Verpflichtet zur zwecklosen Reha?

von
Joachim S

Der Versicherte ist hochgradig sehbehindert und rollstuhlpflichtig. Die Rentenversicherung hat nun verbindlich im Rahmen der beruflichen Rehabilitation eine Zuweisung zu einem Mobilitätstraining ausgesprochen. Es handelt sich dabei jedoch nicht um ein Rollstuhltraining, sondern um ein Langstocktraining für Blinde, dass im Rollstuhl gar nicht absolviert werden kann.
Der Veranstalter des Trainings ist hilflos, wie er damit umgehen soll. Die Sehbehinderung ist ja vorhanden und damit sind die Vorraussetzungen für das Training gegeben. Praktisch ist es jedoch vom Versicherten nicht durchzuführen, weil er im Rollstuhl sitzt.

Auf den Hinweis des Versicherten auf dieses Problem kam die Antwort der Rentenversicherung, das zugewiesene Rehabilitationsprogramm müsse in jedem Fall absolviert werden.

Ist das zutreffend?

von
-_-

:P Welchen Beitrag erwarten Sie von den Teilnehmern des Forums zur Lösung des Problems?

von
Joachim S

Muss es nicht Fachanweisungen für die Mitarbeiter der Rentenversicherung geben, wie in solchen Fällen zu verfahren ist?

Wahrscheinlich ist es kein Einzelfall, dass bestimmte Standartrehabilitationsverfahren für eine bestimmte Erkrankung üblich sind, doch durch vorhandene Mehrfachbehinderungen dann gar nicht durchführbar sind.

Im Moment wartet der Mann nur unglücklich ab, dass die Zeit vergeht, wenn die anderen ihre Übungen machen. Er kann häufig nicht einmal dabei anwesend sein, weil es über Treppen und durch hügeliges Gelände geht. Die Rentenversicherung finanziert aber das volle Trainingsprogramm für ihn. Das ist doch reine Geldverschwendung.

von
Schade

Warum setzt sich der Veranstalter des Trsinings, der "hilflos" ist, nicht mit der DRV im konkreten Einzelfall in Verbindung und bricht das Training ab?
Dem ist es halt lieber, dass ein Teilnehmer mehr finanziert wird.
Alternativ könnte ein Arzt den Kunden für diese Maßnahme als "rehaunfähig" schreiben, dann hätte sich die Maßnahme auch erledigt....

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Joachim S,

wenn der Sachverhalt tatsächlich so ist wie Sie ihn schildern, dann macht das Mobilitätstraining natrülich keinen Sinn! Normalerweise genügt es, wenn der Veranstalter dieses Trainings beim zuständigen Rentenversicherungsträger anruft und sagt, dass er für diesen Versicherten die gewünschte Maßnahme nicht durchführen kann. Wenn ein Anruf des Versicherten oder des Veranstalters nicht genügt (was mich aber ganz ehrlich wundert), dann müsste man Widerspruch einlegen.

von
Willi

Zitiert von: -_-

:P Welchen Beitrag erwarten Sie von den Teilnehmern des Forums zur Lösung des Problems?

Hallo
Zum Beispiel den des Experten!!! Oder schade usw...............................
Mit freundlichen Grüßen
Willi