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Verrentung bei einem Riester-Banksparplan

von Nachtmensch13.12.2009 | 22:14
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8 Antworten

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Ich möchte trotz Bedenken einen Riestervertrag abschließen. Die Zeit bis zur Rente wäre noch etwa 20 - 22 Jahre. Eigentlich möchte ich wegen der höheren Flexibilität am liebsten einen Banksparplan. Aber dort ist ganz unklar, wie das Guthaben später in eine Rente umgewandelt wird. Wenn ich jetzt gleich eine Rentenversicherung aussuche, könnte das Vorteile haben: 1. Sterbetafel und Mindestzins können sich nicht mehr zu meinen Ungunsten ändern 2. Ich habe ein günstigeres Eintrittsalter 3. Bei einem Banksparplan habe ich die Befürchtung, dass die Bank/Sparkasse mir später eine ungünstige Versicherung anbietet. Direkt vor Rentenbeginn gibt es aber vielleicht nicht mehr viele Alternativen. Mich würde zu 1. und 2. interessieren, ob diese Punkte (Rentenfaktor und Eintrittsalter) über 22 Jahre wirklich sehr bedeutsam sind, oder ob man sie eher vernachlässigen kann? Gibt es Erfahrungen oder Regelungen, wieviel Guthaben aus einem Banksparplan für die Leibrente ab 85 abgezwackt wird? Und zu Punkt 3: Kann man überhaupt nur für die Rentenzeit in jede Riesterversicherung wechseln oder ist man beschränkt auf Versicherungen, die auf einen Banksparvertrag aufbauen? Gibt es viele Anbieter, die durch eine Mindestlaufzeit einen späten Einstieg ausschließen?

