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versorgungsausgleich

von
hausfrau

im zusammenhang mit anstehender scheidung suche ich nach zahlen, wieviel rentenanwartschaft bei erreichung der beitragsbemessungsgrenze in den jahren 1976 bis 1988 erworben wurde. keine ausfallzeiten.. da gibt es doch bestimmt tabellen?... denn es geht ja hier um jahrespunkte und werte.

vielleicht gibt es auch jemanden, der mir einen hinweis geben kann, in wieviel DM sich ein verzicht auf den versorgungsausgleich beziffern würde oder könnte.

von
hannelore

Hallo Hausfrau,
nach meinem Wissen kann man nicht auf den gesetzlichen Versorgungsausgleich verzichten.Berechnet wird wie folgt:
in der Ehezeit erwirtschaftete Entgeltpunkte von Ihnen und Ihrem Mann werden geteilt, sodass jeder die gleichen Entgeltpunkte erhält.Dann gibt es noch den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich, Erklärung hierzu sehr kompliziert.Rechtsverbindliche Auskünfte sollte Ihr Anwalt Ihnen geben, auf den sie auf keinen Fall verzichten sollten!

von
hausfrau

ja, so sollte es sein... verzeihen sie, weil ohne anrede...
aber, wenn frau aus emotionalen gründen sich "über den tisch ziehen ließ" zählen vor gericht nur fakten.

ich bin dabei, vorarbeit für meinen anwalt zu liefern. dazu brauche ich zahlen und fakten. und rechnerische tatsachen... an die rentenberechnung meines ehemannes komme ich aus datenschutzgründen nicht ran.

ohne vorzeiten und nachherzeiten...

ich will keine rechtsberatung... sondern nur zahlen, mit denen ich "beweisen" kann.

danke an hannelore

von
Knut Rassmussen

Das Forschungsportal der Rentenversicehrung liefert Ihnen dazu alle Daten: Höchstwerte an Entgeltpunkten, Bemessunggrenze usw.

forschung.deutsche-rentenversicherung.de

von
Karl-Heinz

Die Rentenberechnung Ihres Mannes erhalten Sie bzw. Ihr Anwalt im Scheidungsverfahren, da die Auskunft über die in der Ehezeit erworbenen Anwartschaften sowohl dem Gericht als auch jeweils den beteiligten Parteien ausgestellt wird. Die Ehepartner müssen ja schauen, ob der jeweils andere wirklich alle erworbenen rentenrechtlichen Zeiten angegeben hat.

Ich glaube mit den theoretischen Rechnereien kommen Sie nicht weiter. Was sollen Ihnen diese auch nützen? Wichtiger ist die jeweilige Auskunft des Rententrägers abzuwarten, da letztendlich nur die dort errechneten Werte zählen.

Außerdem was wollen Sie beweisen? Sie wissen doch, wann und wieviel Ihr Mann in der Ehezeit gearbeitet hat und können mit der später erstellten Auskunft nachvollziehen, ob diese Zeiten in seinem Rentenkonto gespeichert sind. Was in der Regel wohl der Fall sein wird.

Außerdem fließt in den Ausgleich ja nicht nur die gesetzliche Rente sondern auch solche Sachen wie Lebensversicherung, Betriebsrente etc. Und die vorab nachzurechnen dürfte schwierig werden.

von
hannelore

Hallo Hausfrau,
ich stimme der Aussage von Karl-Heinz im vollen Umfang zu. Außerdem wenn Sie keine Angaben über den Verdienst Ihres Mannes haben, nützen die Tabellen auch nicht, da die persönlichen Entgeltpunkte dann nicht ermittelt werden können!Schonen Sie Ihre Nerven und holen Sie sich fachlichen Rat beim Anwalt, nur er bzw. das Gericht wird die Auskunft einholen können.

von
hausfrau

bitte noch einmal:

ich weiß 100%tig, dass mein ehemann einkünfte über der beitragsbemessungsgrenze hatte.

um fakten zu sammeln, ist die beitragsbemessungsgrenze maßgeblich.

da gibt es doch irgendwo tabellen?!!!

oder rechenbeispiele?!!!

alles andere, ob lebensversicherung oder nicht... ist zweitrangig.

z.B.. 1976 lag die beitragsgrenze bei 37.200 DM = ? welchen rentenbeitrag habe ich/bzw. er in diesem zeitraum "erarbeitet" - nur für dieses Jahr ... und das mit welchem faktor pro jahr bis 1988.. immer bezogen auf die beträge der beitragsbemessungsgrenze.

