Verschiebung des Reha-Aufnahmetermins nicht möglich?

von
Helene.Fischer

Ich wende mich an die Experten hier im Forum und hoffe auf hilfreiche Hinweise. Danke vorab.

Mir wurde im Juli 2019 auf meinen Antrag hin eine Rehabilitationsmaßnahme durch die Deutsche Rentenversicherung genehmigt.

Mit der Klinik hatte ich mich bereits auf eine Aufnahme Anfang Dezember 2019 geeinigt.

Da mein Ehemann unerwartet an Krebs erkrankt ist und mit der Chemotherapie begonnen hatte, bat ich den Rentenversicherungsträger den Aufnahmetermin auf Juni 2020 zu verschieben, um meinen Ehemann pflegen zu können. Die Erkrankung wurde gegenüber dem Rentenversicherungsträger belegt.

Die Verschiebung des Aufnahmetermins lehnte der Rentenversicherungsträger mit der Begründung ab, dass ich die Leistung zur medizinischen Rehabilitation nicht in absehbarer Zeit antreten könne. Zudem wurde angekündigt den Bewilligungsbescheid zurückzunehmen. Aktuell ist die Angelegenheit noch im Anhörungsverfahren.

Ich kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. Ich halte die Krebserkrankung für einen gewichtigen Grund und hatte doch einen festen Termin vorgeschlagen. Warum stellt sich der Rentenversicherungsträger quer?

von

Sie haben doch die Begründung erhalten. Eine Rehazusage gilt in der Regel nur für 6 Monate. Sie müssen also später, wenn es Ihnen zeitlich besser auskommt, einen neuen Antrag stellen. Ist doch gar nicht so schwer.

von
Memyself

Dass eine Rente Zusage nur 6 Monate gelte, ist beim kostenträger kk zutreffend, bei der drv auf Nachfrage nicht

von

Zitiert von: Memyself
Dass eine Rente Zusage nur 6 Monate gelte, ist beim kostenträger kk zutreffend, bei der drv auf Nachfrage nicht

Tja dann haben Sie sich bei den falschen Personen erkundigt.
Warten Sie einfach morgen die Expertenantwort ab und schon sind Sie ein wenig schlauer.
Im Übrigen können Sie dies auch in zahlreichen alten Threads herauslesen.

Experten-Antwort

Hallo Helene.Fischer,

dass die Beschiede über die Bewilligung einer Rehabilitationsleistung regelmäßig mit einer bestimmten Geltungsdauer versehen sind, ist korrekt. Wenn Sie sich Ihren Bescheid anschauen und genau durchlesen, müssten Sie auch die entsprechende Stelle dazu finden.

Über die Verlängerung der Kostenzusage entscheidet Ihr Rentenversicherungsträger im Ermessen. Scheinbar ist man im Rahmen der Ermessensausübung zu dem Ergebnis gelangt, dass einer Verlängerung bis zum Juni 2020 nicht entsprochen werden kann. Welche Beweggründe bei dieser Entscheidung im Vordergrund standen, kann hier in diesem Forum nicht beurteilt werden. Ich kann lediglich vermuten, dass es aufgrund der bei Ihnen vorliegenden gesundheitlichen Einschränkungen aus medizinischer Sicht sinnvoll erscheint, dass Sie die Rehabilitationsleistung zeitnah beginnen, um einen besseren Genesungserfolg zu erzielen.

Sofern Ihnen ein Antritt der Rehabilitationsleistung zum jetzigen Zeitpunkt absolut nicht möglich ist, können Sie natürlich gegenüber Ihrem Rentenversicherungsträger den Rücktritt von der Leistung erklären. Sie können dann zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Antrag stellen, der dann aber auch noch einmal komplett neu geprüft wird, bezüglich der Frage, ob Sie die erforderlichen Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.

von
Helene.Fischer

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Eine Geltensdauer geht aus dem Bescheid nicht hervor.

Ist es denn vorteilhaft gegenüber dem Rentenversicherungsträger den Rücktritt von der Leistung zu erklären, bevor dieser selbst den Bewilligungsbescheid zurücknimmt?

Danke vorab.

Zitiert von: Experte/in
Hallo Helene.Fischer,

dass die Beschiede über die Bewilligung einer Rehabilitationsleistung regelmäßig mit einer bestimmten Geltungsdauer versehen sind, ist korrekt. Wenn Sie sich Ihren Bescheid anschauen und genau durchlesen, müssten Sie auch die entsprechende Stelle dazu finden.

Über die Verlängerung der Kostenzusage entscheidet Ihr Rentenversicherungsträger im Ermessen. Scheinbar ist man im Rahmen der Ermessensausübung zu dem Ergebnis gelangt, dass einer Verlängerung bis zum Juni 2020 nicht entsprochen werden kann. Welche Beweggründe bei dieser Entscheidung im Vordergrund standen, kann hier in diesem Forum nicht beurteilt werden. Ich kann lediglich vermuten, dass es aufgrund der bei Ihnen vorliegenden gesundheitlichen Einschränkungen aus medizinischer Sicht sinnvoll erscheint, dass Sie die Rehabilitationsleistung zeitnah beginnen, um einen besseren Genesungserfolg zu erzielen.

Sofern Ihnen ein Antritt der Rehabilitationsleistung zum jetzigen Zeitpunkt absolut nicht möglich ist, können Sie natürlich gegenüber Ihrem Rentenversicherungsträger den Rücktritt von der Leistung erklären. Sie können dann zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Antrag stellen, der dann aber auch noch einmal komplett neu geprüft wird, bezüglich der Frage, ob Sie die erforderlichen Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.

Experten-Antwort

Guten Morgen,

wenn man reinweg das Ergebnis betrachtet, macht das keinen Unterschied.

Die Rücknahme seitens des Rentenversicherungsträgers wäre mit einem höheren Aufwand verbunden, da zunächst eine schriftliche Anhörung erfolgt, bei der Sie Gelegenheit erhalten, sich schriftlich zu der beabsichtigten Entscheidung zu äußern und erst im Anschluss daran wird dann ein Bescheid über die Rücknahme erteilt.

Sofern Sie selbst Ihren Willen bekunden und mitteilen, dass Sie die bewilligte Rehabilitationsmaßnahme nicht antreten werden, entfällt dieser Arbeitsschritt bei Ihrem Rentenversicherungsträger.

Im Ergebnis ist die ursprünglich erteilte Bewilligung damit hinfällig. Sie könnten dann zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Antrag stellen, der dann wieder vollständig neu hinsichtlich des Vorliegens der Anspruchsvoraussetzungen geprüft wird.

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