Versichertenanfrage

von
Michael

Ich habe seit mitte April eine Unterlappenpneumonie mit Pleuritis und Infiltration kleiner nodulärer Herdbefund subpleural einzelner verkalkter Pleuraplaque.

War 1 Woche im Krankenhaus und hätte Anspruch ab 24.05.2010 auf Krankengeld.

Jetzt bekomme ich eine Anfrage von der Krankenkasse "Versichertenanfrage Arbeitsunfähigkeit" und man möchte wissen bei welchen Ärzten ich während der Arbeitsunfähigkeit in Behandlung war.

Welche Behandlungen bisher während der Arbeitsunfähigkeit erfolgten.

Welche Beschäftigung ich ausübe und ob ich gekündigt bin.

Arbeitszeit und Arbeitsweise mit äußeren Einwirkungen usw.

Ob es in meinem privaten Bereich ein Umstand gibt der mich besonders belastet.

Ab wann ich die Tätigkeit wieder aufnehmen könnte.

Ob ich Antrag auf Maßnahme zur Rehabilation gestellt habe.

Bin doch verunsichert wieso ich solch einen Fragebogen bekomme, denn ich bin in ärztlicher Behandlung und die Krankenkasse wird doch durch den Arzt informiert. Glauben die mir meine Krankheit nicht oder was soll das.

Alles auf Röntgenbilder,Blutuntersuchung und CT nachgewiesen und ich habe Schmerzen und muss noch eine Bronchoskopie machen. Der Lungenfacharzt sagt ich muss mich schonen da ich bei meinem Beruf im Moment mit dieser Entzündung nicht arbeiten könnte. Arbeite auf dem Bau.

Soll ich den Bogen meinem Arzt zeigen oder für was soll dieser gut sein.

Bin sonst nie Krank gewesen.

von
Sozialrechtler

Schicken Sie den Fragebogen an den zuständigen Landes- bzw. Bundesdatenschutzbeauftragten. Der freut sich. Ansonsten können Sie den Fragebogen getrost in der Ablage P entsorgen.

Was Krankenkassen wo und wie erheben und speichern dürfen ist im SGB V abschließend geregelt.

Sie haben gegenüber der Verwaltung der KK keine Auskunftspflicht. Zum MDK müssen Sie allerdings, wenn die KK es so will.

von
Verhüterli

Das ist ja wieder eine Frage für unseren Sozialrechtler, da kann er sich mit seinem Datenschutz wieder so richtig austoben.

Und wer schützt uns vor solchen Leuten ?

von
bydgo

Das ist jetzt die neueste Strategie der Krankenkasse. So früh wie möglich während der AU eingreifen um sich die Krankengeldzahlung zu ersparen. Dabei wird versucht die Kosten auf den Rentenversicherungsträger (Reha) oder Arbeitsagentur (bisherige Tätigkeit kann nicht mehr ausgeübt werden) zu verlagern. Nicht umsonst heißen ja jetzt viele Krankenkassen Gesundheitskasse.....

von
Gudrun

Sozialrechtler hat mir sehr geholfen. Nun haben weder DRV noch die KK meinen Reha-Entlassungsbericht, was mich vor Mißbrauch schützt. Die Ärzte der Reha-Klinik haben akzeptiert, dass sie auch gegenüber der DRV die ärztliche Schweigepflicht zu beachten haben.

Was Sie (und andere in diesem Forum) betrifft, so stellt sich mir die institutionentheoretische Frage, an welchen ungeschriebenen institutionellen Vorgaben, die mit den institutionellen Vorgaben der Verfassung und des Gesetzgebers kollidieren, Sie Ihr Handeln orientieren. Natürlich ist auch interessant, welche Bedingungen in Ihrer Sozialisation und jetzigen Umgebung die Mißachtung sozialer und gesetzlicher Regeln durch Sie verursachen.

von
Gudrun

Sozialrechtler hat mir sehr geholfen. Nun haben weder DRV noch die KK meinen Reha-Entlassungsbericht, was mich vor Mißbrauch schützt. Die Ärzte der Reha-Klinik haben akzeptiert, dass sie auch gegenüber der DRV die ärztliche Schweigepflicht zu beachten haben.

