Versorgungsausgleich

von
MoKa

Hallo, leider werden wir nächstes Jahr geschieden!!Meine Frau ist seit 10 Jahren in Rente. Ich arbeite noch und werde ab der Scheidung Versorgungsausgleich bezahlen müssen. Wie wird das nun berechnet? Spielt da auch das Vermögen meiner Frau eine Rolle?Gruß MoKa

von
Anna

Zitiert von: MoKa
Ich arbeite noch und werde ab der Scheidung Versorgungsausgleich bezahlen müssen. Wie wird das nun berechnet? Spielt da auch das Vermögen meiner Frau eine Rolle?Gruß MoKa

Bem iVersorgungsausgleich werden alle WÄHREND der Ehe erworbenen Vermögenswerte und Rentenanwartschaften (unabhängig voneinander) geteilt. Was hat Ihnen Ihr Anwalt erklärt?

von Experte Experten-Antwort

Beim Versorgungsausgleich teilt das Familiengericht die während der Ehe erworbenen Renten- und Versorgungsanwartschaften auf beide Ehegatten zu gleichen Teilen auf. Derjenige Ehegatte, der in der Ehe die insgesamt werthöhere Versorgung erworben hat, muss dem anderen die Hälfte des Wertunterschiedes abgeben und zwar unabhängig davon, ob er bereits Rentner ist oder noch arbeitet.
Der Ausgleich der Versorgungsanrechte findet grundsätzlich innerhalb des jeweiligen Versorgungssystems statt ("interne Teilung"). Jeder der beiden Ex-Partner erhält dabei ein eigenes Versorgungskonto bei dem jeweiligen Versorgungsträger.
Ein Ausgleich von Versorgungsansprüchen bei einem anderen Versorgungsträger (sog. "externe Teilung" - zum Beispiel über die gesetzliche Rentenversicherung) wird nur noch bei bestimmten Ausnahmefällen vorgenommen.
Das Vermögen Ihrer Ehefrau spielt beim Versorgungsausgleich keine Rolle. Dies ist eine Frage des Vermögensausgleichs.

von
MoKa

Hallo, das Vermögen ist schon geteilt. Es geht jetzt nur noch um die Rente.Und wie weit das jeweilige Vermögen eine Rolle auf die höhe der Rentenzahlung spielt.

von
MoKa

Zitiert von: MoKa

Hallo, das Vermögen ist schon geteilt. Es geht jetzt nur noch um die Rente.Und wie weit das jeweilige Vermögen eine Rolle auf die höhe der Rentenzahlung spielt.

von Experte Experten-Antwort

Wie ich Ihnen bereits geschrieben habe, spielt das Vermögen Ihrer Ehefrau beim Versorgungsausgleich keine Rolle.

von
Rentner

Zitiert von: MoKa

Hallo, das Vermögen ist schon geteilt. Es geht jetzt nur noch um die Rente.Und wie weit das jeweilige Vermögen eine Rolle auf die höhe der Rentenzahlung spielt.

Das Vermögen spielt keine Rolle.

von
MoKa

Kann man auch gegen den Versorgungsausgleich klagen?Mein Anwalt sagt ja, aber ich kann das nicht richtig glauben, bzw. ich denke dass es da um sinnlose Anwaltskosten geht???

von
Lassie

Suchen sie sich doch einen Anwalt dem sie glauben!!!

von Experte Experten-Antwort

Eine Klage ist nicht möglich.
Sie könnten nur gegen die Entscheidung des Familiengerichts Beschwerde einlegen, wenn im Urteil die gesetzlichen Regelungen nicht richtig umgesetzt sind.

von
MoKa

Meine Frau und ich leben schon länger getrennt und wollen jetzt den Versorgungsausgleich ohne Scheidung klären. Wie ist das, ohne Familienrichter möglich? Kann das auch durch jemand anderen berechnet und beglaubigt werden?

