Verschiedene Anfangszeiten 9/10-Belegung

von
H. M.

Hallo!
1974 bin ich noch nicht ganz 16jährig nach der Mittleren Reife in ein Berufsvorpraktikum gegangen. Scheinbar blieb ich damals noch bei meinen Eltern familienversichert, ehe ich 1975 die Berufsausbildung begann. In der DRV bin ich seit 1974 gemeldet, nachgefragt bei der KK haben die mich nach deren Aussagen aber erst seit Anfang meiner Berufsausbildung 1975 mit einer eigenen KV-Nr. gemeldet (gleiche KK).

Dies spätere Datum wäre bzgl. der 9/10-Belegung günstiger für mich, da die zweite Hälfte meiner Berufstätigkeit mit den knapp 4 Jahren, wo ich über meinen Mann privatversichert war, beginnt.

Bedanke mich im Voraus.

LG Margarete

von
Gut zu wissen

Ich danke im Namen aller Forumsteilnehmer für diese Information. :-)

von
Rentensputnik

Auch wenn Sie es nicht gerne hören, über die sogenannte Vorversicherungszeit entscheidet allein Ihre Krankenversicherung.
Soviel mir bekannt ist, berechnet die Krankenkasse den Zeitraum erst ab der ersten nachgewiesenen Beitragszahlung.

Experten-Antwort

Hallo H. M.,

Rentner sind pflichtversichert in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR), wenn sie eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten und die sogenannte 9/10-Regel erfüllen.

Diese Regelung erfüllt, wer mindestens in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens zu 90 Prozent in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, freiwillig versichert oder familienversichert war.

Der Beginn für die Berechnung ist die erstmalige Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Welcher Zeitpunkt bei Ihnen maßgebend ist, kann ich ohne Kenntnis der genauen Details Ihres Falls nicht beurteilen.

Nachdem aber die Krankenkasse hierüber entscheidet, ist davon auszugehen, dass es schon richtig ist. Sollten Sie aber Zweifel an der Richtigkeit haben, dann klären Sie dies bitte mit Ihrer Krankenkasse.

von
H. M.

Also 9/10 Belegung ist hier des öfteren ein Thema. Aber das nur nebenbei. Nichts für ungut. Schönen Dank und schönes Wochenende-!

von
KSC

Natürlich ist das ein Theam, das zu entscheiden aber nicht an der DRV sondern an der Krankenkasse ist

von
H. M.

... und die KK kann mir (hab eben angerufen) keine Auskunft geben! Die wissen es schlicht nicht. Sie gehen vom 1.10.1975 aus (wäre gut!), die DRV sagte mir gestern, meine Berufstätigkeit begönne schon 1.7.74. Ich sollte für die Zeit 1974/75 noch Praktikumszeugnisse nachreichen. Um Rente zu beantragen und in der DVRK(!) zu sein, müsste ich also noch ca. 2 Jahre, wenn 1974 greift, noch 3 Jahre arbeiten. Das hätte ich gerne gewusst. Nicht mehr und nicht weniger!

LG M.

von
H. M.

(KVdR) ..tut mir leid, ich habs nicht so mit den Abkürzungen! :-)

von
H. M.

Ich meine selber drauf gekommen zu sein... Da ich nur 100 DM monatlich Lohn erhielt, war ich zwar bei der Rentenkassen gemeldet, jedoch noch familienversichert bei meinen Eltern. Die Frage bleibt dennoch:

WANN beginnt die erste Hälfte der Berufstätigkeit (zur Ausrechnung der 9/10 Belegung)?!

LG

von
KSC

Was steht denn aktuell im Versicherungsverlauf der DRV als erste Beschäftigung?
1974? oder 1975? Das was dort als erste Pflichtversicherung steht gilt im Zweifel

Sie schreiben dass Sie der DRV Zeugnisse für das Praktikum einreichen sollen - heißt das diese Zeit ist noch nicht geklärt?

Sollte dem so sein bräuchten Sie ja nur "keine Zeugnisse / Belege finden", dann würde diese Zeit nicht anerkannt werden können mit der logischen Folge dass dann Ihre erste Beschäftigung erst 1975 (Beginn der Berufsausbildung) liegt. Dann hätte Sie "Ihr Glück" selbst in der Hand.
Allerdings beides geht dann nicht: die Zeit als Rentenzeit rentensteigernd haben wollen, aber nicht als zählend für die KVdR.

Steht die Zeit als Pflichtversicherung schon im Versicherungsverlauf, braucht niemand mehr wegen des Beginnes der Berufstätigkeit "rumzueiern". dann ist es m.E. eindeutig dass Ihre 1. Berufstätigkeit schon 1974 war.

Experten-Antwort

Hallo H. M.,

wie KSC richtig geschrieben hat, kommt es darauf an, wann Sie Ihre erste rentenversicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt haben.

Dies muss Ihr Rentenversicherungsträger feststellen bzw. bestätigen.

Dieses Datum müsste dann für die Berechnung der Krankenkasse maßgebend sein.

Da weder ich noch die anderen Forumsteilnehmer die Details beziehungsweise die Unterlagen Ihres Falles kennen, kann keiner von uns sicher beurteilen, wann Ihre erste versicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt wurde.

von
W*lfgang

Hallo H. M.

hier finden Sie die Rahmenfrist erläutert:

http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Raa.do?f=SGB5_5FFR3.3.1

"Nicht als erstmalige Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gelten jedoch unter anderem Beschäftigungen oder Tätigkeiten, die wegen ihrer Geringfügigkeit krankenversicherungsfrei waren"

Noch fragen?

