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Verlängerte Zurechnungszeit bei Zeitrenten

von
H. Wind

Ich erhalte seit 2011 eine Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit, die zunächst bis zum 31.10.2014 befristet wurde. Einen Verlängerungsantrag habe ich im April 2014 gestellt und nicht schlecht gestaunt, dass dieser nach nicht einmal vier Wochen später genehmigt und die Rente damit um weitere 3 Jahre befristet bis Oktober 2017 verlängert worden ist. So weit, so gut, aber: in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift "Rente und Co." konnte ich heute einen Artikel lesen, in dem zu lesen war, dass die durch das Rentenpaket beschlossene Neuregelung für Erwerbsminderungsrente (längere Zurechnungszeit bis 62 und Günstigerprüfung) auch für "Bestandsrentner" gelten soll, wenn diese eine Zeitrente erhalten würden. Man müsste lediglich seinen Verlängerungsantrag erst nach dem 30.06.2014 stellen, dann wäre man auch als Alt-Rentner dabei und könnte vom neuen Rentenpaket profitieren. Hätte ich das gewusst, dann hätte ich den im April bei einer Beratungsstelle der DRV eingereichten Verlängerungsantrag natürlich erst im Juli 2014 gestellt, genügend Zeit wäre immer noch vorhanden gewesen. Andererseits hat mir der DRV-Berater auf meine ausdrückliche Nachfrage im April bestätigt, dass ich bei einem nahtlosen ununterbrochenen Rentenbezug nicht unter die Neuregelung fallen würde, sondern nur, wenn meine volle Erwerbsminderungsrente durch Beschäftigungsaufnahme wegfallen und später wieder neu bewilligt werden würde. Ich weiß jetzt nicht mehr, was und wem ich glauben soll. Stimmt der Artikel in "Rente und Co."? Oder hat der DRV-Berater Recht? Und was könnte ich jetzt noch tun, wenn es doch anders wäre? Mein Verlängerungsbescheid ist bereits länger als einen Monat her, die Widerspruchsfrist ist bereits abgelaufen.

von
GroKo

Zitiert von: H. Wind

Ich erhalte seit 2011 eine Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit, die zunächst bis zum 31.10.2014 befristet wurde. Einen Verlängerungsantrag habe ich im April 2014 gestellt und nicht schlecht gestaunt, dass dieser nach nicht einmal vier Wochen später genehmigt und die Rente damit um weitere 3 Jahre befristet bis Oktober 2017 verlängert worden ist. So weit, so gut, aber: in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift "Rente und Co." konnte ich heute einen Artikel lesen, in dem zu lesen war, dass die durch das Rentenpaket beschlossene Neuregelung für Erwerbsminderungsrente (längere Zurechnungszeit bis 62 und Günstigerprüfung) auch für "Bestandsrentner" gelten soll, wenn diese eine Zeitrente erhalten würden. Man müsste lediglich seinen Verlängerungsantrag erst nach dem 30.06.2014 stellen, dann wäre man auch als Alt-Rentner dabei und könnte vom neuen Rentenpaket profitieren. Hätte ich das gewusst, dann hätte ich den im April bei einer Beratungsstelle der DRV eingereichten Verlängerungsantrag natürlich erst im Juli 2014 gestellt, genügend Zeit wäre immer noch vorhanden gewesen. Andererseits hat mir der DRV-Berater auf meine ausdrückliche Nachfrage im April bestätigt, dass ich bei einem nahtlosen ununterbrochenen Rentenbezug nicht unter die Neuregelung fallen würde, sondern nur, wenn meine volle Erwerbsminderungsrente durch Beschäftigungsaufnahme wegfallen und später wieder neu bewilligt werden würde. Ich weiß jetzt nicht mehr, was und wem ich glauben soll. Stimmt der Artikel in "Rente und Co."? Oder hat der DRV-Berater Recht? Und was könnte ich jetzt noch tun, wenn es doch anders wäre? Mein Verlängerungsbescheid ist bereits länger als einen Monat her, die Widerspruchsfrist ist bereits abgelaufen.

