happy

ich hab gerade keine zeit,melde mich aber auf jeden Fall später nochmal...

von
Vorsicht

Sie merken hoffentlich, wie unsinnig es ist, dieses komplexe Thema hier auseinanderzunehmen.

Aber:

Zitat LS: Rentenbeginn 2007:
"Da ja insgesamt nur 36 Monate berücksichtigt werden dürfen und wenn die dann in vollem Umfang durch FS verdrängt werden, dürfen doch auch nur 36 Monate begrenzt als berufliche Ausbildung berücksichtigt werden und nicht 44, wie geschehen.
Mir sind keine Sonderregelungen bekannt."

Das meine ich: Sie verstehen es nicht richtig. Wenn 36 Monate bereits mit Fachschule belegt sind und auch bewertet, dann werden die restlichen Zeiten - hier beruf. Ausbild. im Übergangszeitraum von 01/05 - 12/08 eben mit dem angespeckten Wert aus § 263 SGB VI bewertet. Wäre der Rentenbeginn in 2009, wäre nur die Fachschule - vorrangig - bewertet worden und eine Prüfung über Zuschläge für die restl. Berufsausb.zeiten hätte nicht mehr stattgefunden.

Ich glaube nicht, daß in Ihrem Bsp. die Zeiten der berufl.Ausb. mit 75% des Gesamtleistungswertes bestückt wurden. (bei Thema: Zusätzliche EP für beitraggem. Zeiten)

Glauben Sie mir: Eine abschließende 100% Klärung deiser Konstellation(en), ohne Mißverständnisse bzw. Aneinandervorbeireden, kann man hier im Forum kaum erreichen.

MfG

von
LS

Ich habe im Beitrag die Sachlage so textlich wiedergegeben, einschließlich der Auflistung der Monate und der vorgenommen Darstellung der begrenzten Bewertung, wie er im Rentenbescheid auf der entsprechenden Seite für die Berücksichtigung von zusätzlichen Entgeltpunkten für beitragsgeminderte Zeiten dargestellt wurde.

Zu keiner Zeit habe ich gesagt, dass auch Zeiten mit 75% berücksichtigt wurden.

Es sind insgesamt 44 Monate als begrenzt berücksichtigt worden, hätten doch eigentlich nur 36 sein dürfen.

von
Vorsicht

"Es sind insgesamt 44 Monate als begrenzt berücksichtigt worden, hätten doch eigentlich nur 36 sein dürfen"

EBEN NICHT!!! § 263 Abs. 6 i.V.m.Abs. 3 SGB VI!!!

Und nun ist Schluß!!

von
Vorsicht

Aus DRV - Rechtl. Anweisung zu § 263 SGB VI:

Begrenzung von Zeiten der schulischen und beruflichen Ausbildung auf insgesamt höchstens 3 Jahre

Ab dem 01.01.2005 werden Zeiten der schulischen und der beruflichen Ausbildung insgesamt für höchstens 3 Jahre im Rahmen der Gesamtleistungsbewertung mit Entgeltpunkten bewertet bzw. höher bewertet.

Mit der Übergangsregelung im § 263 Abs. 6 SGB 6 wird geregelt, dass diese Begrenzung der rentenrechtlichen Bewertung von Zeiten der schulischen Ausbildung und der Höherbewertung von Zeiten der beruflichen Ausbildung auf höchstens 3 Jahre in einem 4 Jahres Zeitraum stufenweise eingeführt wird.

Die über die Höchstdauer von 3 Jahren liegenden Zeiten werden dabei - abhängig vom Rentenbeginn - mit den in der Tabelle zu § 263 Abs. 3 Satz 4 SGB 6 enthaltenen Werten bewertet bzw. höher bewertet.

Bei der Ermittlung von Zuschlägen nach § 263 Abs. 6 SGB 6 für Zeiten einer tatsächlichen beruflichen Ausbildung ist die Zeitgrenze von 36 Kalendermonaten des § 263 Abs. 3 SGB 6 nicht zu beachten. Bis Ende 2008 findet eine zeitliche Begrenzung von Zeiten beruflicher Ausbildung nicht statt.

Für die Zeit der beruflichen Ausbildung, die über die Zeit von drei Jahren aus § 74 SGB 6 hinausgeht, erfolgt ausschließlich eine wertmäßige Begrenzung auf die Werte aus der Tabelle zu § 263 Abs. 3 SGB 6.

Ich hoffe, das reicht dann!!!

von
Happy

Hallo ihr zwei,

also ich hätte es ebenso wie @vorsicht beschrieben. Das ist eine ausführliche und absolut korrekte Antwort hinsichtlich der 44 (zusätzlich noch bis 31.12.2008) zu berücksichtigenden Ausbildungszeiten. Was dagegen die unterschiedliche BBG betrifft, weiß ich nicht mie sie das meinen? und ohne das Jahr kann ich auch nicht nachschauen. Aber es ist auch wirklich gut jetzt oder?
Vielleicht klären Sie das einfach mit einem telefonat bei der DRV. Auch wenn es schwerfällt...

LG
Happy (geht jetzt heim...)

von
LS

Werter User Vorsicht,

lassen Sie mich trotzdem danke sagen für Bemühen um Klärung der Sachlage.

Hatte mich wohl zu sehr auf die 36 Monate eingeschossen und auch die begrenzte Bewertung nur für diese 36 Monate und Abs. 6 aus § 263 mir nicht verinnerlicht.

Bedanke mich auch bei Rosanne und Häppy für Ihre Darlegungen und geführten Meinungsstreit zur Klärung

Experten-Antwort

Dem Beitrag von Vorsicht ist nichts mehr hinzuzufügen.
Detailliertere Fragen sollten Sie bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung klären.

Mit freundlichen Grüßen