verlängerungsantrag auf erwerbsminderungsrente u.gutachter

von
mique

hallo ,
ich habe im märz 2004 meinen ersten antrag auf erwerbsminderungsrente gestellt und wurde daraufhin zum gutachter und dann im august auf kur geschickt .. im oktober wurde mir meine rente dann für 2 jahre voll bewilligt .
im mai 2006 stellte ich einen verlängerungsantrag diesmal mit dem vdk zusammen , ich wurde gebeten die berichte von meinen ärzten abzugeben und dann im august mußte ich zur gutachterin und im oktober wurde die rente genehmigt :-)
nun dies jahr wieder das selbe spiel aber was mich total verunsichert ist das es diesmla so schnell geht mit dem gutachter .
ich habe ende mai mit dem vdk den antrag auf verlängerung gestellt und nicht mal einen brief bekommen ( wie sonst immer ) das der antrag angekommen und bearbeitet wird , nein , ich habe heute schon einen termin fürn gutachter für nächste woche bekommen .
ohne anforderung der berichte meiner ärzte .. nix ..
ist das normal ?
ich befürchte nun das sie ablehnen wollen und sich deswegen gar nicht groß unterlagen anfodern .
bzw. das sie mich wieder zur kur schicken wollen , und bitte nicht wundern , davor habe ich tierische panik .. denn meine kur war außer eine ausnahme die hölle und ich packe das nicht nochmal ..
ist das nix ungewöhnliches das man auch mal so schnell zum gutachter muß ?
wäre über eine antwort sehr erfreut
danke mique

von
Realist

Der Gutachter soll überprüfen, ob Sie noch erwerbsgemindert sind, oder nicht. Wenn sich an Ihrem Gesundheitszustand nichts Wesentliches gebessert hat, besteht auch kein Grund zur Sorge!
Kein Außenstehender kann beurteilen, warum Ihr RV-Träger ausgerechnet diese Vorgehensweise gewählt hat. Warten Sie ganz einfach ab!

von
Frank Morris

Die Verfahrensweise der einzelnen RV-Träger ist doch sehr unterschiedlich und von Fall zu Fall verschieden.

Und es ist nicht immer nachzuvollziehen , wie manche Entscheidungen so oder so gefällt werden.

Manche müssen zu 4 Gutachtern ( wie ich ) und andere ( wie ein Mitpatient von mir , mit genau identischen Krankheiten/Diagnosen ) wurde ohne Gutachter sofort berentet...

Ich rate Ihnen aber in Ihrem Falle dringend dazu, dem Gutachter VORAB eine Mappe mit Ihren ärztlichen Unterlagen zuzusenden oder vorbei zu bringen, damit er sich ein " Bild " von Ihnen und ihrem
Krankheitsverlauf ( auch zeitlich ) machen kann.

Sie wissen nämlich nicht , welche Unterlagen er seitens der RV vorliegen hat.

Bei der Begutachtung merken Sie dann eigentlich schon, ob er sich die Unterlagen auch durchgelesen hat oder nicht und können ihn dann ja auch darauf aufmerksam machen, das er falls noch Fragen offen sind, doch mal in die Unterlagen reinschauen sollte...

Je mehr ärztliche Berichte/Atteste dem Gutachter vorliegen, umso besser kann er sich auch ein Urteil bilden.

von
Frank Morris

Außerdem verweise ich auf den Bericht hier unter Nachrichten, der vor ein paar Tagen veröffentlich wurde !
Machen Sie sich also keine unnötigen Sorgen :

Erwerbsminderung: Zeitrenten werden meist Dauerrenten
Trotz gesetzlich vorgeschriebener Befristung werden 98 Prozent der Erwerbsminderungsrenten letztlich dauerhaft gezahlt.

von
Realist

Pech für diejenigen, die zu den übrigen 2 Prozent gehören!

von
Frank Morris

Genau.

Außerdem ist diese Aussage mit den 98 % höchst zweifelhaft !

Ich frage mich nämlich schon die ganze Zeit, warum dann
trotzdem so viele Em-Rentenfälle vor den SG landen...
Wem dem wirklich so wäre, wäre das SG hat fast arbeitslos.