@ knut rasmussen, die geschichte der rentenversicherung ist sehr interessant.
eine tabelle habe ich nicht gefunden. bin ich "blond?"

gewiß könnte es eine rolle spielen, welche vorversicherungszeiten oder nachversicherungszeiten. in meiner rentenberechnung steht im jahr x, dass ich diesen oder den anteil erworben habe.

gibt es jemanden, der mir ausrechnen kann - ohne vor- oder nachversicherungszeiten, wieviel rentenanwartschaft jemand - immer die beitragsbemessungsgrundlage als basis habend - in den jahren von - bis erworben zu haben.

Experten-Antwort

Die Entscheidung, in welcher Höhe und Form Versorgungsansprüche (Renten oder Rentenanwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung, aber z.B. auch aus der betrieblichen Altersversorgung u. a.) ausgeglichen werden, trifft das Familiengericht und richtet sich nach Ihren individuellen Einkommensverhältnissen. Ziel des Versorgungsausgleiches ist es, auf jeder Seite die erworbenen Anrechte festzustellen und den Wertunterschied dann derart auszugleichen, dass beide Ehegatten für die Dauer der Ehezeit so gestellt werden, als wenn sie gleich hohe Beträge gezahlt hätten.

Kein Versorgungsausgleich:

Ehepaaren steht es frei, in einem notariellen Ehevertrag andere Entscheidungen zu treffen. Sie können sich beispielsweise darauf einigen, im Scheidungsfall ganz oder teilweise auf den Versorgungsausgleich zu verzichten. Dies ist jedoch unwirksam, wenn bereits innerhalb eines Jahres nach Vertragsabschluss die Scheidung eingereicht wird.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, noch während des Scheidungsverfahrens den Versorgungsausgleich durch eine sogenannte Parteivereinbarung einvernehmlich zu regeln. Diese muss notariell beurkundet oder im Verfahren vor dem Familiengericht protokolliert werden. Damit trotzdem ein gerechter Ausgleich zwischen den Ehepartnern gewährleistet ist, muss das Familiengericht dieser Vereinbarung zustimmen.

Daneben gibt es bestimmte Härteregelungen - vergleiche
§ 1587 c BGB -, nach denen das Familiengericht den Versorgungsausgleich ganz oder teilweise ausschließen kann.

von
hausfrau

hallo expertin,

ihr hinweis auf § 1587 c läßt mich verzweifeln... nicht, absatz 1, so doch absatz 2 und 3.

dann bleibt mir zum -früher hieß es "sozialamt " zu gehen-

weil mein ehemann, mit dem ich seit fast 37 jahren verheiratet bin, alles versucht...

"was deins ist, ist auch meins... was meins ist, geht dich gar nichts an..." .. und meins verteidige ich mit allen mitteln...

falls jemand noch so eine tabelle oder berechnung findet... vielleicht versuche ich es noch einmal...

ich schaue noch mal rein...

von
Schiko.

Wenn ich sie richtig verstehe wollten sie nicht
wissen zu welchen versorgungsausgleich sie
sich entscheiden sollen.

Vermutlich kennen sie das einkommen des
mannes , könnten also die EP. ausrechnen.

Hierzu nenne ich:

Jahr: B.Grenze; DU.Verdienst : EP:
-------------------------------------------------------------------
1976 37200 : 23335 1,5942
1977 40800 24945 1,6356
1978 44400 26242 1,6919
1979 48000 27685 1,7338
1980 50400 29485 1,7093
1981 52800 30900 1,7087
1982 56400 32198 1,7517
1983 60000 33293 1,8022
1984 62400 34292 1,8197
1985 64800 35286 1,8364
1986 67200 36627 1,8347
1987 68400 37726 1,8131
1988 72000 38896 1,8511

Nun rechnen sie mal schön?

Noch fragen bitte?

