Verschlimmerungsantrag beim Versorgungsamt abgelehnt

von
bexley

Hallo,
bzgl. der Frage ob Sie einen Asspruch auf 50 % haben - bei Bewegungseinschränkung der Hüfte kann nur der Arzt des ZBFS ( Zentrum Bayern Familie und Soziales - die sind nämlich zustänig .-) ) sagen.
Die Bewertung erfolgt nach der sog. Versorgungsmedizinischen Verordnung, wo einzelnen Erkankungen einzelne GdB´s zuerkannt werden : Bewegungeinschränkung Hüfte geht danach von 10- 100 %, abhängig vom Grad der Einschränung und einseitig od beidseitig. Die genannten anderen Erkrnakungen führen zu keiner Erhöhung ( da 10% zu niedrig ist). In welchem Ausmaß bei ihnen die Bewegungseinschränkung vorliegt wird nun im Widerspruchsverfahren festgestellt- am besten ein Gutachten durch das ZBFS beantragen.
Gleichstellung betrifft NUR Kündigungsschutz und hat mit Rente, Mehrurlaub und Steuer gar nicht´s zu tun.
Mfg

von
Hmmm

Ich wohne in Hamburg, könnten sie mir bitte die Adresse des für mich zuständigen "Zentrum Bayern Familie und Soziales" geben ?

;o)

von
Tschacka

Hallo mmmmhh,

hier bitte schön:
"Zentrum Hamburg Familie und Soziales"

:-)))

Grüßle
Tschacka

von
Hmmm

Mmmmmmhhhh, nicht ganz...

Google unser, was sagst Du zu dieser Frage ?

"User User, Ich sehe ganz eindeutig ein großes B, es wird immer deutlicher, ja ein großes B.
B wie
Behörde für Soziales und Familie in Hamburg"

;-)

von
Eli

Hallo und vielen Dank an alle, die mir trotzdem ernsthaft geantwortet haben....
Ich hatte ja darum gebeten, mir vielleicht ein anderes Forum zu nennen...
Mir fielen diese Seiten hier nur gestern Abend spontan ein,weil mir in der Rentenangelegenheit meines Mannes vor ein paar Jahren sehr nett geantwortet und geholfen wurde.
Vielleicht hat hier der eine oder andere vergessen, was hier unten über die Umgangsformen steht ;-(
Eli

von
Gert

Das Ihnen bei der Rentenangelegenheit Ihres Mannes hier so nett geholfen wurde,liegt vielleicht daran das es sich um eine RENTENANGELEGENHEIT handelte.Ist nur so ne Vermutung.

Ihre Frage hatte nun nicht wirklich etwas mit dem Sinn dieses Forums zu tun.Bevor man die Umgangsformen anderer kritisiert sollte man sich vielleicht auch mal an die eigene Nase fassen.Vielleicht....

von
Schwerbehinderter

Im Widerspruchsverfahren ist grundsätzlich einmal alles möglich.

Die Karten werden neue gemischt.

ABER, ohne neue ärztliche Unterlagen die bisher im Verfahren unbekannt sind und ihr Anliegen positiv unterstützen, werden Sie keine Chance haben, das man ihrem Widerspruch abhilft !

Wonach - wenn nicht nach neuen Unterlagen - sollte das Versorgungsamt ihrem Widerspruch abhelfen und damit anders entscheiden ?

Ob dazu nur ein einfaches Attest ihres behandelnden Orthopäden ausreicht, möchte ich bezweifeln.

Diese Atteste sind meistens nicht sehr aussagekräftig bezüglich der Fragestellung einer Schwerbehinderung und auf die Diagnose/Erkrankung an sich kommt es nun mal nicht an, sondern nur und auschließlich auf deren Auswirkungen auf eine eingeschränkte Lebensführung.

Außerdem werden Atteste des eigenen Arztes aufgrund einer eventuellen gewissen Befangenheit nicht sehr hoch bewertet...

Denkbar ( wie in meinen Fall ) wäre auch eine seperate Begutachtung , welche das Versorgungsamt anordet und bei einem Facharzt für Orthopädie durchführen lässt.

Begutachtungen sind zwar
- normalerweise - im Schwerbehindertenverfahren relativ selten ( im Gegensatz zu
EM-Rentenverfahren ! ) , aber auch durchaus möglich.