Was Sie (und andere in diesem Forum) betrifft, so stellt sich mir die institutionentheoretische Frage, an welchen ungeschriebenen institutionellen Vorgaben, die mit den institutionellen Vorgaben der Verfassung und des Gesetzgebers kollidieren, Sie Ihr Handeln orientieren. Natürlich ist auch interessant, welche Bedingungen in Ihrer Sozialisation und jetzigen Umgebung die Mißachtung sozialer und gesetzlicher Regeln durch Sie verursachen.

von
Gudrun

Uops,

der Reply sollte an "Verhüterli" gehen.

Sorry :-)

von
Auskenner

Wo liegt eigentlich Ihr Problem?

Beantworten Sie die Fragen und gut ist es!

Selbstverständlich hat Ihre Krankenkasse ein berechtigtes Interesse daran, dass alles versucht wird, um Ihre AU so schnell wie möglich zu beenden.
Die abgefragten Daten sind bestimmt zur Vorlage beim MDK gedacht, der dann zunächst nach Aktenlage entscheiden wird, ob eventuelle Therapieänderungen angezeigt sind und ob überhaupt noch AU vorliegt.

Sollten Sie sich weigern den Fragebogen zu beantworten, ist eine persönliche Vorladung vom MDK bereits vorprogrammiert!

Der MDK hat schon mehrere Drückeberger und Ärzte, die Gefälligkeitsatteste ausgestellt haben, entlarvt.
Das weiß natürlich auch Ihre Krankenkasse!

Aber hören Sie ruhig auf den selbsternannten Sozialrechtler. Dann wird es nur noch komplizierter für Sie.....

Alles Gute!

von
Auskenner

Welchen Mißbrauch meinen Sie bitte?

Man kann es aber auch übertreiben mit der Vorsicht!

von
Michael

Sorry Sie wollen doch nicht behaupten das ich ein Drückeberger bin?? Arbeite seit 44 Jahren und war noch nie Krank und keiner meiner Arbeitskollegen kennen solch ein Schreiben der Krankenkasse.

Die Krankenkasse hat die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des Lungenfacharztes und die Entzündung ist noch vorhanden und ist eindeutig auf der Computertomographie ersichtlich.

Super da werde ich als Drückeberger hingestellt woher nimmt Auskenner seine Informationen? Arbeite sehr schwer auf dem Bau und bekomme keine Luft, klasse.

Vor dem MDK habe ich sicherlich keine Angst, sondern ich möchte den Zweck wissen.

von
Sozialrechtler

Der Zweck der Fragen besteht schlichtweg darin Sie übers Ohr zu hauen. Man möchte möglichst viel über Sie wissen, was die Krankenkassenverwaltung nach § 284 SGB V gar nicht wissen darf.

Da Sie ja ohnehin unter Pleuraplaque nachgeschaut haben, ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, dass man Sie in die "Obhut" der Berufsgenossenschaft abschieben möchte.

Es könnte eine Berufskrankheit vorliegen, die meldpflichtig wäre. Das abzuklären und zu entscheiden ist aber zunächst einmal Sache Ihres Facharztes.

Ansonsten können Sie davon ausgehen, dass die Foristen vom Schlage eines "Auskenners" oder "Verhüterli" kein Verständnis für kritische Fragen nach dem Handeln der Sozialversicherungsträger haben. Da passiert es ganz schnell, dass Sie oder andere in die Ecke der "Drückeberger" oder "Sozialschmarotzer" gestellt werden. Die sind schlimmer als Ihre Kollegen vom Bau.

von
Skatrentner

Hallo Michael, dann rufen Sie am Dienstag bei Ihrer Krankenkasse an und erkundigen sich dort ganz einfach nach dem Zweck und schon wissen Sie es. Dann ist die Diskussione hier im Forum schnell beendet.

Bei welcher KK sind Sie denn versichert ? Mir ist bekannt dass hier die AOK auch ziemlich schnell mit solchen oder ähnlichen Anfragen ist. Der Hintergrund ist natürlich, dass man Sie so schnell wie möglich aus dem Krankengeldbezug heraus haben will, denn auch bei den Kassen sind die Gelder sehr knapp.

von
Verhüterli

Hallo Gudrun, geht es noch komplizierter ?

