Versicherung

von
Lothar

Hallo, ich habe mal eine Frage. Mal angenommen, mein Widerspruch für die Erwerbsminderungsrente wurde abgelehnt. Bekomme kein Krankengeld und auch kein Nahtlosgeld mehr. Hartz vier steht mir auch nicht zu, da ich noch etwas Erspartes habe. Ich müsste mich selbst krankenversichern. Wie sieht das mit der Rentenversicherung aus? Muss ich das auch bezahlen? Wie hoch wäre das? Bitte um eine Erklärung. Ganz lieben Dank.

von
Klick mich

https://www.vdk.de/rheinland-pfalz/pages/76521/arbeitslos_ohne_leistungsanspruch

von
Lothar

Versteh ich leider nicht.

Experten-Antwort

Guten Morgen Lothar,
den Ausführungen von "Klick mich" schließen wir uns an.
Darüber hinaus haben Sie grds. die Möglichkeit freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen.
Der monatliche Beitrag ist für Zeiten der freiwilligen Versicherung zwischen dem Mindestbeitrag (83,70 Euro) und dem Höchstbeitrag (1.283,40 Euro) frei wählbar.

Weitere Informationen finden Sie in dieser Broschüre:
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/freiwillig_rentenversichert_ihre_vorteile.pdf?__blob=publicationFile&v=2

von
Siehe hier

Zitiert von: Lothar
Versteh ich leider nicht.

Hallo Lothar,

in dem Link steht, dass die Zeit, in der Sie arbeitslos ohne Leistungsbezug sind, bei der Rentenversicherung für die Berechnung von Anwartszeiten gelten, sofern Sie sich auch ohne Leistungsbezug ernsthaft um Arbeit bemühen. Das würde bedeuten, dass Ihre Entgeltpunkte sich nicht erhöhen, aber Sie auch keine Beiträge bezahlen müssen. Sie dürfen aber (siehe Expertenauskunft).

Alternativ gibt es - unter Berücksichtigung Ihrer gesundheitlichen Einschränkungen, evtl. die Möglichkeit, dass Sie einen Minijob finden? Auch als Erwerbsminderungsrentner dürfen Sie bis zu 6.300,00 EUR im Jahr 'hinzuverdienen', mit einem Minijob liegen Sie also darunter. Sie müssen aber berücksichtigen, dass die Tätigkeit nur maximal bis zu UNTER 3h täglich erfolgen darf. Also das, was man auch mit einem Anspruch auf volle Erwerbsminderungsrente dürfte (Sie kennen ja den Ausgang Ihres Verfahrens noch nicht.
Ein Minijob hätte den Vorteil, dass Sie krankenversichert wären und mit einem maximalen Beitrag von 16,20 EUR (bei 450 EUR Einkommen) auch rentenversichert.
Sollten Sie eine passende Beschäftigung finden, müssen Sie das aber Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger mitteilen, damit es für Sie keinen negativen Einfluss auf Ihr Verfahren nimmt.
Durch Ihren Antrag sind Sie, auch ohne bisherige Bewilligung, dazu verpflichtet.

Da Sie noch über 'etwas Erspartes' verfügen.... bei Hartz IV haben Sie Freibeträge:
https://www.hartziv.org/was-zaehlt-als-vermoegen.html

Alles Gute!

von
Blanker Unsinn

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Lothar
Versteh ich leider nicht.

Ein Minijob hätte den Vorteil, dass Sie krankenversichert wären und mit einem maximalen Beitrag von 16,20 EUR (bei 450 EUR Einkommen) auch rentenversichert.

Sie scheinen ja viel Zeit zu haben, bei den Antworten die Sie hier einstellen.
Manchmal wäre es aber besser zu schweigen, als Unsinn zu verbreiten.
Wie kommen Sie nur darauf, dass man durch einen Minijob krankenversichert ist? Absoluter Unsinn!

von
Siehe hier

Ich korrigiere:

6.300,00 EUR Jahresbetrag sind 525,00 EUR im Monat, das wäre also ein Midijob, und hiermit wäre die solzialversicherungpflicht gegeben.

(Midijobs, die Gleitzone
Als Gleitzone werden die so genannten Midijobs bezeichnet, die einen Monatsverdienst von mehr als 450 Euro bis zu 850 Euro erzielen. Innerhalb dieser Verdienstspannen besteht eine normale Sozialversicherungspflicht. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind prozentual an den Versicherungsbeiträgen beteiligt. Allerdings staffeln sich die Versicherungsbeiträge für den Arbeitnehmer im Midijob nach dem jeweiligen Einkommen in Beitragssätzen von 11 % bis zu 21 %. Damit wurde abgesichert, dass nicht nach knappem Überschreiten der 450 Euro-Grenze bereits die volle Versicherungslast zu viel vom Einkommen verschlingt.)
Quelle: https://krankenkassen.net/gesetzliche-krankenversicherung/450-euro-job-wer-zahlt-die-krankenkasse.html

von
Blanker Unsinn

Zitiert von: Siehe hier
Ich korrigiere:

6.300,00 EUR Jahresbetrag sind 525,00 EUR im Monat, das wäre also ein Midijob, und hiermit wäre die solzialversicherungpflicht gegeben.

