versicherungszeiten

von
Lara

hallo,
meine frage ist....ich war bis ende juni in der schule (gmnasium letzte klasse) und in september habe einen 400 euro-job angenommen, da ich von der zentralen vergabestelle für studienpläte für dieses wintersemester eine absage erhalten habe. bin 20 Jahre jetzt geworden.

wie ist das jetzt mit dem rentenzeiten? Muss ich die gleich geltend machen, da ja Zeiten ab dem 17ten lebensjahr angerechnet werden.
Was ist mit der zeit bis zum september wo ich einen 400 Euro job ohne eigene zuzahlung zur rentenversicherung angenommen habe. Wird da eine überbrückung gezahlt...oder hätte ich da eine lehre oder sonst was anfangen müssen um die zeit überbrückt zu bekommen.
Was ist mit der zeit wo ich jetzt auf einen studienplatz warte und diese mit diesen 400 Euro job überbrücke?
Soll ich meine Schulzeugnisse und evtl. auch die Absage von der Zentralen Vergabestelle für Studienplätze an die Rentenversicherung schicken? Mir wurde auch gesagt sowas macht die Krankenkasse auch, dass sie zeiten der schule an die rentenversicherung meldet?
oder kann man das auch viel später noch machen wenn ich mit dem Studium mal fertig bin? Wie werden diese zeiten jetzt eigentlich anerkannt?

lg
lara

von
no name

Zunächst vorweg: Sie haben recht, Zeiten des Schulbesuchs nach dem 17. Lebensjahr werden in der RV als Anrechnungszeiten anerkannt. Bei der Rentenberechnung werden sie jedoch bei einem Rentenbeginn ab 01.01.09 nicht mehr bewertet. Dennoch sollten Sie die Zeit geltend machen (und es ist vollkommen egal, ob Sie das jetzt machen oder in 10 Jahren), da Sie u. U. den Gesamtleistungswert erhöht.

Das Schreiben der zentralen Vergabestelle sollte nicht notwendig sein, eine Schulzeitbescheinigung des Gymnasiums genügt vollkommen zum Nachweis der Schulausbildung. Außerdem werden Schulausbildungszeiten heute oft schon automatisch in das Versicherungskonto übermittelt.

Für den 400-€-Job haben Sie zwar keine Beiträge gezahlt, aber Ihr Arbeitgeber zahlt für Sie Pauschalbeiträge in Höhe von 15 % des Arbeitsentgelts. Daher werden diese Zeiten ganz normal in Ihr Konto gemeldet. Später errechnen sich aus dieser Beschäftigung sogar Wartezeitmonate (ca. 4 Monate für 1 Jahr Beschäftigung).
Wenn Sie wollen, dass die Beschäftigung als Pflichtbeitragszeit voll anerkannt werden soll, sollten Sie bei Ihrem Arbeitgeber den schriftlichen Verzicht auf die Versicherungsfreiheit einreichen. Sie zahlen dann (angenommen, Sie erhalten monatl. 400 €) 4,9 % von Ihrem Arbeitsentgelt an die RV (24,50 €) und haben Pflichtbeitragszeiten angerechnet (gibt mehr Wartezeitmonate und auch etwas mehr Rente).

von
Rosanna

Berichtigung:

4,9 % von 400,- € sind 19,60 €. ;-))

@Lara

Ob rentenrechtliche Zeiten bei Ihnen überhaupt einmal zum Tragen kommen, wird sich vermutlich erst nach Beendigung Ihres Studiums herausstellen.

Wenn Sie vorhaben, mindestens 5 Jahre neben dem Studium in einem Nebenjob bis 400,- € tätig zu sein, rentiert sich m.E. schon der Verzicht auf die Versicherungsfreiheit. Sie können sich dadurch nämlich außer einen Rentenanspruch auch einen Anspruch auf Reha-Maßnahmen aus der gesetzl. Rentenversicherung erwerben.

Lassen Sie sich am Besten bei der DRV beraten.

von
-_-

4,9% von 400,- EUR macht 19,60 EUR mtl. !

Mehr zur "Aufstockung" bei Minijobs unter
http://www.minijob-zentrale.de/nn_10182/DE/1__AN/2__aufstockungRente/navNode.html?__nnn=true

Experten-Antwort

Ich denke, Sie wurden bereits sehr gut beraten.

Anmerken möchte ich nur noch, dass die Zeit zwischen der Beendigung Ihrer Schulausbildung und dem Beginn Ihres Studiums nicht als so genannte Übergangsanrechnungszeit berücksichtigt werden kann. Hierfür hätten Sie Ihr Studium spätestens am 01.11. beginnen müssen.