MfG.

von
Kleks

Hallo Hausfrau,

Schiko hat&#39;s ja beantwortet.
Eine Frage stellt sich mir aber noch, warum denn nur die Zeit von 1976 - 1988 ???
Sie haben geschrieben, dass Sie 37 Jahre verheiratet waren (sind). Ist Ihr (noch) Mann seitdem selbständig?
Oh je, da haben Sie aber echt zu kämpfen glaube ich...
Waren Sie in der Zeit von 1976 - 1988 berufstätig oder haben Ihre Kinder erzogen (falls vorhanden)? Denn dann müssten Sie auch Ihre eigenen EP&#39;e mit berücksichtigen.

Grüße vom Kleks

von
hausfrau

danke, nach mehreren schlaflosen nächten... will ich beweisen, dass ich damals 1988 "über den tisch gezogen wurde" weil ich auf versorgungsausgleich verzichtet habe...

von
Karl-Heinz

Na endlich die Antwort auf viele Fragen: Es geht nicht um eine aktuelle Scheidung sondern eine bereits durchgeführte. Warum sagen Sie das nicht gleich und machen ein Geheimnis draus?

Warum wurde denn damals auf den VAG verzichtet? Bzw. mit welcher Begründung hat das Gericht diesen Verzicht genehmigt? Ich bezweifle, dass Sie jetzt daran etwas ändern können. Warum kommen Sie erst jetzt darauf?

Um Ihre Chance prüfen zu können, sollten Sie beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Überprüfung des VAG stellen. Glaube ich jedenfalls. Über die Rentenversicherung kommen Sie da auf jeden Fall nicht ran, denn die ist an das Urteil gebunden und auch nicht berechtigt, die Wiederaufnahme des Verfahrens zu betreiben. Daher lohnt sich schon die Beratung bei einem Anwalt über das weitere Vorgehen, denn nur bloßes Beweise sammeln bringt Sie auch nicht weiter.

Schreiben Sie doch bei Gelegenheit mal, wie die Sache ausgegangen ist. Würde sicher noch mehr interessieren.

von
Kleks

Liebe Hausfrau,

so ganz verstehe ich Sie aber immer noch nicht...
Verheiratet waren Sie lt. eigener Aussage 37 Jahre und 1988 haben Sie auf einen VA verzichtet???
Das geht so irgendwie nicht auf meine ich.
Vielleicht sollten Sie tatsächlich mit Ihrem Anwalt beim zuständigen Familiengericht (nicht Amtsgericht) vorsprechen und um Überprüfung bitten.
Ob und ggf. in wie weit hier ein Härtefall vorliegt, muss dort geprüft werden.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg.

Der Kleks

von
Rosanna

Hallo Hausfrau,

ich kann zwar Ihr Anliegen wie auch @Kleks nicht ganz nachvollziehen, will Ihnen aber dennoch etwas zur Abänderung rechtskräftiger Entscheidungen zum Versorgungsausgleich nach § 10 a VAHRG schreiben:

Der Antrag auf Abänderung ist, wie bereits erwähnt, bei Ihrem für den Wohnort zuständigen Amtsgericht - Familiengericht - zu stellen, auch wenn die Ehescheidung vor einem anderen FG erfolgte.

Grundvoraussetzungen für eine Abänderung können sein:

a) Wertunterschied: Das FG ändert auf Antrag eine bereits getroffene Entscheidung ab, wenn der im Abänderungsverfahren ermittelte Wertunterschied WESENTLICH von dem Wertunterschied abweicht, der bei Erlass der ursprünglichen Entscheidung zugrunde gelegt wurde (z.B. wesentliche Abweichung durch Rechtsänderungen, Neubewertung von Zeiten etc.).

b) Unverfallbarkeit: Das FG ändert eine Entscheidung ab, wenn ein Anrecht, das ursprünglich verfallbar war, unverfallbar geworden ist (z.B. betriebliche Altersvorsorge wurde inzwischen unverfallbar).

c) Realteilung: Das FG ändert seine Entscheidung ab, wenn das bisher dem schuldrechtlichen Versorgungsausgleich überlassene Anrecht nach § 10 a Abs. 1 Nr. 3 VAHRG nunmehr durch Begründung ausgeglichen werden soll. Dies erfolgt insbesondere durch Realteilung.

Grundvoraussetzung für eine Abänderungsentscheidung ist auch, dass sie sich voraussichtlich zugunsten eines Ehegatten (in diesem Fall bei Ihnen) auswirkt.

