Vers.Pflicht Kindererziehung

von
miri

Was geschieht mit der Rentenanwartschaft, die durch die bei Erziehungszeit, wenn nach einem oder zwei Jahren wieder ein Wechsel in ein berufsst. Versorgungswerk erfolgt??
Werden die vom Bund gezahlten Beiträge an das Versorgungswerk überführt??

Vielen Dank

Experten-Antwort

Nachdem aus Ihrer Anfrage nicht hervorgeht, wann Sie Mitglied welcher berufsständischen Versorgung waren und während welcher Zeiten Sie Ihre Kinder erzogen haben, kann ich Ihnen nur allgemein antworten.
Wenn Sie während der Erziehung Ihrer Kinder nicht Mitglied einer berufsständischen Versorgung waren, dann werden die Kindererziehungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung anerkannt.
Bestand während der Erziehung gleichzeitig eine Mitgliedschaft in einer berufsständischen Versorgung, dann kommt es nach der Rechtsprechung des BSG, der die Rentenversicherungsträger zukünftig folgen werden, darauf an, ob in der berufständischen Versorgung die Zeiten der Erziehung bezüglich Umfang und Bewertung gleichwertig mit der gesetzlichen Rentenversicherung anerkannt werden. Ist dies der Fall, dann werden sie in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht berücksichtigt. Liegt keine gleichwertige Anerkennung vor, sind die Erziehungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung anzuerkennen.
Ob und wie Ihre berufsständische Versorgung die Erziehungszeiten anerkennt, müsste in der Satzung geregelt sein. Eine entsprechende Prüfung hat im Einzelfall zu erfolgen.

von
mir

ich bin Mitglied der Baden-Würtemb. Versorgungsanst. für Ärzte... seit 2005.
Meine Frage war, ob der Beitrag des Bundes zur DRV während der Elternzeit zur Versorgungsanstalt später transferiert wird, da ich aus der DRV keine Leistungen zu erwarten habe oder ob der Bundesbeitrag ´verfällt`??

nochmals Danke

von
Schade

vielleicht hilft es noch 2 oder 3 Monate abzuwarten - bis dann sollte das künftige Verfahren klar sein.

Vielleicht erhalten Sie ja die KEZ Zeit in der gesetzlichen RV angerechnet und es wäre "alles in Butter".

Momentan ist in dieser Frage noch "einiges im Fluss", aber bis Sie ins Rentenalter kommen, ist das hoffentlich mit allen damit zusammenhängenden Fragestellungen geklärt.

Experten-Antwort

Wie ich Ihnen schon geschrieben habe, stellt sich zunächst die Frage, ob die Zeiten Ihrer Kindererziehung in der gesetzlichen Rentenversicherung oder in der berufsständischen Versorgung anzuerkennen sind. Dabei muss zunächst geprüft werden, wie die Anerkennung bei Ihrer Ärzteversorgung ist. Hierzu ist aber eine Einzelfallprüfung notwendig.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass der Bund die Beiträge für die Kindererziehungszeiten an die gesetzliche Rentenversicherung zahlt. Hierfür sieht das Gesetz ein pauschales Verfahren vor, d. h. es wird ein fester Betrag überwiesen, der jedes Jahr angepasst wird. Die Beitragszahlung ist also nicht einzelfallbezogen und unabhängig davon, ob eine Anerkennung in der gesetzlichen Rentenversicherung möglich ist. Dies bedeutet, dass eine Überweisung der Beiträge im Einzelfall an die berufsständische Versorgung gesetzlich nicht vorgesehen ist.