Wenn die KK doch schon zu Ihren Gunsten entschieden hat

> "Sie gehen vom 1.10.1975 aus (wäre gut!)"

und nur die entscheidet diese Sache/KVdR*) - , verstehe ich Ihre Nachfrage nicht. Was die Rentenversicherung als Versicherungszeit /Beitragszeit sieht, ist eine andere Sache.

> In der DRV bin ich seit 1974 gemeldet

'gemeldet' als was? Beginn einer schulischen Ausbildungszeit, einer versicherungsfreien Berufsausbildung?

*) KrankenVersicherung der Rentner. Darum geht es letztendlich, denn dafür muss die 9/10-Belegung in der letzten Hälfte vorliegen, um als Rentnerin Pflichtmitglied der Krankenversicherung werden/bleiben zu können. Und grungsätzlich je später, die Rahmenfrist beginnt, umso besser!

Wenn die 2. Hälfte tatsächlich mit 4 Jahren privater Versicherung beim Mann beginnt (oder meinen Sie familienversichert in der freiwilligen Versicherung Ihres Mannes?), dann können Sie rechnerisch niemals die 9/10-Belegung erreichen. Ob das unbedingt von Nachteil sein muss, ist 'nach den Umständen des Einzellfalles' zu beurteilen.

Gruß
w.

von
H. M.

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!
W*lfgang:
-Es geht bei mir gedanklich um die Beantragung der Berufsunfähigkeitsrente.
-Ich kann "niemals" die 9/10 Belegung erreichen? - Oder meinen Sie "derzeit niemals". Dies ist mir allerdings klar.
-Nein, ich war 4 Jahre üb. m. M. privatversichert
-Ok, je später die Rahmenfrist beginnt, desto besser! Das hatte ich ja auch so verstanden (besser ´75 als ´74)
-1974/75 m. Praktikantentätigkeit: Durch die bereits nachgereichten Zeugnisse ist sie somit lt. DRV als Art "Schulausbildung" anerkannt.
-Sehr interessant und vielen Dank für Ihren Link, den ich nachher genau studieren werde. Jetzt habe ich etwas Licht in mein Dunkel bekommen :-)! - Allerdings hat mich die Angestellte der KK verunsichert, weil sie meinte, sie wären von "meinen" Angaben abhängig. Die müssten doch die entspr. Daten irgendwo bei sich finden können. Wenn KV und RV unterschiedliche Sichtweisen über Versicherungszeit/Beitragszeit haben können und die Entscheidung nur die KV selber fällt, bin ich beruhigt. Ich ging immer davon aus, dass die Angaben direkt voneinander abhängen.
Danke!

von
H. M.

Hallo @Experte!

"Dies muss Ihr Rentenversicherungsträger feststellen bzw. bestätigen.

Dieses Datum müsste dann für die Berechnung der Krankenkasse maßgebend sein."

..ich gehe mal davon aus, dass es normalerweise so ist... aber in meinem Fall durch die "Geringfügigkeit der Beschäftigung" die Daten der beiden Versicherungen (RV;KV) voneinander abweichen.

LG

von
KSC

Wenn das als Schulausbildug drinsteht, war es kein Arbeitsverhältnis.

Warum das ganze Gedöhns?

Kann es sein dass Sie die ganze Hektik selbst verursacht haben.

Klare Kommunikation ist eben alles.

von
H. M.

Hallo @KSC !
-Im Versicherungsverlauf ist die 1. Beschäftigung 1974 angegeben.
-Ich habe die Zeugnisse bereits nachgereicht, nehme jetzt aber an, dass sie keine direkte Auswirkung auf die Zeiten (wegen der Geringfügigkeit der Beschäftigung/des Praktikums) haben werden -(s.Link von W*lfgang).

Danke und Lg

von
H. M.

Hallo KSC,
es war KEINE Schulausbildung, es war ein "Praktikum" (sollte für die DRV Zeugnisse nachreichen, damit diese Zeit als eine "ART" Schulausbildung deklariert wiürde).

Entscheidend scheint mir jedoch das Folgende zu sein: "Nicht als erstmalige Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gelten jedoch unter anderem Beschäftigungen oder Tätigkeiten, die wegen ihrer Geringfügigkeit krankenversicherungsfrei waren"

Lg

von
KSC

Sie haben Recht und wir unsere Ruhe.......:)

Führen Sie Ihren Kampf weiter, Sie wissen ja offenbar alles besser oder sind beratungsresistent.....alles Gute dabei.

von
H. M.

____@ KSC: Was für einen Kampf meinen Sie? Ist es nicht eher IHR Kampf, hier die Nr. 1 sein zu wollen? --
______________________________

Danke nochmal für allle hilfreichen Antworten, ich bin jetzt schlauer.
LG u. ein schönes WE!

von
W*lfgang

Zitiert von: H. M.
(...)
...hier wird nur im Sinne der Versicherten 'gekämpft', das gilt für alle Beteiligten ...

> -Ich kann "niemals" die 9/10 Belegung erreichen? - Oder meinen Sie "derzeit niemals". Dies ist mir allerdings klar.

Das hängt von Beginn Rahmenfrist und Rentenantragsdatum ab. Aktuell dürfte die Rahmenfrist 1975 - 2017 sein (in Jahren, die KK rechnet taggenau), also 42 Jahre. Die letzten 21 ist die letzte Hälfte, beginnend 1996. Liegt ab dieser Zeit die 4-jähirge PKV, geht keine KVdR, denn Sie können sich nur eine 'Lücke/PKV' von einen Hauch über 2 Jahren leisten ...die Berechnung können Sie fortführen, um dann feststellen, wann KVdR wieder möglich ist. Dafür liegen hier zu wenig Daten vor, um das vorausschauend/gar aktuell sagen zu können.

Gruß
w.