Das stimmt nicht.

von
KSC

Bei Verlängerungen von Zeitrenten wird die Rente nicht neu berechnet, d.h. weder die Verlängerung der Zurechnungszeit noch die 2. Vergleichsbewertung mit der beitragsfreie Zeiten ggfls. besser bewertet werden, kommt zum in Betracht.

So gesehen ist alles korrekt gelaufen.

von
King

Nur für alle die bis zum 1.7.14 auf die Zähne gebissen haben, gibt es mehr Kohle, alles hat seinen Stichtag.

von
Negative Kraft

"Andererseits hat mir der DRV-Berater auf meine ausdrückliche Nachfrage im April bestätigt, dass ich bei einem nahtlosen ununterbrochenen Rentenbezug nicht unter die Neuregelung fallen würde, sondern nur, wenn meine volle Erwerbsminderungsrente durch Beschäftigungsaufnahme wegfallen und später wieder neu bewilligt werden würde."

Diese Antwort dürfte richtig sein. Also bei befristeter EU- Rente keinen Verlängerungsantrag stellen.

von
KSC

Und von was lebt H.Wind wenn er/sie voll em ist und die Verlängerung nicht beantragt?

Klasse Vorschlag: 2 Jahre keine Rente und dann neu beantragen nur wegen der 2 Jahre mehr Zurechnungszeit.....

von
Negative Kraft

Zitiert von: KSC

Und von was lebt H.Wind wenn er/sie voll em ist und die Verlängerung nicht beantragt?

Klasse Vorschlag: 2 Jahre keine Rente und dann neu beantragen nur wegen der 2 Jahre mehr Zurechnungszeit.....

Nach einer Rente wegen voller Erwerbsminderung besteht meistens ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Warum zwei Jahre keine Rente?

von
James

Zitiert von: Negative Kraft

Zitiert von: KSC

Und von was lebt H.Wind wenn er/sie voll em ist und die Verlängerung nicht beantragt?

Klasse Vorschlag: 2 Jahre keine Rente und dann neu beantragen nur wegen der 2 Jahre mehr Zurechnungszeit.....

Nach einer Rente wegen voller Erwerbsminderung besteht meistens ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Warum zwei Jahre keine Rente?

Das ist zwar korrekt mit ALG I nach einer EM-Rente - nur funktioneirt das eben nicht. Die Agentur für Arbeit würde in so einem Fall bei ALG I Antragstellung sofort prüfen ob derjenige überhaupt wirklich Arbeitsfähig ist und dem Arbeitsmarkt auch damit zur Verfügung steht ( Einschaltung ärztlicher Dienst der AfA ). Wenn nicht wird sofort zur Rehaanstrastellung aufgefordert un damit käme dann letztlich wieder einer EM-Antragsverfahren in gang...

Also die AfA ist nun auch nicht dumm...

von
Negative Kraft

Zitiert von: James

Zitiert von: Negative Kraft

Zitiert von: KSC

Und von was lebt H.Wind wenn er/sie voll em ist und die Verlängerung nicht beantragt?

Klasse Vorschlag: 2 Jahre keine Rente und dann neu beantragen nur wegen der 2 Jahre mehr Zurechnungszeit.....

Nach einer Rente wegen voller Erwerbsminderung besteht meistens ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Warum zwei Jahre keine Rente?

Das ist zwar korrekt mit ALG I nach einer EM-Rente - nur funktioneirt das eben nicht. Die Agentur für Arbeit würde in so einem Fall bei ALG I Antragstellung sofort prüfen ob derjenige überhaupt wirklich Arbeitsfähig ist und dem Arbeitsmarkt auch damit zur Verfügung steht ( Einschaltung ärztlicher Dienst der AfA ). Wenn nicht wird sofort zur Rehaanstrastellung aufgefordert un damit käme dann letztlich wieder einer EM-Antragsverfahren in gang...

Also die AfA ist nun auch nicht dumm...