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7 Antworten

Amadéam 14.12.2009 | 14:22
Knut Rassmussenam 14.12.2009 | 15:12
Wenn irgendwo steht, frei von Konservierungsstoffen laut Gesetz, dann ... sind natürlich welche drin ... Wo sind nur diese glücklichen, sorgenfrei lebenden Mittfünfziger von den Hochglanzbroschüren hin? Allerdings sind auch die Nachdenkseiten voll von Klischees ... ein paar Beiträge drunter hab ich das hier gefunden: Man glaubt es kaum: Ihre Rentenversicherungsbeiträge werden von der DRV Bund auch benutzt, um neu angeheuertes Personal für die Werbung pro Privatvorsorge zu schulen ... selten so viel Schmonzens gelesen. Warum wird eighentlich Riester verteufeLt? Das jeweilige Produkt ist schlecht ... nicht das Prinzip. Da ist die politik gefragt, aber jede Erweiterung der Zertifizierungsdkriterien zu Lasten der Anbieter wäre genauso Sozialismus pur, wie das Beschränken der Teilungskosten in der Versorgungsausgleichskasse. (das war Sarkasmus, nur so als Hinweis)
Nachtmenscham 15.12.2009 | 06:44
Danke für alle Einschätzungen! Ich habe mir auch die angegebenen Links angesehen. Schade, dass es auf meine Fragen keine Antwort gibt. Den Hinweis auf das Problem mit der Verrentung habe ich von jemandem, der in einer Versicherung arbeitet und deshalb natürlich glaubt, eine Versicherung wäre besser als ein Sparplan. Ich habe inzwischen selbst versucht, Anhaltspunkte zu bekommen und mit einem Versicherungsrechner unter folgenden Annahmen gerechnet: 2 realistische Guthabensummen aus einem Banksparplan werden in eine Sofortrente investiert. Eintrittsalter ist hier umso ungünstiger, je jünger man ist (individuell längere Rente bei höherer Lebenserwartung des Geburtsjahrgangs). Also habe ich u. a. mit einer Rente ab 55 gerechnet. Ergebnis: Die ungünstigste Variante (55, weiblich, niedrigeres Sparguthaben) ist noch einen Tick besser als das Riesterangebot der Versicherung mit rente ab 67. Allerdings ist nur eine geringe Dynamik der Rente möglich. Jetzt will ich noch rechnen, wie der Vergleich aussieht zwischen einer guten Riesterversicherung und der Sofortrente eines schlechteren Anbieters. Ich weiß nicht, ob ich damit die angesprochen Nachteile des Banksparens ausreichend berücksichtigt habe, tendiere aber jetzt wieder mehr zum Sparplan.
Beitragam 15.12.2009 | 12:28
Ich finde das Prinzip des Anrechnens aller priv.Vermögen und Einkünfte VOR Gewährung von steuerfinanzierter Grundsicherung/Sozialhilfe GUT!!! Jemandem, der WIRKLICH schon heut - meinetwegen mit 30 oder 40 (man sollte ja möglichst früh anfangen, das Prinzip gilt hoffentlich noch!) weiß, daß er mit 67 Grundsicherungsbedürftig wird, dem würde ich zu Keiner priv.Vorsorge raten. M.E.betrifft dies jedoch nur Menschen, die keine echte Chance auf dem Arbeitsmarkt haben WERDEN, z.B.wegen Behinderung, schwerer Krankheit usw. Alle anderen, die meinen, "nur"weil sie heut vielleicht geringe Einkünfte haben oder ALG II beziehen, sollten es trotzdem probieren, priv.vorzusorgen. Und da bietet gerade die staatl.geförderte Altersvorsorge ein gute Möglichkeit in knappen Zeiten sinnvolle Jahressparbeiträge zu erreichen! Was ist denn die Alternative??? Allen sagen, die mit 30 oder 40 schon meinen zu wissen, wo sie mit 60 oder 67 stehen, ihr macht nichts?!?? Wer soll denn diese angestaute Flutwelle dann später bezahlen????? Vielleicht schaffen es die sogenannten kleinen Leute ja gerade wegen Riester, über den Betrag der Bedürftigkeit zu kommen und sich eben nicht "nackt"vor dem Grundsicherungsamt offenbaren zu müssen!!! Wer aufsteht hat eine Chance, wer liegen bleibt hat schon verloren! Mit dem Eindruck, den Sie vermitteln, kann man auch sämtliche Erwerbstätigkeit einstellen und für immer vom Staat, Steuerzahler leben!!! Wo bleiben Ehrgeiz, Wille und Motivation??? Diejenigen zB,die Riester schon seit Jahren machen und mit wenig Beitrag viele Zulagen bekommen, fangen durch solche Darstellungen ("OH, das wird auf die Grundsicherung angerechnet?!?") an, ihre Verträge zu kündigen, letztlich also aufzugeben und das in jungen Jahren!!! Wo soll das denn hinführen??? Man sollte, wenn man über Anrechnung von Riester im Alter auf die Grundsicherung spricht, in JEDEM Fall dafür sorgen, alle dazugehörigen Fakten zu benennen!!! um zu vermeiden, daß Menschen dies falsch verstehen und falsche Schlußfolgerungen ziehen!!! Eine saubere klare Darstellung ist IMMENS wichtig!!! Allein die Tatsache, daß ein Mensch mit wenig Rente und wenig Riesterrente, der für sich betrachtet im Alter bedürftig wäre, im Alter nicht allein lebt oder gar (wieder)verheiratet ist, führt häufig dazu, daß durch die Einkünfte des Partners gar keine Bedürftigkeit besteht und dann war das sparen NICHT UMSONST!!!! Ich hoffe, sie verstehen, wie ich alles meine!! Mir geht es um die WIRKUNG einer für sich richtigen aber VERKÜRZTEN Wahrheit!!! Falsche Eindrücke MÜSSEN vermieden werden - man stelle sich nur die Folgen vor... MfG
Doctoram 15.12.2009 | 16:10
Wenn wir Amade´nicht hätten, wir würden alle dumm sterben.. Danke Amade´!
dirk.am 15.12.2009 | 17:22
"Die Notwendigkeit zusätzlicher priv.oder ggf.betriebl.Altersvorsorge wird immer größer geschrie(b)en werden müssen!" NEIN, richtiger wäre die Stärkung der nach dem Umlageverfahren funktionierenden gesetzlichen Rentenversicherun durch zum Beispiel: - loslassen der sturen prozentualen Erhöhung hin zur bevorteilung niedriger Renten bei erbachten Arbeitsjahren zur Sicherung eines Existenzminimums -Erschließung der Einkommen aus Spekulationen, aus Nettogewinnen etc. als Beitragspflichtige Einkommen. -generelle Rentenbeitragspflicht auch und besonders für hohere Einkommen - verwendung einer Erbschaftssteuer auf Geldvermögen zur stützung der Rentenkasse -Aufstockung der Rücklagen zur Erzielung von Einkommen für die Rentenkasse aus diesen Rücklagen. Gerade in diesem Forum der Rentenversicherung sollte mehr die Stärkung der Rentenversicherung im Mittelpunkt stehen als die >Förderung der privaten Vorsorge (mit Gewinnanteilen für Konzerne) als Mittel, die Rentenversicherung irgendwann gänzlich durch Gewinnorientierte, mit den Risiken der Finanz-spekulationsindustrie, zu ersetzen.
3105gtjunioram 17.12.2009 | 11:43
Sorry, hier der funktionierende Link: ttp://www.sparkasse-trier.de/sonlineplus/proc/docs/0E0r00Cd9.html?nav=0E0r00FW1
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