Verhältnis Versorgungswerk(Rechtsanwälte) zu Rentenversicherung

von
Samira

Hallo zusammen.
Ich werde mich als Rechtsanwältin niederlassen. Ich bin dann automatisch im Versorgungswerk für Rechtsanwälte. In Teilzeit werde ich weiterhin als angestellte Juristin arbeiten. So möchte ich zumindet für den Anfang das finanzielle Risiko gering halten. Als Angestellte bin ich dann gesetzlich rentenversichert. Nunstellt sich mir die Frage, ob ich den Anteil für die Rentenversicherung nicht auch ins Versorgungswerk einzahlen kann; mich also von den Rentenversicheurngsplicht dahingehend befreien lassen kann?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
LG Samira

von
W*lfgang

Hallo Samira,

wir haben es hier mit 2 verschiedenen Arten der Beschäftigung zu tun, die jeweils eigenständig aus SV-Sicht zu beurteilen sind. Die abhängige Beschäftigung ist und bleibt eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, da kommen Sie nicht raus, da werden auch weiterhin Beiträge zur DRV fällig - und die sind nicht in das Versorgungswerk 'übertragbar'.

Gruß
w.
PS: wäre ich jetzt 'schnippisch', hätte ich gesagt, dass Sie kraft Ihrer Ausbildung doch wohl Rechtsvorschriften/-auslegungen zu beiden Systemen selbst nachlesen können ;-) Nun, SV-Recht ist ein sehr umfangreiches Thema mit sehr weiter Streuung, gerade wenn es zu 'Kollisionen' mit anderen Versorgungssystemen kommt – als 'Frischling' (und sicher nicht mit Fachkompetenz SV-Recht) ist es gut, dass Sie sich rechtzeitig darum kümmern wollen und die Möglichkeiten ausloten!

PPS: nur so am Rande: wie haben Sie Ihre Krankenversicherung organisiert? ...GKV oder PKV? Bei auf Dauer angelegter (paralleler) versicherungspflichtiger Beschäftigung kann auch das eine Überlegung wert sein – wohin denn. Und dabei ist auch die Familienplanung /Kinder /beschäftigungsloser Zeitraum zu bedenken ...aber das ist nun kein Thema der Rentenversicherung.

Experten-Antwort

Hallo Samira,

unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung möglich. Bitte lassen Sie sich bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle beraten.

von
Markus H.

und wenn dann die Frau Rechtsanwältin Kinder hat, wechselt sie von der PKV in die GKV, gelle?

von
Samira

Vielen Dank für die Antworten! Werde mich wohl mal vor Ort beraten lassen...
@W*lfgang: Ich habe tatsächlich mit einer schnippischen Antwort gerechnet :-)
@Markus: Die Kinderplanung ist bereits abgeschlossen ;-)

von
W*lfgang

Zitiert von: Samira
@W*lfgang: Ich habe tatsächlich mit einer schnippischen Antwort gerechnet icon_smile.gif
geschehen, Samira :-)

Die Relativierung hab ich ja gleich - als ein klein wissender 'Halbkollege-/Studierter' hintenan gestellt ...SV-Recht ist sehr speziell und zudem dem häufigen Wandel/höchstrichterlicher Rechtsprechung unterworfen.

Wie Sie schon richtig sehen, aktuell einfach mal bei Zeiten in die nächste Beratungsstelle - und, auch da wird man Ihre Frage nur zentral an die Hausjuristen der DRV weiterleiten (kann daher von Ihnen gleich schriftlich auf den Weg gebracht werden!, denn) ...da sitzt diese 'graue' Eminenz der Fachkompetenz im Speziellen – bis ihm das BSG/BVerfG seine ergrauten Resthaare weiter stutzt :-)

Gruß
w.