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Versicherungszeiten

von
Axel

Ich bin 1952 geboren. In meinem Rentenversicherungskonto sind lediglich 2 Jahre Lehrlingsszeiten von 1970 und 1971 enthalten. Rentenversicherungspflichtige Beschäftigungszeiten sind nicht vorhanden. Somit ist die notwendige Wartezeit von 5 Jahren noch nicht erfüllt. Ist es empfehlenswert, für die 3 fehlenden Beitragsjahre freiwillige Rentenbeiträge zu zahlen? Geht das überhaupt? Oder muss ich einen Mini- oder Midi-Job annehmen und Pflichtbeiträge entrichten?

Experten-Antwort

Die Erfüllung der Wartezeit von 5 Jahren ist auch durch die Entrichtung von freiwilligen Beiträgen möglich. Eine freiwillige Beitragszahlung ist jedoch u. a. dann ausgeschlossen, wenn Sie versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind, z. B. weil Sie Mitglied in einer berufsständischen Versorgungseinrichtung sind.

Alternativ können Sie - zur Erfüllung der Wartezeit von 5 Jahren - auch eine geringfügige Beschäftigung aufnehmen und auf die Versicherungsfreiheit gegenüber Ihrem Arbeitgeber verzichten. Sie zahlen dann (zurzeit) lediglich 4,9 Prozent Ihres Verdienstes als Monatsbeitrag. Diese Möglichkeit dürfte in der Regel im Vergleich zur freiwilligen Beitragszahlung (mit dem Mindestbeitrag von zurzeit 79,60 Euro) günstiger sein - wenn man von der zu erbringenden Arbeitsleistung aufgrund des Minijobs absieht.

Bezüglich der Frage, ob sich eine freiwillige Versicherung bzw. die Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung bei gleichzeitigem Verzicht auf die Versicherungsfreiheit in Ihrem Fall konkret lohnt, d. h. ob die Zahlung einer Regelaltersrente aus den dann vorhandenen und für die Rentenberechnung relevanten Zeiten lohnenswert ist, können Sie nur im Rahmen einer konkreten Beratung bei einer unserer Beratungsstellen oder einem Versicherungsamt bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung klären.