Außerdem sind hier im Forum alleine weit mehr als 2 % - gefühlte " - Fälle beschrieben worden , die um ihre Rente kämpfen.

Liest man sich den Artikel dann nämlich noch 2-3 mal und gaaaanz G E N A U mal durch, sieht die Sache mit den 98 % schon wieder völlig anders aus !

Ich würde sagen dieser Artikel ist reine Eigen-Werbung und der Versuch einer Image Aufbesserung in eigener Sache und hält einen genauen Überprüfung und Nachfrage - woraus sich die 98 % wirklich beziehen - nicht stand.

Wundere mich schon ein bischen, das hier noch niemand auf diesen Artikel
näher eingegangen ist !

von
Rosanna

Hallo Frank Morris,

dass 98 % der Zeitrenten zu Dauerrenten werden, kann ich zwar nicht bestätigen. In meine Zuständigkeit fällt ja nur ein geringer Anteil ALLER EM-Zeitrenten.

Aber es sind schon sehr viele Zeitrenten, die gerade auch irgendwann aufgrund des Alters irgendwann als Dauerrenten gezahlt werden. Denn in der Regel werden die Beschwerden und somit auch das Leistungsvermögen des Rentners ja nicht unbedingt besser.

Als eine Image-Aufwertung sehe ich den Artikel allerdings nicht. Denn grundsätzlich werden nur noch Zeitrenten gewährt (steht ja sogar so im Gesetz).

Bevor hier wieder ein "Aufschrei" einiger User ertönt, ich spreche NUR aus meiner Erfahrung! :-))

MfG Rosanna.

von
Rosanna

...außerdem dürften mehr erstmalige Rentenklageverfahren vor dem SG laufen als Klageverfahren wegen Weitergewährung einer Zeitrente.

von
Frank Morris

naja, das mehr Ersterwerbsminderungsanträge als Folgeanträge , vor dem SG landen , kann ich aus meinem Fall nun gar nicht bestätigen.

Auch habe ich von einigen Mitpatienten ähnliches gehört, das der Erstantrag ( wahrscheinlich aufgrund der noch frischen Erkrankung , der andauernden Behandlung in einer Fachklinik etc.) immer schnell und unproblematisch durchging, aber bei den weiteren Verlängerungen Probleme auftraten.

Zurückkommend auf den Artikel bezüglich der angeblichen 98 %
Zeitrenten die Dauerrenten werden, möchte ich doch
davor warnen, dieses als bare Münze zu nehmen.

Es kann hier leicht der Eindruck entstehen ( vielleicht ist dies auch so gewollt ! ), das man sich keine Sorgen wegen der EM-Rentenanträge machen sollte, da diese ja sowieso irgendwann
in eine Dauerrente übergehen.

Dem ist definitiv nicht so und jeder ist gut beraten, seinen EM-Antrag mit dem gebotenem Engagement und Nachdruck weiter zu verfolgen.

Sonst kann es am Ende eine ganz ganz böse Überraschung geben.

von
zwilling

Hallo,
vielleicht wäre es sinnvoller, den Betroffenen zu raten,
ihre Energie in Maßnahmen zu investieren, die Ihre Gesundung forcieren, damit sie wieder arbeiten und Geld verdienen können, als alles auf die Erhaltung der EM-Rente zu fokusieren.
Nur eine Anmerkung am Rande.
Schönen Sonntag noch.

von
Realist

Was soll eigentlich diese ganze Aufregung wegen einer harmlosen Statistik?

Selbst wenn tatsächlich 98 Prozent aller Zeitrenten früher oder später - mehr wurde übrigens auch gar nicht behauptet (!) - in einer "Dauerrente" enden sollten, dann kann man trotzdem zu den übrigen 2 Prozent gehören, deren Renten nicht weiter bewilligt werden. Über Ihre "Warnung", werter "Frank Morris", kann ich daher nur schmunzeln!