Beim neuen Antragsverfahren wird die EU-Rente nach neuen Recht berechnet.

von
zelda

Zitiert von: Negative Kraft

Zitiert von: James

Zitiert von: Negative Kraft

Zitiert von: KSC

Und von was lebt H.Wind wenn er/sie voll em ist und die Verlängerung nicht beantragt?

Klasse Vorschlag: 2 Jahre keine Rente und dann neu beantragen nur wegen der 2 Jahre mehr Zurechnungszeit.....

Nach einer Rente wegen voller Erwerbsminderung besteht meistens ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Warum zwei Jahre keine Rente?

Das ist zwar korrekt mit ALG I nach einer EM-Rente - nur funktioneirt das eben nicht. Die Agentur für Arbeit würde in so einem Fall bei ALG I Antragstellung sofort prüfen ob derjenige überhaupt wirklich Arbeitsfähig ist und dem Arbeitsmarkt auch damit zur Verfügung steht ( Einschaltung ärztlicher Dienst der AfA ). Wenn nicht wird sofort zur Rehaanstrastellung aufgefordert un damit käme dann letztlich wieder einer EM-Antragsverfahren in gang...

Also die AfA ist nun auch nicht dumm...

Beim neuen Antragsverfahren wird die EU-Rente nach neuen Recht berechnet.

Das klappt trotztdem nicht.

Nachdem die AfA sehr schnell wieder auf die Antragstellung hinwirken wird ( zumindest Reha- Antrag), wird die DRV feststellen, dass die Erwerbsminderung durchgehend vorlag und den ach so schönen Neuantrag in einen Weiterzahlungantrag umdeuten, und dann wird die Rente nach dem bis zum 30.06.2014 geltend Recht weitergewährt.

Hier kann mann auch nicht "tricksen", indem man den Antrag erst nach vier Monaten stellt, denn in diesen Fällen gilt nicht die Antragsfrist von 3 Monaten:

http://raa.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_99R2.2.16.1&a=true

Im Übrigen: Für H.Wind sind "die Messen erst einmal gesungen", die Weitergewährung bis 10/2017 ist durch.

MfG

zelda

von
zelda

Zitiert von: Negative Kraft

Zitiert von: James

Zitiert von: Negative Kraft

Zitiert von: KSC

Und von was lebt H.Wind wenn er/sie voll em ist und die Verlängerung nicht beantragt?

Klasse Vorschlag: 2 Jahre keine Rente und dann neu beantragen nur wegen der 2 Jahre mehr Zurechnungszeit.....

Nach einer Rente wegen voller Erwerbsminderung besteht meistens ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Warum zwei Jahre keine Rente?

Das ist zwar korrekt mit ALG I nach einer EM-Rente - nur funktioneirt das eben nicht. Die Agentur für Arbeit würde in so einem Fall bei ALG I Antragstellung sofort prüfen ob derjenige überhaupt wirklich Arbeitsfähig ist und dem Arbeitsmarkt auch damit zur Verfügung steht ( Einschaltung ärztlicher Dienst der AfA ). Wenn nicht wird sofort zur Rehaanstrastellung aufgefordert un damit käme dann letztlich wieder einer EM-Antragsverfahren in gang...

Also die AfA ist nun auch nicht dumm...

Beim neuen Antragsverfahren wird die EU-Rente nach neuen Recht berechnet.

Das klappt trotztdem nicht.

Nachdem die AfA sehr schnell wieder auf die Antragstellung hinwirken wird ( zumindest Reha- Antrag), wird die DRV feststellen, dass die Erwerbsminderung durchgehend vorlag und den ach so schönen Neuantrag in einen Weiterzahlungantrag umdeuten, und dann wird die Rente nach dem bis zum 30.06.2014 geltend Recht weitergewährt.

Hier kann mann auch nicht "tricksen", indem man den Antrag erst nach vier Monaten stellt, denn in diesen Fällen gilt nicht die Antragsfrist von 3 Monaten:

http://raa.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_99R2.2.16.1&a=true

Im Übrigen: Für H.Wind sind "die Messen erst einmal gesungen", die Weitergewährung bis 10/2017 ist durch.

