Versorgungsausgleich -fiktive Berechnung-

von
Ludwig

Hallo Expertenforum,
meine Frau und ich leben seit 8/2005 getrennt und wir möchten gerne eine "fiktive Versorgungsausgleichberechnung" erstellen lassen.
Ist dies möglich und wie ist die Vorgehensweise?
Genügt ein gemeinsam verfasstes Schreiben mit beiden Rentenversicherungsnummern an die DRV (beide Berlin) mit den Unterschriften von mir und meiner Frau?
Vielen Dank für Ihre Mühe

von
B2

Die Rentenversicherung berechnet nicht den Versorgungsausgleich, sondern "nur" die Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung, die jeder der Ehepartener in der Ehezeit erwirtschaftet hat.

Auf Grundlage dieser Berechnungen und unter Berücksichtigung sonstiger noch vorhandenen Anwartschaften (Betriebspensionen, private Rentenversicherungen, etc., etc.) wird der Versorgungsausgleich dann vom Familiengericht berechnet und im jeweiligen Urteil festgelegt.

Die DRV setzt das Urteil dann später nur noch um.

Einen "fiktiven" Versorgungsausgleich wir die DRV Ihnen daher nicht erstellen/berechnen können.

von
,,.

Meeeensch, vertragt euch lieber

von
Hinweis

Siehe bei Google Suche unter
"Rente - Überprüfung", da läßt sich Ihre Anfrage sicher lösen

von
Schiko.

Hoffe nicht, meine zeilen beeinflussen die sieben
jahresehe einer gewissen dame.

Bei einer scheidung werden in der regel die so-
genannten entgeltpunkte (EP.). die während
der ehedauer erworben wurden ausgeglichen.

In 2007 werden bei exakt 29.488 sozialver-
sicherten jahresv erdienst , EP. ist gleich 26,27
berücksichtigt.

Ist der verdienst 30.488 entstehen 1,0339 EP. und
27,16 RW., bei nur 28.488 0,9661 EP. und 25,38
rentenwert.
Übertragen oder gekürzt werden immer nur die
EP. während der gemeinsamen ehedauer.

Verheiratet 1.1.2001 - 31.12.2007 nach St.Pauli
ehe rechnet sich dies so:
Ehemann erwarb in dieser ehedauer aufgrund des
verdienstes 15 EP. und die Ehefrau 10 EP Es werden
2,50 EP. beim ehemann gekürzt und auf die ehefrau
übertragen.
Jeder partner hat dann ausgeglichen 12,50 EP. und
einen rechnerischen wert von 26,27 x 12,5 = 328,38
rente.
Der rentenwert in den neuen bundesländern ist 23,09
je EP.

Mit freundlichen Grüßen.

von
B2

Diese Rechnung ist zwar grundsätzlich nicht verkehrt gilt aber eben nur wenn ausschliesslich Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung vorliegen.

Außerdem wird nicht jahresweise verglichen sondern auf Grund der Werte für die gesamte Ehedauer gerechnet.

Wer Zeit und Muse hat kann dies gerne in den §§ 1587 ff. BGB nachlesen.

von
rat

da finden sie bestimmt
"Ihre-Vorsorge.de"

von
Edgar

Die Rentenversicherungsträger erteilen auf Antrag der Versicherten Eherechtsauskünfte (über die in der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften) auch an Versicherte. Allerdings können dabei natürlich weitere Anwartschaften (Betriebspensionen, private Rentenversicherungen, etc., etc.) nicht berücksichtigt werden. Außerdem müssten Sie die, wie das Familiengericht auch, dem Rentenversicherungsträger die Ehezeit gemäß § 1587 Abs. 2 BGB mitteilen. Sofern Sie also für sich und Ihre getrennt lebende Frau ein solche Eheauskunft beantragen, könnten Sie theorethisch die zu übertragenden Anwartschaften innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung (sog. Splitting) selbst ausrechnen !

Bsp:
Ehemann = 400 € in der Ehezeit
Ehefrau = 200 € in der Ehezeit
Differenz =200 € : 2 = 100 € werden vom Ehemann auf die Ehefrau übertragen !

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo "Ludwig",

auf eine Anfrage wird die Deutschen Rentenversicherung Ihnen selbstverständlich eine Auskunft erteilen.

Diese Auskunft wird sich aber auf die Versorgungsanwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung beschränken. Alle anderen Versorgungen werden bei einer Scheidung aber auch in den Versorgungsausgleich einbezogen.

Informationen zum Versorgungsausgleich erhalten Sie auch auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung im Bereich Scheidung und Rente. (Der Link musste leider wegen Darstellungsproblemen entfernt werden!)

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Deutsche Rentenversicherung