Ich habe aber meine Zweifel, ob eine Abänderungsentscheidung auch getroffen wird, wenn bei der Scheidung auf den Versorgungsausgleich VERZICHTET wurde. Dies ist schließlich eine Entscheidung/Vereinbarung, die ja in erster Linie Sie und Ihr Ex-Ehemann getroffen hatten und die vom FG bestätigt wurde.

Bevor Sie sich die Mühe mit dem Antrag machen, erkundigen Sie sich bitte tel. oder schriftlich beim Anwalt oder Familiengericht, ob eine Abänderungsentscheidung nach § 10 a VAHRG unter diesen Gesichtspunkten überhaupt möglich ist! Sie ersparen sich evtl. eine Menge Arbeit und Nerven. Sollte es nicht möglich sein, haken Sie es ab. Sich ärgern bringt im nachhinein nichts.

MfG Rosanna

von
Rosanna

Hallo Karl-Heinz,

nur zur Kenntnis:

Antragsberechtigt sind nach § 10 a Abs. 4 VAHRG die geschiedenen Ehegatten, ihre Hinterbliebenen und die betroffenen Versorgungsträger.

Die RENTEN-Versicherungsträger sind aber übereingekommen, grundsätzlich KEINE Anträge auf Abänderung rechtskräftiger Versorgungsausgleichsentscheidungen zu stellen. Hintergrund ist, dass die RV-Träger in den VA-Verfahren eine neutrale Stellung einzunehmen.
Nur in Fällen, in denen der im Grundsatz kostenneutrale VA zu Lasten der Versichertengemeinschaft geht, machen die RV-Träger von ihrem Antragsrecht Gebrauch.

MfG Rosanna

von
hausfrau

danke ihr lieben mitmenschen...

ich war damals so blöd auf den versorgungsausgleich zu verzichten. mein anwalt wollte /will auf den stand von 1988. warum war ich damals benachteiligt?

in der zeit von beginn der ehe bis zum abschluss des vertrages habe ich (dank der rechenhilfe) 15, punkte erworben.. mein ehemann 27, punkte

(jetzt verstehe ich auch die/meine rentenberechnungen) gut, die jahre zählen auch...

wo finde ich literatur oder einen eperten, dass ich damals 1988 über den tisch gezogen wurde?

was kostet das?

danach nach 1988 war und bin ich mit meinem ehemann verheiratet.
seit 1992 nicht mehr berufstätig.

Ich will den Versorgungsausgleich. und will nachweisen oder beweisen..

37 Jahre Ehe... ER hat Karriere gemacht... ich könnte auch zum Amt gehen... hartz IV erreiche ich nicht mal. ich kämpfe noch...

seine aussage: ich verdiene doch oder du brauchst ja nichts oder nicht mehr so viel... zu deinem unterhalt bin ich nicht verpflichtet..

hallo, ich bin nicht aggressiv... es geht um meine existenz...

gehen wir mal nach 1988 zurük... wo finde ich zahlen, wie die damalige Rentenanwartschaft in DM beziffert werden könnte...

von
Rosanna

Hallo Hausfrau,

&#34;wo finde ich literatur oder einen eperten, dass ich damals 1988 über den tisch gezogen wurde?&#34; - Der einzige Experte, der Ihnen vielleicht helfen kann, wäre ein Fachanwalt für´s Familienrecht! Obwohl ich es bezweifle, dass die Entscheidung, auf den Versorgungsausgleich zu verzichten, rückgängig gemacht werden kann. Im übrigen hat dies nicht mehr viel mit der Rentenversicherung zu tun, sondern dies ist insgesamt gesehen doch mehr eine zivilrechtliche (familienrechtliche) Angelegenheit. Und dabei kann Ihnen nur ein Anwalt helfen.

Wenn Sie derzeit kein oder nur ein geringes Einkommen haben, können Sie die kostenfreie Rechtshilfe in Anspruch nehmen. Zumindest sollten Sie sich über das Amtsgericht (nicht Familiengericht) einmal entsprechende Auskünfte einholen.

Noch eine Bemerkung nebenbei (auch wieder nur meine persönliche Meinung!): Es tut mir zwar sehr leid für Sie, dass Sie damals über den Tisch gezogen wurden. Aber warum in Gottes Namen haben Sie da mitgemacht? Und hatten Sie so einen unkompetenten Anwalt, der Sie nicht oder schlecht beraten hat? Ich verstehe manche BETROFFENE wirklich nicht.

MfG Rosanna