Verlängerung EU-Rente/persönliche Anmerkungen

von
April

Ist es sinnvoll, wenn man dem Antrag auf Verlängerung der EU Rente persönliche Anmerkungen beilegt?

Mein Psychiater will mir noch keinen Befund geben, meint die DRV komme selber auf ihn zu.

Ich überlege ob es gut ist, meine Situation aus meiner Sicht zu schildern.

Bei meinem Erstantrag hatte ich sowas auch gemacht und dem Gutachter gegeben. Ob er es weitergeleitet hat, weiß ich natürlich nicht.

von
Jannes

Für die von Ihnen beabsichtigte Verlängerung werden so oder so medizinische Unterlagen erforderlich sein. Sofern diese nicht durch Sie beigebracht werden und erst angefordert werden müssen, dient das mit Sicherheit nicht einem zügigen Verfahren. Mein Tipp: Wenden Sie sich für die Beantragung der Weitergewährung Ihrer Rente an die örtliche Beratungsstelle und lassen sich dort behilflich sein. Dort wird man Ihnen auch gleich mitteilen, ob und welche Unterlagen noch benötigt werden.

von
Britta.F

Schaden kann es auf keinen Fall. Auch ich habe es immer bei den Verlängerungen beigelegt. Und ich denke mal das es doch einen kleinen Einfluss hat bei der Bewertung. Ausschlaggebend ist aber was die Ärzte schreiben und wie die DRV dieses wertet. Es währe Sinnvoll wenn ihre behandelnden Ärzte eine aktuellen Bericht erstellen den sie dann mit einreichen. Das verkürzt die Wartezeit bis zur Entscheidung. Ich weis nicht wie das bei psychischen Problemen ist. Ob die Ärzte da schon einen Befundbericht aushändigen . Denn alles was nicht mit eingereicht wird muss die DRV anfordern. Und das kann manchmal dauern.

Grüße
Britta.F

von
Auskenner

Natürlich können Sie eigene Aufzeichnungen dem Verlängerungsantrag beilegen.

Gerade auch bei psychischen
Erkrankugen sollten Sie ihre Beschwerden, Einschränkungen und auch ihren Tagesablauf über Tage und Wochen hinweg dokumentieren.

Vor allem natürlich auch ihre Probleme im Erwerbsleben sollten Sie Detailgenau in ihren Aufzeichnungen schildern.

Schaden kann es auf jeden Fall nicht.

Inwieweit diese Aufzeichnungen natürlich letzlich in der Entscheidungsfindung seitens der RV dann mit berücksichtigt werden, lässt sich jedoch nicht sagen.

Das ihr Psychiater ihnen im Vorfeld nicht extra ein Attest oder ähnliches ausstellen möchte, ist gängige Praxis.

Nur wenn die Rentenversicherung offiziell bei ihm einen Befundbericht anfordert, kann er es abrechnen und bekommt es bezahlt ( ca. 25 Euro pro Befundbericht ) .

Wenn Sie ihm natürlich anbieten privat die Kosten zu übernehmen ( die dann aber meist höher ausfallen ) , würde er ihnen sicherlich ein Attest oder ähnliches ausstellen...

Außerdem ist die Befundberichtsanforderung ein besonderes Formular der Rentenversicherung und entsprechend gegliedert mit diversen Fragen hinsichtlich ihrer Erkrankungen und vor allem deren Auswirkungen auf das Erwerbsleben.

Ein einfaches - normales - Attest beinhaltet hingegen meitens ja nur die Diagnosen ( die ja nichts oder nur wenig über eine Erwerbsminderung aussagen ) und keine weiteren Erklärungen hinsichtlich einer eventuellen bestehenden EM.

Was Sie an ärztlichen Unterlagen bereits vorliegen haben , würde ich dem Antrag auf jeden Fall beilegen.

Aber jetzt extra bei dem behandelndem Arzt einen Bericht anzufordern, halte ich für nicht notwendig.

Dies macht dann schon zeitnah die RV , wenn und vor allem wann Sie es für notwendig erachtet.

von
EM-Rentnerin

Hallo April,

habe mal in einem Forum den Tip bekommen die Auswirkung/Einschränkung seiner Erkrankung schriftlich mit einzureichen.Am Besten einen Tagesablauf beschreiben.So kann sich der Gutachter,der medz.Dienst und die DRV ein zusätzliches Bild machen,wie es Ihnen geht.Ich habe die "Auswirkungen meiner Erkrankungen" mit dem Verlängerungsantrag eingereicht.Das gleiche Schriftstück hatte ich auch beim Antrag auf GdB beim Versorgungsamt eingereicht.

Viel Erfolg und schönen Abend
EM-Rentnerin.

PS.Meine Rente wurde letzte Woche zum 3. Mal verlängert.Die Gutachterin hat den "Tagesablauf"sehr begrüßt.

Toi,toi,toi............

von
-_-

Die Rentenversicherungsträger versenden den Hinweis auf das bevorstehende Ende der befristeten Rente inzwischen so rechtzeitig, dass Sie alle Zeit der Welt haben, den Antrag zu stellen.

Wenn Sie NEUE ärztliche Befundunterlagen haben, die der Deutschen Rentenversicherung bisher nicht bekannt waren, können Sie diese dem Antrag gleich beilegen. Ansonsten fordert sich die DRV die erforderlichen Unterlagen bei den im Antrag anzugebenden Behandlern an.

Es bleibt Ihnen auch unbenommen, den formularmäßigen Antrag um weitere persönliche "Hinweise für den medizinischen Sachverständigen" zu ergänzen. Oft sind diese Hinweise gerade bei psychischen Erkrankungen sicher für den Gutachter hilfreich, wenn sie sachlich sind. Man sollte aber vermeiden, den Eindruck zu erwecken, dass ein ausgeprägtes Rentenbegehren vorrangiges Motiv für diesen Hinweise ist.

Experten-Antwort

Den bisherigen Äußerungen der verschiedenen User ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen.

von
April

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Ich werde dann meine Anmerkungen beilegen.