Versorgungsausgleich

von
Ela

Habe mal ein paar Fragen zum Versorgungsausgleich ohne davon betroffen zu sein. Also rein informativ.
Wissen kann ja nie schaden :-)

Ehe wird geschieden. Versorgungsausgleichsberechnung wird durchgeführt. So weit so klar, denke ich.

Einer muss erworbene Rentenansprüche anteilig an den Ex-Partner abgeben.

Wenn nun dieser Ex-Partner, dem die Ansprüche zugeteilt wurden, verstirbt, bekommt dann der Zahlende ab diesem Zeitpunkt wieder seine volle Rente oder sind diese Ansprüche ein für allemal weg?

Bedanke mich für Ihre Antwort!

Freundliche Grüße

von
Wolfgang

Hallo Ela,

wenn der/die Berechtigte für weniger als 2 Jahre Rentenleistungen erhalten hat, kann der Versorgungsausgleich rückgängig gemacht werden. Zu den Rentenleistungen zählt aber auch mehr, als die reine Rentenzahlung, z. B. von der Rentenversicherung 'bezahlte' Reha-Maßnahmen.

Gruß
w.

von
Happy

Hallo Ela,
rückgängig wird der VA nicht gemacht! der Ausgleichspflichtige hat wie von @Wolfgang beschrieben nur das Glück, dass die "weggenommenen" Entgeltpunkte wieder "gutgeschrieben" werden. Insofern stimmt ja die Aussage von @Wolfgang.
Aber wenn nun der Ausgleichspflichtige vor Rentenbezug verstirbt, dann wird nix rückgängig gemacht!!! Der Ausgleichsberechtigte erhält natürlich trotzdem die "gutgeschriebenen" Entgeltpunkte ;-)))

Happy

von
Wolfgang

Hallo Happy,

> Aber wenn nun der Ausgleichspflichtige vor Rentenbezug verstirbt, dann wird nix rückgängig gemacht!!!

Auch die Hinterbliebenen des Verstorbenen (Verpflichteten) habe das gleiche Recht zur Rückgängigmachung. Und das Abänderungsrecht steht (allen) beteiligten Versorgungsträgern zu ...wenn die das mal wüssten :)

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Im Falle einer Ehescheidung trifft das Familiengericht auch eine Entscheidung über einen Versorgungsausgleich. In der Ehezeit entstandene Rentenansprüche beider Parteien werden festgestellt. Ausgleichsverpflichteter ist der Ex-Partner mit dem höheren Anspruch. Ausgleichsberechtigter ist der Ex-Partner mit dem niedrigeren Anspruch. Verstirbt ein Ausgleichsberechtigter ist eine Rückgängigmachung des Versorgungsausgleiches möglich,wenn er oder seine Hinterbliebenen noch keine Leistungen (Versichertenrente,Witwenrente,Waisenrente,Rehabilitation) erhalten haben. Wenn bereits Leistungen gezahlt wurden,darf ein bestimmter Grenzbetrag nicht überschritten werden. Dieser wird aus den übertragenen Rentenanwartschaften ermittelt. DerAusgleichsverpflichtete muß die Rückgängigmachung beim zuständigen Rentenversicherungsträger nach dem Tod eines Ausgleichsberechtigten frühestens jedoch bei der 1. Rentenantragstellung beantragen.