Vor was haben Sie eigentlich Angst ? Sie wollen doch etwas von den Leistungsträgern, dann müssen Sie denen auch Auskünfte geben, damit die über Ihre Anträge entscheiden können.

von
Gudrun

Meinen Sie nicht, dass es allein meine Angelegenheit ist, wie vorsichtig ich bin? Jedenfalls droht mir aufgrund von Vorsicht kein Nachteil, was bei Unvorsichtigkeit oder Leichtfertigkeit der Fall ist.

Im Krankenhaus erwarten Sie doch wohl auch, daß das Personal ordnungsgemäß seine Hände und Gerätschaften desinfiziert und Handschuhe bei der Blutentnahme etc. trägt.

von
Gudrun

Angst hab ich nicht, weil der Reha-Bericht in den besten Händen ist, nämlich meinen.

Ich will doch gar nichts mehr von meinem RV-Träger.

Der wollte etwas von mir - über einen illegalen Umweg -, worauf kein Rechtsanspruch besteht.

Ist schon spannend, wie Sie asoziales institutionelles Handeln aufgrund Ihrer Sozialisation begründen.

Meine Krankenkasse schrieb mir neulich, dass man möchte, dass es mir besser geht und schickte eine Einladung zum MDK.

Auftrag, den man verschwieg, war aber Zweifel an der AU auszuräumen, obwohl in jedem medizinischem Lehrbuch drinsteht, dass nach einer Humerusfraktur mindestens drei Monate nach der OP vergehen, bis an eine Wiederaufnahme der Arbeit zu denken ist. Der nette Arzt vom MDK sagte mir dann, dass wohl noch mindestens zwei bis drei Monate AU bestehen würde.

Institutionelles Anlügen ist auch asoziales Handeln. Dazu gehört auch das Verschweigen der Tatsache, dass keine Auskunftspflicht besteht, wie Sozialrechtler das ausgeführt hat.

von
Auskenner

Wann habe ich denn behauptet, das SIE ein Drückeberger sind?

Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass der MDK schon viele Drückeberger entlarvt hat und dass das auch die Krankenkassen wissen.

Wenn Sie sich dadurch persönlich angesprochen fühlen, ist das gelinde gesagt Ihr Problem!

Im Übrigen habe ich meinen Ausführungen nichts mehr hinzuzufügen!

Schönen Sonntag!

von
Auskenner

Selbstverständlich erwarte ich im Krankenhaus, dass das Personal ordnungsgemäß seine Hände und Gerätschaften desinfiziert und Handschuhe bei der Blutentnahme etc. trägt. Schließlich könnten sonst lebensbedrohliche Krankheitserreger übertragen werden.

Welche bedrohlichen Gefahren allerdings von ärztlichen Befundberichten ausgehen, kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Selbst Schufa-Auskünfte sind brisanter. (Obwohl sich selbst dafür keine Boulevardzeitung interessieren würde.......)

Aber Hauptsache, man hat etwas "Macht" auf Andere ausgeübt, nicht wahr @Gudrun?

LÄCHERLICH!

von
Sozialrechtler

Dass Sie sich nicht auskennen, kann man bereits daran erkennen, dass Sie nichts über die Aufgaben des MDK und das gesetzliche Verbot des Eingriffs in die ärztliche Behandlung wissen.

Wer auf Unwissende Ihres Kalibers hört, hat später in der Tat Probleme.

von
Schade

...und was hat das ganze Gedöhns mit dem Anliegen des Forums zu tun? Wo geht es hier um Belange der DRV oder der Altersvorsorge.

Tragt doch bitte euren Käse woanders aus!

von
Holy Ghost

Käse?

Ist schon interessant, daß die geballte Foristenpower dieses DRV-Forums mit Ausnahme von "Sozialrechtler" nicht weiß, was ein Verwaltungsakt ist und was nicht. Seien Sie doch Michael dankbar, daß er mit seiner Frage für Aufklärung gesorgt hat.

Oder fühlen Sie sich auf den virtuellen Schlips getreten, weil der "heilige Geist" an Pfingsten über dieses Forum kam?