Versicherungsrechtliche zugangsvoraussetzungen für EM-Rente

von
Gieger Kaspar

Hallo,

ich habe am 20.10.2015 einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung gestellt, dieser wurde nun mit Bescheid vom 01.02.2016 abgelehnt mit der Begründung, weil die medizinischen Voraussetzungen nicht vorliegen. Als ich nun einen privaten Sozialrechtler besuchte überprüfte er meinen Versicherungsverlauf und teilte mir mit, dass ich hier keinesfalls ein Verfahren in die Wege leiten soll, denn ich würde die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllen, da meine letzten Pflichtbeitragszeiten durch ALG I-Zahlung mit 29.05.2012 endeten, SGBII Leistungen konnte ich seither auch nicht erhalten, da ich noch über den Selbstbehalt bin, auch meine KV- und PV-Beiträge muss ich von meinen Ersparten zahlen. Ich hatte mich auch weiterhin bei der Agent. für Arbeit arb.suchend gemeldet, allerdings haben die seit langem nichts mehr von sich hören lassen. Der Sozialrechtler hat mir weiter mitgeteilt, dass ich mich nicht nur arbeitssuchend sondern auch arbeitslos hätte melden müssen, nur dann wäre dies an den RV-Träger weitergemeldet wurde. Stimmt das wirklich, dass ich nun weil ich die letzten 3 Jahren keine vers.rechtlichen Zeiten aufweisen kann, keine EM-Rente erhalten kann.

Nun haben ich aber von einer anderen Seite gehört, dass wenn bei mir nun der Leistungsfall der Erwerbsminderung durch den RV-Tröger festgestellt würde, ich aufgrund einer bberuflichen Ausbildung welche vom 08.01.11 - 27.09.2011 durch die Agentur für Arbeit durchgeführt wurde, ich doch die versicherungsrechlichen Voraussetzungen hätte, da wenn man 6 Jahre nach der beruflichen Ausbildung erwerbsgemindert wird, dann nicht die 3/5 Zeiten benötigt. Ich bin 52 Jahre alt. Bitte teilen Sie mir mit, ob dies stimmt, denn dann würde ich hier selbst ein Wierspruchsverfahren starten, da meine Ärzte auch die Meinung vertreten, dass meine Leisltungsfähigkeit für leichte Arbeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur noch höchsten 4 Std. tgl. beträgt.

Für die Beantwortung danke ich bereits im voraus.

MFG
Gieger

von
W*lfgang

Hallo Gieger Kasper:

> Stimmt das wirklich, dass ich nun weil ich die letzten 3 Jahren keine vers.rechtlichen Zeiten aufweisen kann, keine EM-Rente erhalten kann.

Grundsätzlich richtig. In den letzten 5 Jahren vor EM müssen 36 Monate Pflichtbeiträge liegen bzw. noch 'streckende' Zeiten (Meldung arbeitslos, suchend zählt nicht). Umkehrschluss: ist die Lücke größer 24 Monate, fehlt es an den erforderlichen Beitragszeiten, 'Grad' der EM unwichtig.

> da wenn man 6 Jahre nach der beruflichen Ausbildung erwerbsgemindert wird, dann nicht die 3/5 Zeiten benötigt.

Als Ausnahme von der o. a. Regel auch richtig. ABER: dann müssen in den letzten 2 Jahren vor EM wenigstens 12 Monate Pflichtbeiträge liegen, ggf. durch 'streckende' Zeit auch weiter zurück. Damit sind wir wieder bei dem Problem, das die letzten Zeiten überhaupt im Mai 2012 endeten.

Zeitlich gesehen muss der EM-Fall daher vor Juni 2014 eingetreten sein, damit die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt wären. Vielleicht geht in dieser Richtung med. gesichert noch was.

Gruß
w.

Experten-Antwort

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/
5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_
national/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.
pdf?__blob=publicationFile&v=22

von
W*lfgang

Zitiert von:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/
5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_
national/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.
pdf?__blob=publicationFile&v=22
...als 'Experten/in'-Antwort in einem offiziellen DRV-Forum der Experten/in einfach 'erbärmlich' solche Antwort zu geben ...hier hast du Dumm-User mal eben einen Link 'hingerotzt'/lies selber - das ist wirklich Professionalismus/nicht ...ich kann mich gar nicht so viel Fremdschämen für die DRV ...Ihr wart schon mal wirklich besser/viel besser! Und ich dachte, das Qualitätsmanagsment hat die Antworten hier inzwischen im Griff/nur das Beste.

Ich mache extra nur hier 'hinten' den Aufriss – Ihr müsst es selber wissen, was Ihr Euren Kunden schuldig sein – andere Beratungsstellen haben da mehr Einfühlungsvermögen.

Gruß
w.