Versorgungswerke

von
dreivomrhein

Ich bin als angestellter Arbeitnehmer in der gesetzlichen Rentenversicherung
pflichtversichert.
Habe ein abgeschlossenes Maschinenbau-Ingenieurs- und Wirtschaftsingenieursstudium.
Meine direkten Arbeitskollegen haben ein abgeschlossenes Jurastudium und befinden sich im gleichen Anstellungsverhältnis wie ich.
Ich muss in die gesetzl. Rentenversicherung zahlen, da pflichtversichert.
Meine "Jura-Kollegen" nicht, diese können sich in Ihrem Versorgungswerk versichern.
D.h. incl. dem AG-Anteil (bekommen diese auch), zahlen die Kollegen bei Erreichen der Beitragsbemessungsgrenze ca. 1.000 EUR/Monat in ein kapitalgedecktes System, währenddessen ich in die GRV mit all Ihren Nachteilen einzahlen muss.
Bei normaler Kapitalentwicklung und 40-jähriger Beitragszahlung können meine Kollegen wahrscheinlich mit einer dreifachen Altersrente rechnen.

Wie kann dieses sein?
Ich meine dieses verstösst in grober Weise gegen das AGG (Gleichstellungs-Gesetz).
Kann ich auch freiwillig, wie meine Kollegen in ein kapitalgedecktes System wechseln?

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sagt (sinngemäss), dass diese hierfür nicht zuständig sind, sondern die Zuständigkeit bei den jeweiligen Ländern als Aufsicht der Versorgungswerke liegt.

Wäre dankbar für Info, wie das gerecht sein soll.
Habe natürlich ganz besonderes Interesse daran zu erfahren, wie auch ich in ein kaptalgedecktes System wechseln kann, wie meine direkten Kollegen.

Experten-Antwort

In ein berufständisches Versorgungswerk können nur die eintreten, die diesen Beruf haben z.B. Ärzte, Architekten, Notare, Rechtsanwälte usw.. Da Sie diesen Berufszweig nicht haben, sind Sie ganz "normaler" Arbeitnehmer und somit in der gesetzlichen Rentenversicherung kraft Gesetz zu versichern, mit all seinen Vor- und Nachteilen.

von
dreivomrhein

Das ist je eine tolle Antwort eines Experten!
Wo ist den hier die Gleichberechtigung?
Wenn die deutschen Politiker und Rentenverantwortlichen schon nicht in der Lage sind eine derartige Ungerechtigkeit nur zu erkennen, geschweige denn abzuschaffen, wäre die Frage doch mal angebracht, was der Europäische Gerichtshof hierzu wohl sagt?

In Deutschland hat diese Bevorzugung gewisser Berufsgruppen sicherlich mit der Zusammensetzung unserer Parlamente zu tun.

von
Kurt

gehts ihnen gut ?
Was soll eine so blöde Bemerkung wie "Das ist je eine tolle Antwort eines Experten!
Wo ist den hier die Gleichberechtigung?"
Soll ihnen der Experte die Hucke volllügen nur um ihnen eine Antwort zu liefern die ihnen gefällt. Die Regeln sind nun mal in Deutschland so. Außer ihnen sind noch etliche andere Bürger betroffen, ist dies bei denen eine Gleichbehandlung ?