Verlängerung Erwerbunfähigkeitsrente als auch Reha abgelehnt

von
Claudia

Ob und inwieweit man tatsächlich belastbar ist, lässt sich meiner Meinung nach aber nur tatsächlich über das praktische Arbeiten ermitteln.
Und auch hier sollte und kann die tatsächliche Arbeitsfähigkeit oft auch nur in aufstockender Weise ermittelt werden. Also in dem man nach so langer Arbeitsunfähigkeit versucht, Schritt für Schritt wieder Fuß zu fassen.
Der einzig dafür denkbare Weg , wenn man sich selbst ( und auch die Ärzte) einen wieder für arbeitsfähig halten) sind meiner Meinung nach Praktika, über die man versuchen kann, wieder Fuß zu fassen.
Das ist natürlich kein gangbarer Weg, wenn man sich weiter für erwerbsunfähig hält. Dann muss man sich konsequent krankschreiben lassen und ggf. seine Ansprüche versuchen gerichtlich durchzusetzen.

von
Siehe hier

Hallo Anne,
wenn das jetzt gerade noch ganz aktuell ist, könnten Sie auch versuchen, über eine Krankschreibung eine Wiedereingliederung durch die Krankenkasse zu erhalten.
Denn wenn Ihr Krankengeldanspruch VOR der EM-Rente noch nicht ausgeschöpft, bzw. evtl. durch Erstattung von rückwirkend bewilligter EM-Rente wieder aufgelebt war, haben Sie auch nach der EM-Rente noch Anspruch auf dieses Krankengeld. Eine Lücke zwischen EM-Rente und wieder Krankengeld sollte dann aber nicht sein. Vielleicht ist das ja noch eine Chance für Sie.

Alles Gute!

von
Anton

Zitiert von: Anne
Nach einer wirklich schweren Krebserkrankung, die ich nur knapp überlebt habe ( und sicher ist es immer noch nicht) bezog ich 4 Jahre volle Erwerbsminderungsrente.
Da ich starke psychische Folgeerkrankungen hatte, die auch lückenlos dokumentiert waren ( Arzt und Klinik) beantragte ich 6 Monate vor Ablauf der Erwerbsminderungsrente eine Reha, um meine Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen.
Die wurde mit einem Standartschreiben abgelehnt.

Standardschreiben sind logisch. Die DRV muss auf juristisch geprüfte Formulierungen zurückgreifen. Es wäre bedenklich, wenn jeder Sachbearbeiter Prosa schreiben würde. Ich verstehe natürlich, dass man sich bei Standardformulierungen nicht Ernst genommen fühlt.

Bei medizinischen Unterlagen kommt es nicht nur auf Diagnosen an. Der Verlauf der Behandlung, der Umfang und positive Entwicklungen wirken sich auf die Beurteilung aus. Je nach Unterlagen kann die Beurteilung der DRV schlüssig sein. Und aus Sicht der DRV läge keine Wunderheilung vor, sondern eine positive Entwicklung. Und wenn die DRV davon ausgeht, dass eine Arbeitsfähigkeit vorliegt, ist manIn nicht alleine gelassen...
Vor einem Widerspruch sollten die Unterlagen nochmal hinsichtlich missverständlicher Formulierungen durchforstet werden. Neben Arztbriefen ist es wichtig den Selbstauskunftbogen genau auszufüllen.
Ich empfehle eine Beratung durch einen Sozialverband (VDK, SoVD). Die Verbände führen gegen Gebühr auch Widersprüche und Klagen durch.