(Midijobs, die Gleitzone
Als Gleitzone werden die so genannten Midijobs bezeichnet, die einen Monatsverdienst von mehr als 450 Euro bis zu 850 Euro erzielen. Innerhalb dieser Verdienstspannen besteht eine normale Sozialversicherungspflicht. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind prozentual an den Versicherungsbeiträgen beteiligt. Allerdings staffeln sich die Versicherungsbeiträge für den Arbeitnehmer im Midijob nach dem jeweiligen Einkommen in Beitragssätzen von 11 % bis zu 21 %. Damit wurde abgesichert, dass nicht nach knappem Überschreiten der 450 Euro-Grenze bereits die volle Versicherungslast zu viel vom Einkommen verschlingt.)
Quelle: https://krankenkassen.net/gesetzliche-krankenversicherung/450-euro-job-wer-zahlt-die-krankenkasse.html

Sehen Sie sich mal Ihre Beiträge aus der jüngeren Vergangenheit an. Ihre Korrekturen nach Hinweisen anderer User häufen sich.

von
Alte Rechtsauslegung

Zitiert von: Blanker Unsinn
Zitiert von: Siehe hier
Ich korrigiere:

6.300,00 EUR Jahresbetrag sind 525,00 EUR im Monat, das wäre also ein Midijob, und hiermit wäre die solzialversicherungpflicht gegeben.

(Midijobs, die Gleitzone
Als Gleitzone werden die so genannten Midijobs bezeichnet, die einen Monatsverdienst von mehr als 450 Euro bis zu 850 Euro erzielen. Innerhalb dieser Verdienstspannen besteht eine normale Sozialversicherungspflicht. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind prozentual an den Versicherungsbeiträgen beteiligt. Allerdings staffeln sich die Versicherungsbeiträge für den Arbeitnehmer im Midijob nach dem jeweiligen Einkommen in Beitragssätzen von 11 % bis zu 21 %. Damit wurde abgesichert, dass nicht nach knappem Überschreiten der 450 Euro-Grenze bereits die volle Versicherungslast zu viel vom Einkommen verschlingt.)
Quelle: https://krankenkassen.net/gesetzliche-krankenversicherung/450-euro-job-wer-zahlt-die-krankenkasse.html

Sehen Sie sich mal Ihre Beiträge aus der jüngeren Vergangenheit an. Ihre Korrekturen nach Hinweisen anderer User häufen sich.

@siehe hier:
Im Übrigen wurde der Gleitzonenbereich erweitert.
Wenn man schon gerne auf entsprechende Links verweist, sollte man auch deren Aktualität prüfen, sonst wird es schnell peinlich, wenn man in einem Forum antwortet, in dem auch User unterwegs sind die sich rentenrechtliche auskennen, aber nicht zu jedem Thema Stellung beziehen müssen, sondern dies lieber denen überlassen, die aus welchem Grund auch immer glauben, zu jeder Frage Stellung beziehen zu müssen.

von
Siehe hier

Zitiert von: Alte Rechtsauslegung
@siehe hier:
Im Übrigen wurde der Gleitzonenbereich erweitert.
Wenn man schon gerne auf entsprechende Links verweist, sollte man auch deren Aktualität prüfen, sonst wird es schnell peinlich, wenn man in einem Forum antwortet, in dem auch User unterwegs sind die sich rentenrechtliche auskennen, aber nicht zu jedem Thema Stellung beziehen müssen, sondern dies lieber denen überlassen, die aus welchem Grund auch immer glauben, zu jeder Frage Stellung beziehen zu müssen.

Die Änderung beschränkt sich im Wesentlichen darauf, dass die bisherige Begrenzung auf bis zu 850,00 EUR seit Juli 2019 auf 1.300 EUR erhöht wurde.
Bei einer EM-Rente der Betrag ist der Betrag "nach oben" durch den Jahresbetrag von 6.300,00 EUR bzw. 525,00 EUR im Monat begrenzt, wenn man nicht darüber hinausgehendes Einkommen von der Rente abgezogen bekommen möchte. Deshalb ist die Midi-Job-"Obergrenze" aktuell doch gar nicht das Thema, zumal auch die EM-Rente aktuell noch gar nicht bewilligt ist.
Wer weiß, vielleicht wird die Gleitzone bis dahin nochmals geändert??
Überwiegend ging es darum, dem Fragesteller eine weitere Alternative aufzuzeigen, wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft zu sein scheinen, als sich "arbeitslos ohne Leistungsbezug" zu melden oder freiwillige Beiträge zu zahlen.

von
Kaiser

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Alte Rechtsauslegung
@siehe hier:
Im Übrigen wurde der Gleitzonenbereich erweitert.
Wenn man schon gerne auf entsprechende Links verweist, sollte man auch deren Aktualität prüfen, sonst wird es schnell peinlich, wenn man in einem Forum antwortet, in dem auch User unterwegs sind die sich rentenrechtliche auskennen, aber nicht zu jedem Thema Stellung beziehen müssen, sondern dies lieber denen überlassen, die aus welchem Grund auch immer glauben, zu jeder Frage Stellung beziehen zu müssen.

Die Änderung beschränkt sich im Wesentlichen darauf, dass die bisherige Begrenzung auf bis zu 850,00 EUR seit Juli 2019 auf 1.300 EUR erhöht wurde.
Bei einer EM-Rente der Betrag ist der Betrag "nach oben" durch den Jahresbetrag von 6.300,00 EUR bzw. 525,00 EUR im Monat begrenzt, wenn man nicht darüber hinausgehendes Einkommen von der Rente abgezogen bekommen möchte. Deshalb ist die Midi-Job-"Obergrenze" aktuell doch gar nicht das Thema, zumal auch die EM-Rente aktuell noch gar nicht bewilligt ist.
Wer weiß, vielleicht wird die Gleitzone bis dahin nochmals geändert??
Überwiegend ging es darum, dem Fragesteller eine weitere Alternative aufzuzeigen, wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft zu sein scheinen, als sich "arbeitslos ohne Leistungsbezug" zu melden oder freiwillige Beiträge zu zahlen.

Deine Ausreden werden auch immer ärmlicher!

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