Versorgungsausgleich-Rückübertragung

von
Judith

Mein geschiedener Mann ist 2010 verstorben. 2002 war die Scheidung.
Kann ich die Rückübertragung beantragen.
Mein ehemaliger Mann bekam bereits die Alterssrente für schwerbehinderte Menschen.

von
W*lfgang

Zitiert von: Judith

Mein ehemaliger Mann bekam bereits die Alterssrente für schwerbehinderte Menschen.

Hallo Judith,

wenn er eine Rente mit Zuschlag aus dem Versorgungsausgleich von höchstens 3 Jahren bekommen hat, dann JA, dann werden die bei Ihnen abgezogenen Werte rückübertragen.

Zu bedenken ist bei 'eine Rente' auch, dass evtl. vor der Altersrente an Schwerbehinderte eine Rente wegen Erwerbsminderung gelaufen sein könnte.

Fragen Sie einfach bei Ihrer DRV nach bzw. beantragen Sie formlos mit einem 3-Zeiler die Rückübertragung. Eine Sterbeurkunde brauchen Sie nicht mal mit einschicken, das ist der DRV 'global' bekannt.

Gruß
w.

von
-_-

:P

Zitiert von: -_-

Zur Berechnung der 36 Monate (3 Jahre) folgende Hinweise:
Für die Berechnung der 36 Monate muss es sich zwingend um einen "zahlbaren" Anspruch auf Rente handeln. Zeiträume, in denen der Rentenanspruch für die ausgleichsberechtigte Person nur dem Grunde nach bestand, sind bei der Bestimmung der Dauer des Leistungsbezugs nicht mitzuzählen. Maßgebend sind nur die Zeiten, in denen für die ausgleichsberechtigte Person ein Zahlungsanspruch aus den im Versorgungsausgleich erworbenen Anrechten bestand (entsprechend 17. Auslegungsfrage zum VAHRG zu § 4 Abs. 2 VAHRG; RBRTS 1/89, TOP 36; (ISRV:NI: PGVA 1/98 8 )).

Gelangt die Rente während des Rentenanspruches nicht zur Auszahlung, so wird dieser Zeitraum für die Bestimmung der 36 Monate nicht berücksichtigt. Während dieses Zeitraums des Ruhens und darüber hinaus für anspruchslose Zeiträume wurde nämlich das aus dem Versorgungsausgleich erworbene Anrecht nicht bezogen.

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=VERSAUSGLG_37U38R0

Es empfiehlt sich, den Antrag möglichst zeitnah zu stellen. Die Anpassung wirkt ab dem ersten Tag des Monats, der auf den Monat der Antragstellung folgt (§ 38 Abs. 2 VersAusglG i. V. m. § 34 Abs. 3 VersAusglG). Die Anwendung dieser Anpassungsregelung vollzieht sich immer mit Blick auf die Antragstellung für die Zukunft.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Judith,

W*lfgang und -_- haben Ihnen schon die richtigen Hinweise gegeben. Lassen Sie das einfach individuell bei Ihrem Rentenversicherungsträger abklären, dann haben Sie eine sichere Antwort.