MfG

zelda

von
Mitleser

Danke für Ihre Antworten. Einerseits bin ich zwar beruhigt, weil die DRV-Mitarbeiter anscheinend doch einen sehr gutenund fehlerfreien Job machen, aber andererseits werde ich gleich wieder sehr wütend n Anbetracht der Tatsache, dass es unsere Pressefreiheit erlaubt, ein Pamphlet namens "Rente und Co." teuer zu verkaufen, in dem wirklich überhaupt nichts stimmt. Im gleichen Artikel, in dem sie diesen oben genannten "Trick" mit der Antragstellung für Bestandsrentner beschrieben haben, ist zum Beispiel auch erwähnt, dass keinerlei freiwillige Beiträge zu den 45 Jahren für die Rente ab 63 mitzählen würden. Bekanntlich schaut diese Sache seit Ende Mai ganz anders aus, aber für "Rente und Co" kein Grund, dies in einer erst seit drei Tagen erhältlichen Ausgabe zu korrigieren. Ich kann nur jeden warnen, für dieses Machwerk Geld auszugeben.

von
H. Wind

Ich als Threadersteller möchte mich auch bei allen Diskussionsteilnehmern bedanken, insbesonder bei KSC und Zelda. Und gleichzeitig möchte ich mich der Warnung von @Mitleser anschliessen: Finger weg von der Zeitschrift "Rente und Co" - das ist zum Fenster rausgeschmissenes Geld für eine Mischung aus kopierten Artikeln aus Regierungsbroschüren, Halbwahrheiten, Vermutungen und hinzugedichteten Falschinformationen.

von
Kotzofant

Zitiert von: H. Wind

Ich als Threadersteller möchte mich auch bei allen Diskussionsteilnehmern bedanken, insbesonder bei KSC und Zelda. Und gleichzeitig möchte ich mich der Warnung von @Mitleser anschliessen: Finger weg von der Zeitschrift "Rente und Co" - das ist zum Fenster rausgeschmissenes Geld für eine Mischung aus kopierten Artikeln aus Regierungsbroschüren, Halbwahrheiten, Vermutungen und hinzugedichteten Falschinformationen.

Ja und die Diskussionstechniken aus Erotikmagazinen! Denen sollte auch keiner wat glauben. Die nehmen so n Zeugs wie viackra, wo alle kriegne nnen Herzkasper und so. Ich glaube auch direkt: Die Rende ist sicker

von
Fritz

Zitiert von: Kotzofant

Zitiert von: H. Wind

Ich als Threadersteller möchte mich auch bei allen Diskussionsteilnehmern bedanken, insbesonder bei KSC und Zelda. Und gleichzeitig möchte ich mich der Warnung von @Mitleser anschliessen: Finger weg von der Zeitschrift "Rente und Co" - das ist zum Fenster rausgeschmissenes Geld für eine Mischung aus kopierten Artikeln aus Regierungsbroschüren, Halbwahrheiten, Vermutungen und hinzugedichteten Falschinformationen.

Ja und die Diskussionstechniken aus Erotikmagazinen! Denen sollte auch keiner wat glauben. Die nehmen so n Zeugs wie viackra, wo alle kriegne nnen Herzkasper und so. Ich glaube auch direkt: Die Rende ist sicker

Kannste Dir nicht den Scheiß sparen? Dummer Trunkenbold. Gleich kleb´ich Dir ein Paar. Ich bin der Fritz, doch du bist hier doch wirklich du du du dummerjan

Experten-Antwort

Befristete Rente, die über den bisherigen Befristungszeitpunkt hinaus weitergewährt werden, bei diesen Renten verbleibt es bei der bislang maßgeblichen Rechtsanwendung. Es ist von einer nahtlosen Rentenzahlung auszugehen, die keine neue Rentenberechnung auslösen.