Sollte dieser Gutachter Sie dann
für Schwerbehindert einzustufen, werden Sie den GdB von 50% auch bekommen.

Insofern sollten SIE im Widerspruchsverfahren eventuell auch auf eine Begutachtung drängen bzw. diese verlangen !

von
rudi

"7. Anerkennung im Sinne der Entstehung und Anerkennung im Sinne der Verschlimmerung
a) Die Anerkennung einer Gesundheitsstörung im Sinne der Entstehung setzt voraus,
dass zur Zeit der Einwirkung des schädigenden Vorganges noch kein dieser
Gesundheitsstörung zugehöriges pathologisches physisches oder psychisches
Geschehen vorhanden war. Dies gilt auch, wenn auf eine Disposition zu der Gesundheitsstörung
geschlossen werden kann. Sofern zur Zeit der Einwirkung des
schädigenden Vorganges bereits ein einer Gesundheitsstörung zugehöriges pathologisches
physisches oder psychisches Geschehen, wenn auch noch nicht
bemerkt, vorhanden war, kommt nur eine Anerkennung im Sinne der Verschlimmerung
in Frage, falls die äußere Einwirkung entweder den Zeitpunkt vorverlegt
hat, an dem das Leiden sonst in Erscheinung getreten wäre, oder das Leiden in
schwererer Form aufgetreten ist, als es sonst zu erwarten gewesen wäre. Von
diesem Begriff der Verschlimmerung ist der Begriff der Verschlimmerung im Sinne
einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse zu unterscheiden.
b) Bei weiterer Verschlechterung sowohl im Sinne der Entstehung als auch im Sinne
der Verschlimmerung anerkannter Gesundheitsstörungen ist jeweils zu prüfen,
ob die Leidenszunahme noch auf eine Schädigung ursächlich zurückzuführen
ist.
c) Bei der ärztlichen Begutachtung muss abgewogen werden, ob nur die eigengesetzliche
Entwicklung eines Leidens vorliegt oder ob dienstliche oder außerdienstliche
Einwirkungen als wesentliche Bedingung einen Einfluss auf die Stärke
der Krankheitserscheinungen und auf die Schnelligkeit des Fortschreitens hatten.
8. Arten der Verschlimmerung
Medizinisch gesehen unterscheidet man verschiedene Arten der Verschlimmerung.
Ein schädigender Vorgang kann nur vorübergehend zu einer Zunahme des Krankheitswertes
und damit zu keiner oder nicht zu einem bleibenden schädigungsbedingten
GdS führen; er kann anhaltend, aber abgrenzbar den weiteren Krankheitsverlauf
beeinflussen und damit zu einem gleichbleibenden schädigungsbedingten GdS führen;
er kann aber auch den weiteren Krankheitsverlauf richtungsgebend bestimmen
und damit Anlass zu einem ansteigenden schädigungsbedingten GdS sein. Häufig
wird erst nach längerer Beobachtung des Verlaufs zu beurteilen sein, wie weit der
Einfluss des schädigenden Vorgangs reicht. Das Ausmaß der Verschlimmerung ist für
die Festsetzung des GdS von wesentlicher Bedeutung. Hierbei müssen in jedem Fall
die durch die Gesundheitsstörung bewirkte Gesamt-GdS sowie der GdS für den Verschlimmerungsanteil
durch Schädigungsfolgen und das Ausmaß des Vorschadens
angegeben werden. Unabhängig von der medizinischen Beurteilung der Art der Verschlimmerung
muss bei jeder weiteren Zunahme des Krankheitswertes der ursächliche
Zusammenhang dieser Weiterentwicklung neu beurteilt werden."

Gruss vom rudi rüssel

von
rudi

Ludi, bei Berufstätigen sind das volle 5 Tg. Mehrurlaub im Jahr, und z.B. bei GdB 50 ein steuerfreier Jahresbetrag von 570,00. Und ich bin "gleichgestellt", also von 30 auf 50 und habe einen Schwerbehindertenausweis von 50. Das mit dem Kündigungsschutz soll auch angeblich etwas strenger sein, aber das Integrationsamt hat bisher den meisten Kündigungen zugestimmt nach meiner Erfahrung.

Gruss rudi