von Experte Experten-Antwort

Sie können den Versorgungsausgleich unter bestimmten Voraussetzungen ganz oder teilweise durch eine Vereinbarung ausschließen (vgl. §§ 6 bis 8 des Versorgungsausgleichsgesetzes - VersAusglG). Insbesondere könnten Sie auch vereinbaren, dass die während der langen Trennungszeit erworbenen Versorgungsanwartschaften nicht in den Versorgungsausgleich einfließen sollen.
Es muss sich bei der Vereinbarung grundsätzlich um eine notarielle Vereinbarung handeln. Ob diese in Ordnung ist, wird dann vom Familiengericht überprüft. Vor allem darf durch die Vereinbarung kein Ehepartner benachteiligt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Vereinbarung auch noch bei der Verhandlung vor dem Familiengericht geschlossen werden.

von
MoKa

Entschuldigung, ich habe mich falsch ausgedückt. Unter lang verstehe ich das Trennungsjahr...Wir leben seit April getrennt, und haben vereinbart, dass der Stichtag für den Versorgungsausgleich im April 2012 liegen soll. Ursprünglic sollte da auch die Scheidung sein.Nun dachten wir, vielleicht geht das ja auch alles ohne Scheidung, da keiner von uns vor hat wieder zu heiraten.Wie wird das dann rob gesagt berechnet? Meine Rente zum vereinbarten Zeitpunkt Minus die Rente meiner Frau geteilt durch 2???

von
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Zitiert von: MoKa

Entschuldigung, ich habe mich falsch ausgedückt. Unter lang verstehe ich das Trennungsjahr...Wir leben seit April getrennt, und haben vereinbart, dass der Stichtag für den Versorgungsausgleich im April 2012 liegen soll. Ursprünglic sollte da auch die Scheidung sein.Nun dachten wir, vielleicht geht das ja auch alles ohne Scheidung, da keiner von uns vor hat wieder zu heiraten.Wie wird das dann rob gesagt berechnet? Meine Rente zum vereinbarten Zeitpunkt Minus die Rente meiner Frau geteilt durch 2???

Wenn keine Scheidung, dann auch KEIN Versorgungsausgleich!!!

Wie Sie sich finanziell gegenseitig unterstützen oder einigen bzw. den Unterhalt etc. regeln liegt bei Ihnen bzw. steht im Unterhaltsrecht - und das hat dann aber nix mit der Rente zu tun!

von
Rentner

Ohne Scheidung kein Versorgungsausgleich bei der Rente.

von
Lothar

Ich frage mich die ganze Zeit wozo Sie eigentlich einen Anwalt haben.

DER muss ihnen das erklären ( denn dafür bekommt er schließlich ja auch Geld ) .

von Experte Experten-Antwort

Wenn Sie sich nicht scheiden lassen, dann wird auch kein Versorgungsausgleich durchgeführt.

Hinweis: Da Sie bei jeder Anfrage einen neuen Gesichtspunkt vorbringen, ist es sehr schwierig, Ihnen für Ihren Fall eine zutreffende Auskunft zu geben.

von
MoKa

Wort wörtliche Ausage meines Anwalts: " juristisch gesehen liegt ein Grund für eine Scheidung nur dann vor, wenn man wieder heiraten will. Alles andere (Vermögen, Rente) läßt sich beim Notar regeln."
Da Anwälte auch verdienen wollen, in dem sie irgend welche Verträge und Berechnungen durchführen, dachte ich mir könnte hier im Forum jemand seine Erfahrungswerte schildern

von
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Zitiert von: MoKa

Wort wörtliche Ausage meines Anwalts: " juristisch gesehen liegt ein Grund für eine Scheidung nur dann vor, wenn man wieder heiraten will. Alles andere (Vermögen, Rente) läßt sich beim Notar regeln."
Da Anwälte auch verdienen wollen, in dem sie irgend welche Verträge und Berechnungen durchführen, dachte ich mir könnte hier im Forum jemand seine Erfahrungswerte schildern

Klingt irgendwie danach, als ob Sie sich einen neuen Anwalt suchen sollten...

von
Lothar

Das denke ich aber auch. Sie haben offensichtlich wohl eine "Blitzbirne" als Anwalt erwischt.

Mein Beileid dazu.