Versorgungsausgleich bei Erwerbsminderungsrente

von
siggi

Ich beziehe seit Jahren volle Erwerbsminderungsrente und Leistungen der KZVK. Mein (Noch-) Ehemann ist Beamter im aktiven Dienst und bezieht sein Gehalt von der LBV. ich bin im Rahmen des bevorstehenden Versorgungsausgleichs sowohl verpflichtet als auch (weit überschießend) berechtigt. Daher meine nachfolgenden Fragen:
1.) Wirkt sich der Versorgungsausgleich auch auf meine Erwerbsminderungsrente aus?
2.) Erhöht sich auch die Erwerbsminderungsrente durch die Übertragung von Versorgungsanwartschaften im Rahmen des Versorgungsausgleichs oder tritt dies erst bei Erreichen der Altersrente ein?
3.) Muß ich jetzt oder später meine, infolge der Übertragung, entstandenen Ansprüche direkt gegenüber der LBV geltend machen?

von
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Die Klärung der Fragen hängt vom anzuwendenden Landesbeamtenrecht ab. Je nach Bundesland und dem damit verbundenen Umsetzungsstand der Gesetzesänderungen zum Versorgungsausgleich kann Ergebnis unterschiedlich ausfallen. Sollte aber der mit der Scheidung befaßte Anwalt beantworten können.

von Experte/in Experten-Antwort

Ihre Rente wegen Erwerbsminderung erhöht oder vermindert sich von dem Monat an, zu dessen Beginn der Beschluss des Familiengerichts über den Versorgungsausgleich rechtskräftig und wirksam ist.Bei der Scheidung wird jedes Anrecht, das ein Ehepartner in der Ehe aufgebaut hat, zwischen den Ehepartnern zur Hälfte geteilt. Die Anrechte werden in dem Versorgungssystem geteilt, in dem sie erwirtschaftet wurden. Das wird interne Teilung genannt. Nach der Teilung haben dann beide Ehepartner in diesem Versorgungssystem ein eigenes "Rentenkonto", also einen eigenen Anspruch gegen den Versorgungsträger.. In Ausnahmefällen ist auch eine externe Teilung möglich, bei der für den ausgleichsberechtigten Ehepartner ein Anrecht außerhalb des Versorgungssystems des ausgleichspflichtigen Ehepartners begründet wird. Für Beamte der Länder und Gemeinden ist derzeit noch keine interne Teilung vorgesehen, so dass deren in der Ehezeit erworbenen Versorgungsanrechte extern geteilt werden. Das Familiengericht begründet den Ausgleichswert ( Hälfte des Ehezeitanteils der Beamtenversorgung ) zugunsten des anderen Ehepartners in der gesetzlichen Rentenversicherung.