(Laut Statistik leidet übrigens jeder Deutsche drei bis vier mal jährlich an einer Erkältungskrankheit. Meine letzte Erkältung liegt aber schon - toi, toi, toi, - sechzehn Monate zurück. Soviel zum Thema Statistik!)

von
Realist

Mit Ihrer Aussage liegen Sie völlig richtig, User "zwilling"! MANCHE Rentner machen sich wirklich viel zu viele Sorgen um den Erhalt Ihrer Rente anstatt sich um ihre Genesung zu bemühen. Ein makaberes Beispiel ist mir kürzlich bekannt geworden: Ein Dialysepatient, deswegen zu 100 % schwerbehindert und voll erwerbsgemindert, verzichtete freiwillig auf eine Spenderniere, weil er befürchtete, seine EM-Rente zu verlieren. So etwas wird in der Praxis zwar nicht allzu häufig vorkommen, kann aber dabei rauskommen, wenn man sich zu sehr an seine Rente klammert!

Auch Ihnen einen schönen Sonntag!

von
Frank Morris

@ realist
Ja, in der Praxis häufiger vor, als macnhe hie denken. Beispiel ist wirklich sehr tragisch, aber leider kommt so etwas in der Praxis doch häufiger vor.

Auch ICH habe mir mal zwischenzeitlich einen 3. Krebstumor " gewünscht ",
damit die Damen und Herren der RV mal erkennen, wie schlecht es mir wirklich geht.

Mit , wie Sie es ausdrücken " an die Rente klammern " hat dies recht wenig zu tun, da die Rente in so einer Situation zumindest das finanzielle Überleben sichert und weitere stark belastende Behördengänge ( ALG I, ALG II, Soziialamt etc. ) unter allen Umständen vermieden werden sollen.

Und zusätzlich gegen seine Krankheit auch noch um seine finanzielle Existens kämpfen zu müssen, ist mehr als belastet
und fordert solche Gedankengänge gerade heraus.

Natürlich ist bei solchen Gedanken, auch immer eine psychische/psychiatrische ERrrankung mit im Spiel.
Da Sie - lieber realist - scheinbar psychisch gesund sind ( was auch hoffentlich imemr so bleiben möge ! -, können Sie diese Gedankengänge natürlich in keinster Weise nachvollziehen.

Wäre darum etwas vorsichtiger,
bei Ihrer Geringschätzung solcher Gedanken, die durchaus vorkommen können und das ganze Elend dieser EM-Rentenverfahren zu einem kleinen Teil widerspiegeln.

von
Frank Morris

Wie heisst es doch so schön :

Glauben Sie keiner Statistik die sie nicht selber gefälscht haben !

Jeder der eine Statistik herausgibt, verfolgt einen Sinn und Zweck damit und wird die Zahlen so " aufbereiten " das sie für ihn positiv sind.

von
Realist

Was könnte denn die DRV für ein Interesse daran haben, die Rentenstatistik "schön zu reden"?

Bei der DRV wird lediglich von unseren Volksvertretern beschlossenes geltendes Recht angewandt. Ob das dann zu mehr oder weniger Leistungsfällen führt, kann der Geschäftsleitung völlig egal sein!
Die bezahlen die Renten bekanntlich nicht von ihren Privatkonten. Und "Werbung" braucht die Deutsche Rentenversicherung als konkurrenzloses Unternehmen ebenfalls nicht zu machen. Wozu sollten die Statistiken also "schön geredet" werden?

In einer früheren Hochglanzbroschüre der DRV wurde die Abschaffung der BU-Renten positiv dargestellt. "Die berufsunfähigen Versicherten bekommen aber selbstverständlich von ihrem Rentenversicherungsträger eine Umschulungsmassnahme finanziert und haben danach sehr häufig viel bessere Verdienstmöglichkeiten als vorher." Auch DAS würde ich nicht als "SCHÖNREDEREI" bezeichnen, sondern als ERMUTIGUNG!

von
Rosanna

Lieber Frank Morris,

ich muß es leider nochmals schreiben: Sie gehen viel zu viel von sich selbst und einer "Handvoll" von Mitpatienten/Bekannten aus.

Wenn jemand aus der Praxis dies anders beurteilt, haben Sie immer wieder irgendwelche Argumente, die aber so nicht stimmen!

Ich weiß nicht, ob Sie eine Ahnung haben (oder Statistik), wieviel Rentenanträge wegen EM bei einer DRV eingehen.

Bei uns waren es dieses Jahr ca. 360.000! Davon wurden ungefähr (habe jetzt die genauen Zahlen nicht mehr im Kopf) 60 % bewilligt.

Glauben Sie wirklich, daß mehr SG-Verfahren wegen Weitergewährung der Zeitrenten laufen? Nur weil Sie selbst das Pech hatten (tut mir auch ehrlich leid für Sie) und ein paar wenige Leute hier im Forum wegen der Weitergewährung ein Klageverfahren laufen haben, ist dies nicht die Realität!

Die Mitarbeiter der DRV können dies bestimmt besser beurteilen, und inzwischen habe ich das Gefühl, daß Sie die fragenden User immer mehr verunsichern als ihnen zu helfen.

Im übrigen schließe ich mich voll und ganz den usern "zwilling" und "Realist" an.

MfG Rosanna.

von
Angelika

Ich als EM Rentnerin, bin jetzt schon zweimal in einer Rehaklinik gewesen. Ich war jedesmal fast die einzige, die eine Rente, wenn auch dauerhaft erhielt. Will damit sagen, es ist vielleicht nicht einfach eine Rente zu erhalten, aber wenn man wirklich krank ist, bekommt man sie fast immer. Und nach jetzt 4 Verlängerungen und damit 6 Jahren, gehe ich davon aus, das meine Rente auch zu den 98 Prozent gehört. Und ich wer heilfroh.... und würde Purzelbäume schlagen, wenn ich gesund und zu den 2 Prozent gehören würde.

Gruss

Angelika

Experten-Antwort

Hallo Mique,

es ist gesetzlich geregelt, dass grundsätzlich Renten wegen Erwerbsminderung auf Zeit zu leisten sind. Eine Befristung der Rente kann bis zu 9 Jahren erfolgen. Erst dann muss eine Entscheidung des Rentenversicherungsträgers getroffen werden, ob die Rente als Dauerrente zu leisten ist.
Die Entscheidung, ob weitere Befundberichte angefordert werden bzw. eine erneute gutachterliche Untersuchung erfolgt entscheidet ebenfalls der Rentenversicherungsträger und ist selbstverständlich vom Einzelfall abhängig. Es kommt auch vor, dass eine Rehabilitationsmassnahme vorgeschaltet wird, wenn sich dadurch der Gesundheitszustand des Betroffenen wiederherstellen lässt. Ob in Ihrem Fall die direkte Einschaltung des Gutachters irgend eine Bedeutung hat, kann von hier aus nicht geprüft werden.

von
Rosanna

Hallo Angelika,

Ihren Beitrag kann man so oder so sehen:

Wenn Sie jedes Mal fast die Einzige waren, die eine EM-Rente erhielt, zeugt das doch dafür, dass bei den Anderen die Reha-Maßnahme ERFOLG hatte, was ja auch generell der Sinn einer Maßnahme ist (Reha vor Rente).

Zitat: " Will damit sagen, es ist vielleicht nicht einfach eine Rente zu erhalten, aber wenn man wirklich krank ist, bekommt man sie fast immer."

Ich denke, dass vielleicht ZU VIELE (mit Sicherheit nicht alle), die eine Reha-Maßnahme durchführen, allein vom "Rentenbegehren" geprägt sind, anstatt zu versuchen, ihre Arbeitskraft zu verbessern oder wiederherzustellen!

Verallgemeinern kann man nichts, aber ich habe schon oft erlebt, dass manche für eine Reha-Maßnahme überhaupt nicht motiviert sind und partout NUR eine Rente wollen.

MfG Rosanna.

von
tom

@Rosanna

Vielleicht hilft es aber auch, einmal die Seite des Schreibtisch zu wechseln und die Ängste und Nöte der Betroffenen wahr- und ernstzunehmen.
Natürlich muß man sich als Sachbearbeiter bei der Vielzahl der "Fallakten" ein "dickes Fell" zulegen, um den nötigen Abstand zu wahren. Dennoch wäre es wichtig, die Würde zu wahren.
Vielleicht gibt es eine Grauzone unter den Antragstellen, die die EM nicht benötigen. Die erstmalige pauschalisierte Ablehnung der Anträge als "Filter" ist zumindest mehr als unfair. Erhebt man Widerspruch, dann wird der Antrag nämlich plötzlich akzeptiert ( außer es gibt einen anderen Kostenträger, dem man "den Schwarzen Peter" zuschieben kann ).

Gruß
Tom